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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; nicht kategorisiert</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Welcher Hund soll es sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 20:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer seine Familie auf diese Weise erweitern möchte, stellt sich eben diese Frage. Wie er sie beantwortet, entscheidet für Mensch wie Hund über Glück oder Unglück&#8230; Ein Mensch, der unbewusst einen Schutzhund wie einen Malinois haben möchte, der in dem von ihm gewünschten Sinne permanent arbeiten soll und „beißen muss wie ein Beknackter“ (Originalton eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer seine Familie auf diese Weise erweitern möchte, stellt sich eben diese Frage. Wie er sie beantwortet, entscheidet für Mensch wie Hund über Glück oder Unglück&#8230;</p>
<p><span id="more-1164"></span></p>
<p>Ein Mensch, der unbewusst einen Schutzhund wie einen Malinois haben möchte, der in dem von ihm gewünschten Sinne permanent arbeiten soll und „beißen muss wie ein Beknackter“ (Originalton eines Schäferhundlers), wird mit einem dem Menschen gegenüber friedlichen Schlittenhund unglücklich werden – und wer einen eigenständigen, ursprünglichen Hund benötigt, sollte von einer Rasse absehen, deren Vertreter ihn mit seinem „will to please“ permanent belagert&#8230; Die Hütehunde, die sehr in Mode zu kommen scheinen,  benötigen zwingend eine Aufgabe&#8230; ihre außerordentliche Aktivität kann die Beschaulichkeit wie auch Wohnungseinrichtungen gefährden&#8230;</p>
<p>Unser Freund Hund ist mit einem sehr plastischen Erbgut versehen – das zeigt die Mannigfaltigkeit der Rassen wie auch in der Natur die Anpassungsfähigkeit der Gattung Canis. Wölfe wie auch Coyoten passen sich im Verlauf weniger Generationen durch Größenveränderung und Verhalten an andere Beutetiere und neue biologische Nischen an – da spielen epigenetische Vorgänge sicher mit hinein, die dann in Folge das Erbgut umprägen&#8230;</p>
<p>Unsere Rassehunde sind meist vom Menschen durch Auslese geschaffene Spezialisten – angepasst an Arbeiten, unwirtliche Umweltbedingungen und Jagdmethoden ihres Herren – und sollten dem entsprechend genutzt werden&#8230; ein Kangal oder eine Deutsche Dogge auf dem Balkon zeigen eine Fehlentscheidung an, und wenn der Labbi nicht baden darf, ist er auch nicht glücklich&#8230;</p>
<p>Nach etlichen Schlittenhunden, die ein teils biblisches Alter bei mir erreichen durften, habe ich mich für Hunde entschieden, die aus verschiedenen ursprünglichen Rassen über einen Zeitraum von fast 40 Jahren von Werner Zeunert in Jena gezüchtet, inzwischen vom Phänotyp her recht gleich sind (bis auf die Farben, da ist alles möglich von weißem bis schwarzem Fell, cremefarbenem, falbem, braunem Fell und Grautönen&#8230;), mittelgroß und in Masse und Kraft wie ein Malinois, aber mit sichelförmig getragener Rute wie beim Dingo mit steifer Behaarung, im Charakter wie ein Kanaan-Hund&#8230;eine Rasse, die ich übrigens sehr gut finde, die aber in Europa eine zu geringe Zuchtgrundlage hat. So sind diese Hunde äußerst wachsam, ohne überflüssig zu bellen, ruhig im Wesen und im Notfall auch verteidigungsbereit, recht eindeutig territorial und misstrauisch Fremden gegenüber, was schon die Welpen zeigen. Mein ziemlich großer Rüde namens Dingo ist überaus verständig ohne Ausbildung, hat keinen typischen Hundegeruch, auch wenn das wetterfeste Fell, bestehend aus hartem Deckhaar mit reichlich Unterwolle, nass ist&#8230; Meine Erfahrung ist, dass im Welpenalter wenig zerstört wurde &#8211; vielleicht war für genug Spielzeug und ungefährliche rohe Fleischknochen zum Nagen gesorgt. Deutlich ist, dass diese Hunde vorwiegend optisch orientiert sind &#8211; auf Spaziergängen ist die Nase kaum am Boden; ständig wird der Horizont abgesucht, was aber trotz der Abstammung (u.a. Dingos und Akita) nicht zwangsläufig einen Hetzjäger erwarten lassen soll &#8211; Dingos Jagdttrieb ist vorhanden, doch eher gering &#8211; aber speziell in der Dunkelheit reagiert er sehr intensiv auf ihm fremde Personen, die er über erstaunlich große Entfernungen wahrnimmt, aber die Rehe auf der Wiese dann gleichzeitig kaum beachtet. Apportieren kann er gut &#8211; nur lässt sein Interesse nach einigen Durchgängen schnell nach&#8230; Dann will er andere Dinge tun, am liebsten gehen&#8230;20 -30 km sind beliebt, aber bei mir nicht jeden Tag abrufbar&#8230; die Hälfte muss meist reichen. Dann zieht er (darf er!) fast die ganze Zeit, um  trotzdem hinterher für Spiele (Zerren am Tau) aufgeschlossen zu sein&#8230; Auffällig ist noch die ausgeprägte Mimik &#8211; ein Dingoerbe.</p>
<p>Hier haben wir einen Allround-Hund, der sich gut anpasst, aber einen Garten haben sollte, den er bewachen kann. Bei Freunden hat sich seine Verwandtschaft als liebevoller Familienhund bewährt, und ich bin nun gespannt, wie sich die kleine Luna entwickeln wird&#8230;</p>

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		<title>Gemeinsame Sprache im Körper</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 12:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hypnose]]></category>
