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Das Wachstumshormon

Hier geht es mir um eine Substanz, die als Medikament in den Bereichen Sport und Anti Aging zunehmend Bedeutung bekommt – das Wachstumshormon, auch bekannt als STH (Somatotropes Hormon) und HGH (Human Growth Hormone). Der Begriff „Hormon“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet “Antrieb”.

Verschiedene Drüsen und Gewebe unseres Körpers bilden unterschiedliche Hormone, die dann als chemische Botenstoffe die Aktivität lebenswichtiger Organe stimulieren, regulieren und so für Gesundheit, Harmonie, Wachstum, Heilung und Regeneration sorgen. Nehmen die Hormone ab, so werden lebenswichtige Prozesse an ihrer Entfaltung gehindert.

Das Wachstumshormon (Somatotropin) wird in den α-Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet. Seine Ausschüttung wird durch den Hypothalamus mit seinem Somatotropin-releasing-Faktor (SRF, auch GHRH Growth-Hormone-Releasing-Hormon, GRF, Somatoliberin) und dem Somatostatin reguliert. Während des Schlafes wird am meisten Somatotropin produziert. Die Pubertät ist das Lebensalter mit einer ausgeprägten Somatotropin-Produktion.
Jeder andere energieverbrauchende Prozess (körperliche Aktivität, psychischer Stress, Hungern) stellt einen Sekretionsstimulus für die Ausschüttung von Somatotropin dar. Negativ reguliert wird Somatotropin durch das Somatostatin, ein Inhibiting-Hormon (Growth-Hormone-Inhibiting-Hormone, GHIH), das im Hypothalamus gebildet wird.

Weil das Hormon unentbehrlich ist für das normale Längenwachstum, ist die Ausschüttung in der Pubertät besonders hoch. Aber auch nach Beendigung des Wachstums ist dieses Hormon ebenso unentbehrlich für das geistige und körperliche Wohlbefinden. Es wirkt dann nicht mehr wachstumsfördernd, sondern u.a. stärkend auf Sehnen, Bindegewebe und Muskulatur – sprich anabol und wird deswegen von Sportlern als Dopingmittel verwendet.
Neben dem Schilddrüsenhormon ist das Wachstumshormon der Motor des Lebens schlechthin und mitverantwortlich für die psychische und physische Gesundheit. Für viele Körperfunktionen müssen andauernd ausreichende Mengen an Wachstumshormon verfügbar sein: Regeneration, Wundheilung, Gehirnfunktion, Knochenfestigkeit, Fettabbau, Muskelaufbau und viele mehr. Ab dem 20. Altersjahr schon nimmt die Wachstumshormonproduktion beständig ab, im Durchschnitt immerhin 14% pro 10 Jahre. Der geistige wie körperliche Zerfall im Alter steht in enger Verbindung zu der langsam versiegenden Bereitstellung an Wachstumshormon, also dem Somatotropin: dieser Zustand wird treffend „Somatopause“ genannt, analog der Menopause bei Frauen (Versiegen der Östrogenproduktion) oder der Andropause beim Mann (Versiegen der Testosteronproduktion).
Zur Therapie der Somatopausebeschwerden wird HGH in niedrigster Dosierung seit Neustem als Mundspray eingesetzt. 3 Hübe beinhalten ca. 0.1 mg (Leistungssportler spritzen bis zu 3 mg täglich…).
Wachstumshormon wird bei folgenden Indikationen eingesetzt:
Somatopause
Bei ungenügender Ausschüttung von Wachstumshormon mit der Folge körperlicher und insbesondere muskulärer Schwäche, Müdigkeit, Depression, Abgeschlagenheit und einem erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wachstumshormonbehandlung ist auch eine Fitnesskur für müde, minderdurchblutete Herzen.
Fettleibigkeit
Bei Zunahme der Fettmenge und Schwinden der Muskelmasse. Fett wird durch HGH in der Muskulatur verbrannt. Ohne ausreichende Muskulatur kann aber kein Fett in größerem Umfang verbrannt werden. Wachstumshormon baut Fett ab und Muskulatur auf. Wenn trotz Diäten keine Gewichtsreduktion erfolgt, kann Wachstumshormon – neben ausreichender Bewegung!! – unterstützend eingesetzt werden.
Anti Aging
Wenn im Alter die körpereigene Wachstumshormonsekretion nachlässt, wird der Stoffwechsel nicht mehr ausreichend stimuliert. Die Zellalterung ist beschleunigt. Wachstumshormon revitalisiert die inneren Organe, verbessert die Sexualfunktion, festigt die Gelenkknorpel, senkt Cholesterin und verleiht der Haut wieder jugendliches Aussehen. Der Mensch gewinnt seine Vitalität zurück.

