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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Naturwissenschaften</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Welcher Hund soll es sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 20:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer seine Familie auf diese Weise erweitern möchte, stellt sich eben diese Frage. Wie er sie beantwortet, entscheidet für Mensch wie Hund über Glück oder Unglück&#8230; Ein Mensch, der unbewusst einen Schutzhund wie einen Malinois haben möchte, der in dem von ihm gewünschten Sinne permanent arbeiten soll und „beißen muss wie ein Beknackter“ (Originalton eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer seine Familie auf diese Weise erweitern möchte, stellt sich eben diese Frage. Wie er sie beantwortet, entscheidet für Mensch wie Hund über Glück oder Unglück&#8230;</p>
<p><span id="more-1164"></span></p>
<p>Ein Mensch, der unbewusst einen Schutzhund wie einen Malinois haben möchte, der in dem von ihm gewünschten Sinne permanent arbeiten soll und „beißen muss wie ein Beknackter“ (Originalton eines Schäferhundlers), wird mit einem dem Menschen gegenüber friedlichen Schlittenhund unglücklich werden – und wer einen eigenständigen, ursprünglichen Hund benötigt, sollte von einer Rasse absehen, deren Vertreter ihn mit seinem „will to please“ permanent belagert&#8230; Die Hütehunde, die sehr in Mode zu kommen scheinen,  benötigen zwingend eine Aufgabe&#8230; ihre außerordentliche Aktivität kann die Beschaulichkeit wie auch Wohnungseinrichtungen gefährden&#8230;</p>
<p>Unser Freund Hund ist mit einem sehr plastischen Erbgut versehen – das zeigt die Mannigfaltigkeit der Rassen wie auch in der Natur die Anpassungsfähigkeit der Gattung Canis. Wölfe wie auch Coyoten passen sich im Verlauf weniger Generationen durch Größenveränderung und Verhalten an andere Beutetiere und neue biologische Nischen an – da spielen epigenetische Vorgänge sicher mit hinein, die dann in Folge das Erbgut umprägen&#8230;</p>
<p>Unsere Rassehunde sind meist vom Menschen durch Auslese geschaffene Spezialisten – angepasst an Arbeiten, unwirtliche Umweltbedingungen und Jagdmethoden ihres Herren – und sollten dem entsprechend genutzt werden&#8230; ein Kangal oder eine Deutsche Dogge auf dem Balkon zeigen eine Fehlentscheidung an, und wenn der Labbi nicht baden darf, ist er auch nicht glücklich&#8230;</p>
<p>Nach etlichen Schlittenhunden, die ein teils biblisches Alter bei mir erreichen durften, habe ich mich für Hunde entschieden, die aus verschiedenen ursprünglichen Rassen über einen Zeitraum von fast 40 Jahren von Werner Zeunert in Jena gezüchtet, inzwischen vom Phänotyp her recht gleich sind (bis auf die Farben, da ist alles möglich von weißem bis schwarzem Fell, cremefarbenem, falbem, braunem Fell und Grautönen&#8230;), mittelgroß und in Masse und Kraft wie ein Malinois, aber mit sichelförmig getragener Rute wie beim Dingo mit steifer Behaarung, im Charakter wie ein Kanaan-Hund&#8230;eine Rasse, die ich übrigens sehr gut finde, die aber in Europa eine zu geringe Zuchtgrundlage hat. So sind diese Hunde äußerst wachsam, ohne überflüssig zu bellen, ruhig im Wesen und im Notfall auch verteidigungsbereit, recht eindeutig territorial und misstrauisch Fremden gegenüber, was schon die Welpen zeigen. Mein ziemlich großer Rüde namens Dingo ist überaus verständig ohne Ausbildung, hat keinen typischen Hundegeruch, auch wenn das wetterfeste Fell, bestehend aus hartem Deckhaar mit reichlich Unterwolle, nass ist&#8230; Meine Erfahrung ist, dass im Welpenalter wenig zerstört wurde &#8211; vielleicht war für genug Spielzeug und ungefährliche rohe Fleischknochen zum Nagen gesorgt. Deutlich