		<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Gürtelrose]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Körper und Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Psychneuroimmunologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>

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		<description><![CDATA[Psychoneuroimmunologie Die Psychoneuroimmunologie forscht an der Ganzheitlichkeit und Interaktion von Nerven-, Hormon- und Immunsystem. Warum erkrankt nicht jeder Mensch bei gleicher eindimensionaler Voraussetzung an Grippe oder als Träger des Varicellen-(Windpocken-Virus) an Gürtelrose? Warum aber sind depressive und gestresste Menschen besonders infektionsanfällig? Warum wird bei vielen Menschen im Vorfeld einer Krebserkrankung eine Depression sichtbar? Die Liste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Psychoneuroimmunologie</strong><br />
Die Psychoneuroimmunologie forscht an der Ganzheitlichkeit und Interaktion von Nerven-, Hormon- und Immunsystem.<br />
Warum erkrankt nicht jeder Mensch bei gleicher eindimensionaler Voraussetzung an Grippe oder als Träger des Varicellen-(Windpocken-Virus) an Gürtelrose? Warum aber sind depressive und gestresste Menschen besonders infektionsanfällig? Warum wird bei vielen Menschen im Vorfeld einer Krebserkrankung eine Depression sichtbar? Die Liste solcher Fragen ließe sich beliebig erweitern. Aus den vielen Hinweisen, dass nicht nur die Psyche die Entstehung und Entwicklung von Krankheiten beeinflussen kann, sondern dass sich die Systeme gegenseitig beeinflussen, hat sich dieser neue Forschungszweig entwickelt: die Psychoneuroimmunologie. <span id="more-980"></span>Sie versucht die gemeinsame Sprache des immunoneuroendokrinen Netzwerkes zu verstehen.<br />
Wir alle wissen, dass das Mittel der Wahl bei der Erkrankung durch neurotrope Viren (Gürtelrose, Warzen) das Besprechen ist – oder eine modernere Form der suggestiven Beeinflussung wie Hypnotherapie. Jetzt beginnt die medizinische Wissenschaft, längst gewusste Zusammenhänge in ihr System beweisend zu integrieren.<br />
Die Psychoneuroimmunologie ist also noch eine junge Disziplin in der psychosomatischen Forschung. Spätestens seit nachgewiesen wurde, dass Stress zur Freisetzung von Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) im Hypothalamus führt, das CRH seinerseits die Ausschüttung von Adrenocorticotropin (ACTH) im Hypophysenvorderlappen bedingt, das ACTH wiederum die Freisetzung von Cortisol aus der Nebennierenrinde stimuliert und dieses Cortisol einen suppressiven Effekt auf Immunzellen hat, musste die bis dahin postulierte Unabhängigkeit von Nerven-, Hormon- und Immunsystems als überholt erklärt werden.<br />
<strong> Der Tod und das Immunsystem</strong><br />
Später konnte man eine verminderte Teilungsfähigkeit von Lymphozyten bei Personen feststellen, deren Ehepartner etwa zwei Monate zuvor durch Krankheit oder Unfall verstorben waren. Weiter wurde in einer umfassenden Metaanalyse ein Zusammenhang zwischen Stress und verminderter Stimulierbarkeit von Immunzellen auf Wachstumsreize sowie eine stressbedingte Abnahme der Aktivität natürlicher Killerzellen nachgewiesen. Die Metaanalyse zeigte, dass akuter, weniger als eine halbe Stunde dauernder Stress das Immunsystem aktiviert, während chronischer, länger als einen Monat dauernder Stress immunsupprimierend wirkt. Nervöse Aktivitäten, die durch Psychosoziales ausgelöst werden, haben also einen Einfluss auf endokrinologische und immunologische Prozesse.<br />
Die ersten Forschungen begannen damit, dass Tierversuche zur Konditionierung des Immunsystems durchgeführt wurden und die Forscher feststellen mussten, dass viele ihrer Tiere aus unerklärlichen Gründen starben. Was hatten sie mit ihren Ratten gemacht? Sie hatten den Tieren längere Zeit Flüssigkeit vorenthalten und ihnen dann gleichzeitig mit einer Saccharin-Lösung auch Cyclophosphamid (das zu schweren Nebenwirkungen im Verdauungstrakt und zur Unterdrückung des Immunsystems führt) in den Bauchraum injiziert. Diese mehrmalige Reizkoppelung (ungefährliche Sacccharin-Lösung als konditionierter und immunsupprimierendes Cylcophosphamid als unkonditionierter Reiz) stellte sich als fatal heraus, denn als die Wissenschaftler nach einiger Zeit einer Gruppe von Tieren nur noch Saccharin gaben, reichte die Gabe der Süßstofflösung aus, um das Immunsystem zu unterdrücken. Diese Ergebnisse, die mehrfach repliziert werden konnten, waren sozusagen die Geburtsstunde der Psychoneuroimmunologie.<br />