Mögliche Symptome eines Mangels an Wachstumshormonen beim Erwachsenen:
Psyche
Depressive Verstimmung
Angstzustände
Soziophobie – Zurückgezogenheit, Angst vor Menschen
CFS – Chronisches Müdigkeitssyndrom
Sexuelle Funktionsstörung – Libidoverlust – Impotenz
Körper
Physischer Leistungsabfall
Veränderung der „body composition“, der Körperform (Fettzunahme, Muskelabnahme)
Herzmuskelschwäche
Gestörte Thermoregulation (Körpertemperatur)
Veränderte Schweißdrüsenaktivität
Verminderung der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen (extrazellulär)
Frühe Arteriosklerose
Hautalterung
Faktoren, die die Freisetzung von Wachstumshormonen fördern:
Äußere Faktoren
Sport, körperliche Anstrengung (körpereigene Opiate!)
Fettarme Ernährung
Fasten, besonders abends!
Physischer Stress
Jetlag
Verwundungen
Innere Faktoren
Schilddrüsenhormone
Östradiol
Arginin (eine Aminosäure, sehr gut im Zusammenhang mit Ornithin und Lysin!)
Faktoren, die die Freisetzung von Wachstumshormonen hemmen:
Äußere Faktoren
Fettreiche Mahlzeiten, besonders abends…
Bewegungsmangel…
Spätes Zubettgehen (nach Mitternacht, besonders nach 01h00)
Innere Faktoren
Östrogenmangel
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
Hyperglykämie (nicht beim Diabetiker)
Psyche
Emotionale Störungen (mangelnde Gewichtsabnahme trotz Fasten bei psychischen Problemen)
Depression
Zu erwartende Verbesserungen unter einer Therapie mit Wachstumshormonen:
Monat 1

Lebhaftigkeit der Träume nimmt zu
Schlaftiefe wird verbessert
Energie und Ausdauer
Optimistische Grundhaltung stellt sich ein
Monat 2
Tonus und Kraft der Muskulatur verbessert
Tonus der Haut besser
Nagelwachstum größer
Verdauung reguliert sich
Fettverbrennung gesteigert
Sexualfunktion wie früher
Monat 3
Reduktion der Schmerzempfindung allgemein
PMS – Prämenstruelles Syndrom nimmt ab
Heilung entzündlicher Muskelerkrankungen oder Verletzungen beschleunigt
Wundheilung schneller
Muskelmasse nimmt zu
Haarwachstum größer
Gedächtnis – Geistige Leistungsfähigkeit verbessert
Produktivität im Alltag erhöht
Libido – Sexuelle Leistungsfähigkeit gesteigert
Monat 4 – 5
Festigkeit und Elastizität der Haut deutlich positiv verändert
Glättung der Hautfalten
Festigkeit und Dicke der Haare erhöht
Körperfettabnahme deutlich
Monat 6
Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungen und Grippe Infekten groß
Reduktion übermäßiger Schmerzempfindungen
Reduktion der Entzündungsanfälligkeit
Körperliche Leistungsfähigkeit sehr gut
Psychische, emotionale Stabilität deutlich verbessert
Senkung von Blutdruck und Blutfetten – Cholesterin und Triglyceride
Körperform jugendlicher…
Cellulite verschwindet…

Wesentlich ist dabei, dass es nicht zu einer Überdosierung mit dem sonst so erfreulichen HGH kommt – das kann zu einem Diabetes führen. Oder auch zu einer Akromegalie, bei der manche Strukturen des Körpers ein kosmetisch unerwünschtes Wachstum zeigen…

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