ist, dass diese Hunde vorwiegend optisch orientiert sind &#8211; auf Spaziergängen ist die Nase kaum am Boden; ständig wird der Horizont abgesucht, was aber trotz der Abstammung (u.a. Dingos und Akita) nicht zwangsläufig einen Hetzjäger erwarten lassen soll &#8211; Dingos Jagdttrieb ist vorhanden, doch eher gering &#8211; aber speziell in der Dunkelheit reagiert er sehr intensiv auf ihm fremde Personen, die er über erstaunlich große Entfernungen wahrnimmt, aber die Rehe auf der Wiese dann gleichzeitig kaum beachtet. Apportieren kann er gut &#8211; nur lässt sein Interesse nach einigen Durchgängen schnell nach&#8230; Dann will er andere Dinge tun, am liebsten gehen&#8230;20 -30 km sind beliebt, aber bei mir nicht jeden Tag abrufbar&#8230; die Hälfte muss meist reichen. Dann zieht er (darf er!) fast die ganze Zeit, um  trotzdem hinterher für Spiele (Zerren am Tau) aufgeschlossen zu sein&#8230; Auffällig ist noch die ausgeprägte Mimik &#8211; ein Dingoerbe.</p>
<p>Hier haben wir einen Allround-Hund, der sich gut anpasst, aber einen Garten haben sollte, den er bewachen kann. Bei Freunden hat sich seine Verwandtschaft als liebevoller Familienhund bewährt, und ich bin nun gespannt, wie sich die kleine Luna entwickeln wird&#8230;</p>

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		<title>Das stärkere Geschlecht</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 09:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humanbiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Bluterkrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechtschromosomen]]></category>
		<category><![CDATA[Heterosomen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wirklich starke Geschlecht&#8230; Körperkraft ist nicht Alles. Durch seinen Hormonstatus ist der Mann hier gegenüber der Frau eindeutig im Vorteil; doch sind auch andere Aspekte betrachtenswert. Wie wir alle wissen, ist nämlich die durchschnittliche Lebenserwartung der Frau beispielsweise ein beträchtliches Stück höher als die des Mannes. Hat das biologische Gründe, unabhängig davon, dass dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wirklich starke Geschlecht&#8230;<br />
Körperkraft ist nicht Alles. Durch seinen Hormonstatus ist der Mann hier gegenüber der Frau eindeutig im Vorteil; doch sind auch andere Aspekte betrachtenswert. Wie wir alle wissen, ist nämlich die durchschnittliche Lebenserwartung der Frau beispielsweise ein beträchtliches Stück höher als die des Mannes.<br />
Hat das biologische Gründe, unabhängig davon, dass dem Mann ein größerer Verschleiß durch ihn speziell belastende Fährnisse des Lebens zugeordnet wird?<span id="more-1081"></span><br />
Wie wir ja noch aus unsere Schulzeit wissen, hat der Mensch im Zellkern bestimmte Strukturen, die Chromosomen, so genannt, weil sie sich als anfärbbar erwiesen haben. Es sind Strukturen, die Gene und damit Erbinformationen enthalten. Sie bestehen aus DNA, die in Proteinen verpackt ist. Diese Mischung aus DNA und Proteinen wird auch als Chromatin bezeichnet.<br />
Der Mensch hat in einer normalen Körperzelle 46 Chromosomen – das sind 44 sogenannte Autosomen und 2 Heterosomen. Letztere sind die Geschlechtschromosomen. Diese entscheiden darüber, ob wir Mann oder Frau sind; die Formel für die Frau ist XX, für den Mann XY. Das bedeutet, dass der Mann zwei ungleiche (man bezeichnet die Chromosomenformel als hemizygot), die Frau zwei gleiche Chromosomen besitzt.<br />