Während die Psychosomatik lange Zeit postulierte, dass sich einzig und allein psychische Faktoren auf körperliche Prozesse auswirken, liefert die Psychoneuroimmunologie die Daten, dass es auch die somato-psychische Wirkrichtung gibt. Erste Hinweise lieferte die Erforschung des „sickness behavior“, der Konstellation an körperlichen und psychischen Symptomen, die sich allgemein bei der Erkrankung eines Individuums zeigt. So sind Menschen, die etwa an einer Infektionskrankheit leiden müde, sie schlafen mehr, sind schwach, essen und trinken weniger und meiden soziale Kontakte. Während diese Symptome noch vor wenigen Jahren als Ausdruck einer durch den Krankheitserreger oder durch die Auseinandersetzung mit dem Erreger hervorgerufene Schwächung des Körpers angesehen wurde, ist „sick behavior“ aus heutiger psychoneuroimmunologischer Sicht ein überlebensnotwendiges Verhalten, das zur Einhaltung einer krankheitsbedingten Homöostase eingesetzt wird. Der Kranke fiebert, um die Abwehr optimal zu mobilisieren, er schläft viel und isst wenig, um Energien einzusparen, und er meidet soziale Kontakte, um nicht mit weiteren Erregern in Kontakt zu kommen bzw. um die Erreger nicht an andere zu übertragen. Diese physiologischen und psychologischen Reaktionen werden laut des Psychoneuroimmunologen Robert Dantzer von Interleukinen vermittelt. Diese werden bei entzündlichen Prozessen freigesetzt und binden an Strukturen des Hypothalamus. Nach Dantzer könnte auch das subjektive Gefühl von Hilf- und Hoffnungslosigkeit, das sich häufig am Beginn oder bei Fortschreiten einer Krebserkrankung einstellt, sekundär durch Botenstoffe aus Immun- und/oder Tumorzellen hervorgerufen werden.</p>

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		<title>Vom Wert der Gefühle &#8211; ich fühle, also bin ich</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 04:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humanbiologie]]></category>
		<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnareale]]></category>
		<category><![CDATA[Stirnlappen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wert der Gefühle Lange Zeit galt der Verstand als höchste Errungenschaft des Menschen, Gefühle dagegen wurden als dumm und unzuverlässig abgetan. Mittlerweile wissen Hirnforscher, dass Emotionen ihre eigene Intelligenz haben – und überlebenswichtig sind. Gefühle haben in der abendländischen Kultur nicht den besten Ruf. Die Missachtung lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Wert der Gefühle </strong><br />
Lange Zeit galt der Verstand als höchste Errungenschaft des Menschen, Gefühle dagegen wurden als dumm und unzuverlässig abgetan. Mittlerweile wissen Hirnforscher, dass Emotionen ihre eigene Intelligenz haben – und überlebenswichtig sind. <span id="more-902"></span></p>
<p>Gefühle haben in der abendländischen Kultur nicht den besten Ruf. Die Missachtung lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Von Platon über Aristoteles bis hin zu den Aufklärern galt die Vernunft als überlegene Instanz – die Gefühle wurden dagegen als eher primitiv, dumm, tierisch, unzuverlässig und gefährlich abgetan. Aristoteles definierte den Menschen als animal rationale. Und das Universalgenie Gottfried Wilhelm Leibniz urteilte noch Jahrhunderte später, durch Gefühle würden wir &#8220;verdunkelt und unvollkommen&#8221;.</p>
<p>Diese Einschätzung der Gefühle hat in den vergangenen 20 Jahren einen radikalen Wandel erfahren. Neurologen kommen mittlerweile zu dem Schluss, dass Gefühle nicht etwa dumm und primitiv sind, sondern ihre eigene Form von Intelligenz besitzen.<br />
Gefühle machen uns auch nicht zu unvollkommenen Wesen, sondern umgekehrt – unvollkommen wären wir ohne sie. Kurz: Ohne Emotionen wäre der Mensch kein Mensch.<br />
Unsere Emotionen sind wie ein Kompass. Sie zeigen uns, in welche Richtung wir handeln sollen. Sie lassen uns spüren, was gut und was schlecht für uns ist, und lenken uns so durchs Leben.</p>
<p>Wenn man Menschen, die durch Unfälle oder Operationen beschädigte Stirnlappen des Großhirns vorweisen, Bilder von brennenden Häusern und ertrinkenden Menschen vorlegt, bleiben diese Personen vollkommen regungslos. Offenbar waren mit der Operation Hirnareale zerstört worden, die für die emotionale Wahrnehmung und Bewertung wichtig sind.<br />
Es hat zahlreiche Versuche gegeben, Gefühle in ein Schema von &#8220;Grundgefühlen&#8221; zu ordnen – einig sind sich die Forscher darüber aber bis heute nicht. Ein Pionier auf diesem Gebiet, der US-Psychologe Paul Ekman, geht von 15 &#8220;Basisemotionen&#8221; aus; zu ihnen gehörten unter anderem Angst, Verachtung, Ekel, Freude, Ärger, Zufriedenheit, Verlegenheit, Aufgeregtheit, Schuldgefühl, Erleichterung, Trauer, Scham.<br />
Diese Grundgefühle, sagt Ekman, seien uns angeboren. Alle Menschen hätten sie, wie er aus interkulturellen Vergleichen schließt. Und sie seien durch bestimmte Merkmale gekennzeichnet: einen typischen Gesichtsausdruck oder spezifischen Körperzustand.<br />
Der amerikanische Neurobiologe Jaak Panksepp dagegen nimmt das Gehirn als Basis für eine Einteilung der Emotionen. Sein Ansatz: Jedes Gefühl wird von unterschiedlichen, genetisch festgelegten Schaltkreisen des Gehirns gesteuert. Panksepp kommt so zu einem anderen Schema als Ekman und spricht von sechs &#8220;basalen emotionalen Systemen&#8221;: Wollust/Sexualität, Panik/Trennung, Fürsorge/Pflege, Streben/Erwartung, Wut/Ärger und Spiel/Freude.<br />
Obwohl sich die Forscher also über die Frage nach den &#8220;Grundgefühlen&#8221; streiten, sind sie sich in einem einig: <strong>Emotionen sichern unser Überleben.</strong><br />
Denn anders hätten unsere Ahnen in Afrikas Savanne wohl kaum überlebt. Das gilt besonders für so unangenehme Gefühle wie Angst, Ekel oder Schmerzen. Angst macht uns wachsam gegenüber Gefahren; Ekel mahnt zu Hygiene und warnt vor verdorbener, sprich: giftiger Nahrung; Schmerzen veranlassen uns, Verletzungen zu versorgen oder sie von vornherein zu vermeiden.<br />
Diese schützende, ja lebensrettende Funktion der Gefühle wird uns oft erst dann bewusst, wenn sie plötzlich nicht mehr vorhanden sind.<br />
So traf der Neurologe Damasio auf eine Patientin, die weder Furcht noch Ärger zu fühlen scheint. Aufgrund einer seltenen Erbkrankheit sind bei Barbara Miller die beiden Mandelkerne ihres Gehirns verkalkt. Die Mandelkerne sind sogenannte Kerngebiete tief im Inneren des Gehirns und Teil eines neuronalen &#8220;Angstnetzwerks&#8221;.<br />
Da die &#8220;Angstzentrale&#8221; im Kopf Barbara Millers nicht funktioniert, ist sie immer fröhlich und entgegenkommend. Auch von Fremden lässt sie sich bereitwillig umarmen und brennt förmlich darauf, mit jedem zu plaudern. Diese Offenheit ist für sie nicht immer von Vorteil – häufig wird sie von ihren Mitmenschen ausgenutzt.<br />
Die gesunde Portion Argwohn also, die uns davor bewahrt, jedem blind zu vertrauen, ist bei Miller verloren gegangen. Es ist der Preis ihrer Furchtlosigkeit.<br />
Viele Gefühle begleiten uns auf diese Weise durch den Alltag. Ekel zum Beispiel. Der US-Hirnforscher Ralph Adolfs hat die Fallgeschichte eines Patienten beschrieben, bei dem seit einer durch Herpes-Viren hervorgerufenen Hirnentzündung die Insula beschädigt und damit jedes Gefühl von Ekel wie ausgelöscht ist. John Taylor trinkt verdorbene Milch, die bereits aus Klumpen besteht, und findet sie &#8220;herrlich&#8221;. Ein Teil seines natürlichen Alarmsystems ist defekt. Die gefährliche Folge: Bei jedem Griff in den Kühlschrank riskiert der Mann eine Lebensmittelvergiftung.<br />
Dass Gefühle eine lebenswichtige Funktion erfüllen, daran besteht längst kein Zweifel mehr – doch wie, das ist nach wie vor rätselhaft. Um das Geheimnis zu lösen, versuchen Hirnforscher jene Schaltkreise im Kopf ausfindig zu machen, die unsere Gefühle steuern.<br />
Dabei ist eines schnell klar geworden: Es gibt kein Gefühlszentrum – vielmehr werden unsere Emotionen durch die Aktivität weit verzweigter Nervenzellen-Netze hervorgerufen. Besonders gut untersucht ist die Hirnanatomie der Angst.<br />
So entdeckte der US-Hirnforscher Joseph E. LeDoux, dass es zwei &#8220;Angstrouten&#8221; im Kopf gibt. Die eine Route ist schnell, aber ungenau. Sie führt über den Thalamus direkt zum Mandelkern und läuft weitgehend unbewusst ab. Sehen wir bei einem Waldspaziergang eine schlangenartige Struktur auf dem Weg vor uns, schrecken wir blitzschnell zurück. Was ist passiert?<br />
Die visuelle Information ist von den Augen über den Thalamus im Mandelkern gelandet. Der hat daraufhin die Ausschüttung von Stresshormonen wie etwa Adrenalin veranlasst, die wiederum die Kräfte des Körpers mobilisieren: Herzschlag und Atemfrequenz schießen in die Höhe, wir sind in Alarmbereitschaft.<br />
Gleichzeitig schickt der Thalamus über eine zweite Route die visuelle Information der Augen zur Sehrinde, die das Bild genauer und bewusst analysiert – was länger dauert. Kommt die Großhirnrinde zu dem Schluss, dass es sich tatsächlich um eine Schlange handelt, bestätigt sie es dem Mandelkern, und die Angstreaktion hält an, bis die Gefahr gebannt ist. Es kann aber auch sein, dass die Großhirnrinde feststellt, dass es sich bei der schlangenartigen Struktur um einen Stock handelt. Ist das der Fall, benachrichtigt sie den Mandelkern, den Alarm einzustellen – und wir beruhigen uns wieder.<br />
<strong> Wer von seiner Gefühlswelt abgeschnitten ist, ist vom Leben abgeschnitten</strong><br />
Mit anderen Worten: Wir erschrecken zwar manchmal ohne Grund. Aber für unser Überleben ist es vorteilhafter, hin und wieder eine Schlange zu viel zu sehen, als eine zu übersehen. Die zwei Angstrouten stellen sicher, dass wir schnell und präzise auf Gefahren reagieren.<br />
Das Schlangenbeispiel offenbart zugleich, was Emotionen sind und wie sie &#8220;funktionieren&#8221;. Gefühle sind eine Art Modus, sie versetzen unser Gehirn und den Rest des Körpers in einen Zustand, der, aus Sicht unserer Entwicklungsgeschichte, am besten dazu geeignet ist, mit der jeweiligen Situation fertig zu werden.<br />
So kann uns die Bedrohung durch eine Schlange auf Anhieb in einen &#8220;Angstmodus&#8221; versetzen: Die Aufmerksamkeit fokussiert sich schlagartig auf die Gefahrenquelle. Der Körper ist bereit zur Flucht – oder zum Kampf. Erst wenn wir außer Gefahr sind, kehren Körper und Geist in ihren &#8220;Normalzustand&#8221; zurück.<br />
Ein anderer Modus, den jeder kennt und der vom Normalzustand abweicht, ist die Liebe. In gewisser Weise gleicht sie hirnphysiologisch einem Negativ der Angst. So hat man Verliebte im Kernspintomografen untersucht und festgestellt: Wenn sie das Bild ihres Partners vor Augen haben, erlischt die Aktivität des Mandelkerns. Der Botenstoff Dopamin, den man unter anderem mit guten Gefühlen in Verbindung bringt, wird vermehrt ausgeschüttet. Insgesamt nimmt das Gehirn einen Aktivitätszustand an, der sich auch beobachten lässt, wenn jemand Kokain geschnupft hat.<br />
Auf diese Weise wird jedes Gefühl mit einer spezifischen Hirnaktivität und Hormonausschüttung kombiniert; dies aber läuft so komplex ab, dass es Forschern noch unmöglich ist, ein bestimmtes Gefühl ausschließlich einem bestimmten Hirnareal wie etwa dem Mandelkern zuzuordnen – oder gar einem einzigen Hormon wie dem Adrenalin. Hormone sind keine Solokünstler, sie arbeiten im Konzert, und das Gleiche trifft auf die diversen Hirnstrukturen zu.<br />
Der Mandelkern beispielsweise wird nicht nur bei Angst aktiviert, sondern auch bei vielen anderen Emotionen, etwa bei Aggression. Umgekehrt sind, wenn wir uns fürchten, zahlreiche weitere Hirnareale erregt.<br />
Es sind somit auch eher Ausnahmefälle, in denen sich systematische Zusammenhänge zwischen Hormonkonzentrationen, Gefühl und Verhalten feststellen lassen. Ein Beispiel dafür ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Je mehr davon im Blut zirkuliert, desto ausgeprägter sind sexuelle Lust und Aggressionsbereitschaft. Bei einer Studie an 4462 Veteranen der US-Streitkräfte etwa ergab sich, dass Männer mit einem erhöhten Testosteronspiegel mehr mit ihren Ehefrauen stritten, sie häufiger schlugen und öfter fremdgingen.<br />
Gefühlseigenschaften wie Aggressivität oder Fröhlichkeit gehören zum Kern unserer Persönlichkeit. Wir sind nicht nur, was wir denken, sondern ganz entscheidend auch, was und wie wir fühlen. Jeder von uns hat seinen eigenen &#8220;affektiven Stil&#8221;, wie es der US-Psychologe Richard Davidson nennt – und das spiegelt sich im Hirn wider.<br />
So verglich Davidson die Hirnstrombilder (Elektroenzephalogramme) von Menschen, die sich als Frohnaturen sehen, mit denen solcher Probanden, die sich eher als Miesepeter beschreiben. Es zeigte sich: Bei den positiv Gestimmten ist der linke Stirnlappen stärker aktiv als der rechte, bei den Nörglern dagegen weist der rechte Stirnlappen eine erhöhte Grunderregung auf. (Jede Hirnhälfte hat ihren Schwerpunkt. Eine bestimmte Funktion ist jedoch selten auf eine Hemisphäre beschränkt. Meist sind beide Hirnhälften aktiv, allerdings nicht im gleichen Ausmaß. Vielmehr ergänzen sie sich gegenseitig. So werden beim Hören von Musik Töne in beiden Hirnhälften gleichzeitig verarbeitet und zusammengeführt. Dabei wertet die linke Hemisphäre eher einzelne Tonelemente aus, die rechte befasst sich mehr mit der Melodie.)<br />
Gute Stimmung links, schlechte rechts – diesen Zusammenhang konnte Davidson bereits bei Babys beobachten: Kleinkinder, deren rechte Hirnhälfte dominanter war, weinten zum Beispiel mehr, wenn sie von ihren Müttern getrennt wurden. Es ist, als sei ein gewisser emotionaler Charakter schon in der Wiege angelegt.<br />
Der Mensch ist eben nicht nur ein animal rationale, sondern auch ein animal emotionale – wie das mysteriöse Cotard-Syndrom nahelegt.<br />
Menschen, die darunter leiden, sind davon überzeugt, sie seien tot. Sie wundern sich zuweilen, dass sie noch nicht begraben sind. Der Auslöser dieses Syndroms ist weitgehend ungeklärt, doch wird spekuliert, dass bei den Patienten die Sinneswahrnehmungen von der emotionalen Bewertung im Gehirn abgekoppelt sind.<br />
Die Folge: Nichts in der Welt, kein Ereignis, keine Berührung, keine Musik, hat für sie noch irgendeine emotionale Bedeutung. Diese Menschen erleben nichts mehr, sie registrieren nur noch.<br />
Psychiatern gelten die Überzeugungen der Cotard Patienten, sie seien tot, als Wahnvorstellung. Doch für die Betroffenen selbst ist der Wahn bittere Wirklichkeit: Wer von seiner Gefühlswelt abgeschnitten ist, so deren Erkenntnis, der ist vom Leben abgeschnitten.<br />
Im Umkehrschluss aber hieße das: Ich fühle, also bin ich.</p>

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		<title>Minamata ist überall – Quecksilber in Haifischflossensuppe</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 05:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Haifischflossensuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Methylquecksilber]]></category>
		<category><![CDATA[Minamata]]></category>
		<category><![CDATA[Organisches Quecksilber]]></category>
		<category><![CDATA[Quecksilbervergiftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Methylquecksilber Methylquecksilber ist eine metallorganische Verbindung von Quecksilber und einer Methylgruppe, also ein Alkylquecksilber. Es liegt als einfach positiv geladenes Ion vor (CH3Hg+) und kann also Salze bilden. Das Chlorid ist fettlöslich und hautgängig und kann so in den Körper gelangen. In Fischen liegt Methylquecksilber – durch die hohe Affinität zu Schwefel – als Cysteinkomplex vor. MeHg bildet sich in der Natur durch Biomethylierung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Methylquecksilber</strong></p>
<p>Methylquecksilber ist eine metallorganische Verbindung von Quecksilber und einer Methylgruppe, also ein Alkylquecksilber. Es liegt als einfach positiv geladenes Ion vor (CH3Hg+) und kann also Salze bilden. Das Chlorid ist fettlöslich und hautgängig und kann so in den Körper gelangen. In Fischen liegt Methylquecksilber – durch die hohe Affinität zu Schwefel – als Cysteinkomplex vor.<br />
MeHg bildet sich in der Natur durch Biomethylierung, wirkt extrem giftig und reichert sich in der Nahrungskette an. Der Ausscheidungsweg gestaltet sich problematisch.</p>
<p><strong>Die Vergiftung mit Methylquecksilber äußert sich beispielsweise in der Minamata-Krankheit.<span id="more-849"></span><br />
</strong></p>
<p>Die Minamata-Krankheit ist eine chronische Vergiftung durch organische Quecksilber-Verbindungen, die erstmals Mitte der 1950er Jahre an der japanischen Küste in der Umgebung der Stadt Minamata auftrat. Symptome sind zunächst nur Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, später Ataxie (Gehstörungen), Lähmungen, Psychosen, in schweren Fällen Koma; die Krankheit endete dann nicht selten tödlich.<br />
Minamata wurde dabei weltweit zum Begriff für Umweltschäden durch unkontrollierte Verklappung von Abfällen, als sich in dem Ort Mitte der 50er Jahre Schädigungen am zentralen Nervensystem von Menschen und Tieren zeigten, die sehr bald auf die Aufnahme von Quecksilberverbindungen aus Lebensmitteln und Trinkwasser zurückgeführt werden konnten. Der Chemiekonzern Chisso, der am Ort eine Acetaldehyd-Anlage unterhielt, stritt zunächst jeden Zusammenhang ab, obwohl er immerhin in eigenen Versuchsreihen bereits festgestellt hatte, dass das Abwasser aus der Acetaldehyd-Produktion genau die beobachteten Symptome an Tieren hervorrief&#8230; Die Quecksilberverbindungen werden übrigens als Katalysator zur Acetaldehyd-Herstellung verwendet.<br />
Erst nach einer staatlichen Untersuchung musste der Konzern gezwungenermaßen zugeben, dass die Einleitung von Methylquecksilberiodid ins Meerwasser zu einer dramatischen Anreicherung von Quecksilberverbindungen in den Meeresalgen und somit in den Fischen, dem Hauptlebensmittel der Einwohner des Küstenortes, geführt hatte. Nach heutigen Schätzungen wurden etwa 17.000 Menschen durch die Quecksilberverbindungen mehr oder weniger schwer geschädigt, jedoch wurden bis 2000 nur 2.265 Personen (&#8230;) offiziell als Opfer der Minamata-Krankheit anerkannt, etwa 3.000 dürften an der Vergiftung gestorben sein. Eine beinahe noch schwerwiegendere Katastrophe ereignete sich 1971 im Irak, wo Saatgut verzehrt wurde, das mit Quecksilberverbindungen gegen Schädlinge gebeizt worden war&#8230; Von diesem Unglücksfall waren ebenfalls Tausende von Menschen betroffen.<br />
Methylquecksilber ist mehr als hundert Mal so giftig wie eine gleich große Menge dieses Elementes in anorganischer Bindungsform. Dieses (MeHg) ist die im Fisch am häufigsten vorkommende Form von Quecksilber. Zugleich ist es die am stärksten toxische Quecksilberform, die vom Menschen über die Nahrung aufgenommen wird. Methylquecksilber entsteht hauptsächlich auf mikrobiellem Weg durch Biosynthese aus dem im Meer vorkommenden anorganischen Quecksilber.<br />
Aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit werden organische Quecksilberverbindungen aus dem Magen-Darm-Trakt zu über 90 Prozent resorbiert. Auch über die Haut und die Lunge werden sie gut aufgenommen. Organisches Quecksilber verteilt sich gleichmäßig im Körper, es kann die Blut-Hirn-Schranke und die Plazentabarriere passieren.</p>
<p><strong>Diese organischen Quecksilberverbindungen wirken hauptsächlich auf das Nervensystem. Während der Schwangerschaft aufgenommenes organisches Quecksilber beeinträchtigt die Kindesentwicklung.</strong></p>
<p>Bislang ist Methylquecksilber nur sehr aufwendig nachzuweisen, jedoch ist unter anderem durch ein neues (2005) Verfahren von Professor Heumann von der Universität Mainz der Gehalt in Fleisch und Fisch schnell, preisgünstig und zudem sehr sicher zu bestimmen. Der Verdacht, Haifleisch enthalte besonders viel dieses Giftes, konnte bestätigt werden:</p>
<p><strong>Dabei wurden in extrem belasteten Haifischen so hohe Methylquecksilbergehalte gefunden, dass durch den Verzehr von nur fünf Gramm dieser Fische bereits die maximal tolerierbare Tageshöchstdosis für den Menschen erreicht wird&#8230;</strong><br />
Der Kotau vor fremden Gebräuchen und Nahrungsgewohnheiten sollte Grenzen haben. Wir müssen darüber nachdenken, ob die in asiatischen Restaurants gern offerierte Haifischflossensuppe Teil unserer Bestellung sein sollte, nicht nur, um eine Kontaminierung zu vermeiden, sondern auch, um krude Fangmethoden und dikussionswürdigen Umgang mit den Fischen zu minimieren.<br />
So wird häufig nicht der ganze Fisch genutzt, sondern es werden dies nur die Flossen – der oft noch lebende Hai wird, nachdem ihm die begehrten Flossen abgetrennt wurden, achtlos wieder ins Wasser geworfen&#8230;<br />
Wir mögen es als Rache der Kreatur werten, wenn die Hochzeitssuppe der Chinesen, deren Basis eben jene Haifischflossen sind, Grundlage für eine nachhaltige Vergiftung eines bereits entstehenden Feten sein mag&#8230;</p>

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		<title>Arztbesuche</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 18:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt und Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsdauer]]></category>
		<category><![CDATA[Patientengespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutsche gehen immer öfter zum Arzt Die Deutschen gehen immer häufiger zum Arzt, werden aber oft in wenigen Minuten abgefertigt. Im Schnitt suchte jeder gesetzlich Versicherte 18,1 Mal im Jahr einen niedergelassenen Arzt auf, wie aus einem Arztreport der Barmer hervorgeht. «Natürlich betrachten wir die Arztrennerei als problematisch», sagte der Barmer GEK-Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker. Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche gehen immer öfter zum Arzt</strong></p>
<p>Die Deutschen gehen immer häufiger zum Arzt, werden aber oft in wenigen Minuten abgefertigt. Im Schnitt suchte jeder gesetzlich Versicherte 18,1 Mal im Jahr einen niedergelassenen Arzt auf, wie aus einem Arztreport der Barmer hervorgeht.<span id="more-526"></span></p>
<p>«Natürlich betrachten wir die Arztrennerei als problematisch», sagte der Barmer GEK-Vizechef Rolf-Ulrich Schlenker. Deutschland nehme international eine Spitzenposition ein. Angesichts der hohen Zahl blieben jeweils nur acht Minuten Beratungs- und Behandlungszeit. Jeder der knapp 150 000 niedergelassenen Ärzte hatte im Schnitt 45 Patienten pro Werktag im Sprechzimmer.<!--more--></p>
<p>«Die Patienten hätten lieber längere Kontaktzeiten», sagte der Sozialmediziner Friedrich-Wilhelm Schwartz, dessen hannoversches Forschungsinstitut ISEG den Bericht erstellte. Viele Arztbesuche seien nicht auf einen schlechten Gesundheitszustand zurückzuführen. So gingen in Bayern die Menschen bundesweit am häufigsten zum Arzt. Dort sei die Lebenserwartung aber besonders hoch, sagte Schwartz.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Zunahme bei Depressionen</strong></p>
<p>Bei rund der Hälfte der Bevölkerung diagnostizierten Ärzte Muskel- Skelett-Leiden sowie Atemwegserkrankungen. Eine deutliche Zunahme um neun Prozent gab es bei diagnostizierten Depressionen.</p>
<p>In anderen Ländern gehen die Menschen weit seltener zum Arzt, werden aber viel eingehender behandelt, wie Schwartz erläuterte. In Schweden sei es knapp dreimal im Jahr, in Belgien, Dänemark, Frankreich, Österreich und Polen rund siebenmal. Allerdings seien die Zahlen aus statistischen Gründen nur eingeschränkt vergleichbar.</p>
<p>Schlenker wertete die häufigen Arztbesuche auch teils positiv: «Wir haben eine gute ambulante ärztliche Versorgung in Deutschland.» Dennoch sollten die Arztbesuche stärker gesteuert werden. Da die Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal ihre anfängliche Lenkungswirkung verloren habe, bewertete Schlenker es als positiv, dass die Koalition die Gebühr auf den Prüfstand stelle. Allerdings müsse im Fall einer Streichung der Ertrag von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr anders hereinkommen.</p>
<p>Schlenker sprach sich dafür aus, dass mehr Versicherte künftig öfter immer zuerst zu ihrem Hausarzt gehen und die Allgemeinmediziner die Arztbesuche insgesamt stärker steuern. Zugleich forderte er aber eine Abschaffung der gesetzlichen Pflicht der Kassen zum Abschluss von entsprechenden Hausarztverträgen mit dem Hausärzteverband. «Wir wollen es freiwillig machen.»Die Zahlen, auf denen der Report beruht, sind repräsentative Hochrechnungen der Daten von 1,7 Millionen Versicherten der Kasse GEK, die zum Jahresbeginn mit der Barmer fusionierte. Bei der Zahl der Arztbesuche waren die Forscher wegen einer Änderung der Abrechnungspraxis auf Schätzungen angewiesen.</p>

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		<title>Arzt und Patient</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 19:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt als Partner]]></category>
		<category><![CDATA[Behandlungsart]]></category>
		<category><![CDATA[Information Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Verhältnis Arzt Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen zum Arzt]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten haben durch das Internet die Möglichkeit, sich immer schneller über Krankheiten zu informieren. Allerdings finden sich in der ungefilterten Datenflut viele unseriöse Informationen. Forscher raten deshalb Ärzten, von sich aus glaubwürdige Quellen zu empfehlen. &#8220;Shared decision making&#8221;, das seit wenigen Jahren als &#8220;partizipative Entscheidungsfindung&#8221; auch in Deutschland im Gespräch ist, baut auf den Dialog: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patienten haben durch das Internet die Möglichkeit, sich immer schneller über Krankheiten zu informieren. Allerdings finden sich in der ungefilterten Datenflut viele unseriöse Informationen. Forscher raten deshalb Ärzten, von sich aus glaubwürdige Quellen zu empfehlen.<br />
&#8220;Shared decision making&#8221;, das seit wenigen Jahren als &#8220;partizipative Entscheidungsfindung&#8221; auch in Deutschland im Gespräch ist, baut auf den Dialog: &#8220;Arzt und Patient handeln nach Möglichkeit auf Augenhöhe aus, wie die Krankheit behandelt wird&#8221;, beschreibt Dr. med. Horst Christian Vollmar vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI den Ansatz. In einem partnerschaftlichen Gespräch statt durch einseitige Anweisung und Befolgung wägen Arzt und Patient gemeinsam ab, welche Behandlung die passende ist. Durch das Gefühl, verstanden und ernst genommen zu werden, erhöht sich die Bereitschaft des Patienten, den Behandlungsempfehlungen zu folgen. Zwar sei der Arzt im Notfall und bei akuten Erkrankungen immer noch der Experte, aber da der Patient seine Krankheit am besten empfinde, gelte: &#8220;Der Patient ist Spezialist seiner Erkrankung.&#8221;&#8230;<span id="more-283"></span></p>
<p>Heutzutage fragen Patienten häufiger nach. &#8220;Besonders durch die neuen Medien sind Patienten in der Regel viel informierter als früher&#8221;, stellt Vollmar fest. Dies hänge vor allem mit der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien zusammen. Einige Patienten &#8220;kommen mit einem Internet-Ausdruck in die Praxis&#8221; &#8211; sie suchen im Netz nach Informationen und beziehen diese zusätzlich zur Auskunft des Arztes in ihre Entscheidung über die Behandlung mit ein.<br />
Um die Informationen richtig einzuordnen, ist es wichtig, einige Beurteilungskriterien zu berücksichtigen, anhand derer sich die Qualität der Patienteninformationen identifizieren lässt. Wichtige Qualitätsmerkmale sind Quellenangaben und Kontaktdaten, die Nennung des Autors und dass neben den Vorteilen einer bestimmten Behandlungsmethode auch die Risiken dargestellt werden. Außerdem sollten Patienten darauf achten, wann die Internetseite erstellt und ob sie aktualisiert wurde. Ein weiteres Qualitätskriterium ist, wer die Seite finanziert und die beschriebenen Behandlungsmethoden anbietet &#8211; pharmazeutische Unternehmen, medizinische Anbieter wie Ärzte und Kliniken, Medien, unabhängige Institutionen und Selbsthilfegruppen haben unterschiedliche Interessen.</p>
<p>In diesem Informationsdschungel &#8220;ist es von Vorteil, wenn der Arzt dem Patienten verlässlichen Internetseiten empfehlen kann&#8221;, so Vollmar. Die Angabe hochwertiger medizinischer Web-Adressen könne das Vertrauen zwischen Arzt und Patient steigern. Und da viele Patienten nicht darüber reden würden, was sie im Internet gelesen haben, sollten Ärzte das Thema &#8220;besser proaktiv ansprechen statt nur zu reagieren&#8221;.</p>
<p>Ganz neu ist das Problem der Selbstversorgung mit zum Teil unseriösen Gesundheitsinformationen nicht: &#8220;Patienten, die meinen, alles über ihre Erkrankung wissen, gab es schon vor dem Internet&#8221;, betont Vollmar &#8211; auch bei Auskünften aus Fernsehen, Radio und Zeitschriften &#8220;war es schon immer schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen&#8221;. Durch das Internet gibt es aber ein Vielfaches mehr an &#8220;Informationen&#8221;. Gibt man beispielsweise bei Suchmaschinen bestimmte Krankheitsnamen ein, landen neben seriösen Auskünften auch obskure Seiten unter den ersten Treffern &#8211; nicht jeder Patient erkennt solche Hintergründe, und so mancher will dann exakt diese seltsame Behandlung. &#8220;Da kann man nur versuchen, das vernünftig im Dialog zu klären&#8221;, rät Vollmar.<br />
<strong><br />
</strong></p>

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		<title>Therapie ist Partnerschaft</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/nicht-kategorisiert/therapie-ist-partnerschaft.html</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 13:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Achtung]]></category>
		<category><![CDATA[gegenseitige Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit Arzt-Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie als Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>

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		<description><![CDATA[Therapie ist Partnerschaft – eine Begegnung von Menschen… Therapie ist nie Einbahnstraße – der Patient nie Empfänger, wie der Therapeut nie nur der Sender. Beiderseitige Empfänglichkeit basiert auf einem Gefühl von Einheit – Höhen und Tiefen gilt es gemeinsam zu durchlaufen. Kommunizieren kann nur, wer versteht. Verstehen verlangt Zuhören und Achtung. Achtung heißt, auch andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Therapie ist Partnerschaft – eine Begegnung von Menschen…</strong></p>
<p>Therapie ist nie Einbahnstraße – der Patient nie Empfänger, wie der Therapeut nie nur der Sender.<br />
Beiderseitige Empfänglichkeit basiert auf einem Gefühl von Einheit – Höhen und Tiefen gilt es gemeinsam zu durchlaufen.<br />
Kommunizieren kann nur, wer versteht.<br />
Verstehen verlangt Zuhören und Achtung.<br />
Achtung heißt, auch andere Meinungen und fremde Gefühle zu akzeptieren.</p>
<p><strong>Der Therapeut</strong><br />
Er ist bereit, den Klienten als Partner zu sehen.<br />
Und gibt Informationen in verständlicher Form,<br />
findet heraus, welche Ideen, Ängste und Erwartungen der Klient hat,<br />
begleitet und akzeptiert den Prozess des Klienten, auch und gerade dessen Entscheidungen.</p>
<p><strong>Der Klient</strong><br />
Ist bereit, am Prozess aktiv teilzunehmen,<br />
stellt Fragen und wägt Informationen ab,<br />
gibt Auskunft über seine Person,<br />
seine Lebensumstände, Hoffnungen, Befürchtungen.<br />
Er übernimmt Mitverantwortung für die Therapie.</p>

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