Das bleibt nicht ohne Folgen, denn das kleine Y-Chromosom trägt wesentlich weniger Erbanlagen als das viel größere X-Chromosom&#8230; Im hemizygoten Geschlecht liegen also etliche Gene nur auf einem Chromosom vor. Bei einem Gendefekt kann dieser daher nicht durch ein intaktes Gen auf einem homologen, also entsprechenden X-Chromosom aufgefangen werden. Daher gibt es beim Menschen eine Reihe von Erbkrankheiten, die praktisch nur bei Männern auftreten. Die bekanntesten Beispiele sind eine Form der Bluterkrankheit, die Duchenne’sche Muskeldystrophie und die Rot-Grün-Blindheit.<br />
Zum Y-Chromosom existiert im diploiden Chromosomensatz kein vollkommen homologes Chromosom. Es hat nur ein Drittel der Größe des X-Chromosoms und kann nur auf 5 Prozent seiner Länge mit dem X-Chromosom rekombinieren, obwohl es noch zahlreiche Gene des allgemeinen Stoffwechsels aufweist, die auch auf dem X-Chromosom zu finden sind. Viele Gene des Y-Chromosoms haben aber kein Gegenstück auf dem X-Chromosom. Es sind vor allem Gene der Spermienproduktion und der Hodenentwicklung. Dort kommt es auch zur Bildung von Testosteron, welches sekundäre männliche Geschlechtsmerkmale verstärkt.<br />
Die heute gängigste Theorie zur Entstehung des Y-Chromosoms besagt, dass die beiden Gonosomen X und Y das Ergebnis von Mutationen in einem gemeinsamen Vorläuferchromosom (das jeweils analog den Autosomen diploid, also in doppelter Ausführung vorlag) sind. Dieses enthielt die Gene, die zur Ausbildung beider Geschlechter notwendig sind; für die Differenzierung zum männlichen bzw. weiblichen Geschlecht waren exogene, also äußere Einflüsse wie etwa die Temperatur oder die Ernährung verantwortlich. So gibt es Lebewesen, die in ihrer Jugend männlich sind, im Verlauf des Wachstums dann sich zum weiblichen Geschlecht umgestalten. Oder andere, die während des Lebens ihr Geschlecht wechseln können&#8230; je nach Bedingungen hin und her! Der entscheidende Schritt seien Mutationen gewesen, die einem dieser Chromosomen Gene einbrachten, die eindeutig für die Entwicklung hin zum männlichen Geschlecht verantwortlich gemacht werden können. Gleichzeitig müssen diese Mutationen dazu geführt haben, dass sich die beiden Geschlechtschromosomen in ihrer Sequenz, also in ihrer Struktur so stark unterschieden, dass eine Rekombination zwischen ihnen ausgeschlossen wurde, so dass das neue Männlichkeitsgen nicht auf das unmutierte Geschlechtschromosom verschoben werden konnte. Diese „große“ Mutation soll eine Inversion (Chromosomenbruch und neues Verwachsen „ verkehrt herum“) auf dem langen Arm des heutigen Y-Chromosoms gewesen sein. Es entstand das SRY-Gen (sex determinating region on Y chromosome), das für den testis determinating factor (TDF) codiert; durch die Inversion wurde die Paarung mit dem vormals homologen Bereich auf dem nicht-mutierten Chromosom verhindert.<br />
Das Geschlecht eines Individuums auf diese Weise zufällig zu bestimmen, hat den Vorteil der relativen Ausgeglichenheit der Geschlechterverteilung, während zuvor Populationen mit einem stark verschobenen Geschlechterverhältnis möglich waren.<br />
Im weiteren Verlauf habe das Y-Chromosom immer wieder Gene verloren, die nicht mit der Entwicklung des männlichen Geschlechts assoziiert waren, während sich andererseits Gene, die z.B. Bedeutung für die Fruchtbarkeit der Männchen hatten, mehr und mehr auf dem Y-Chromosom versammelten. Allerdings existieren nach wie vor auf X und Y homologe Gene, welche letztlich auch die Basis der gesamten Theorie des gemeinsamen Vorläuferchromosoms sind.<br />
Mit dem Verlust autosomaler Gene allein auf dem Y-Chromosom ging allerdings einher, dass zwischen männlichen und weiblichen Mitgliedern einer Spezies beträchtliche Unterschiede in der Aktivität jener Gene entstanden, die nun nur noch auf dem X-Chromosom vorlagen (Frauen haben die doppelte Gen-Dosis und somit theoretisch die doppelte Genaktivität!). Da aber jede Frau eines dieser X-Chromosomen auch wieder an einen Sohn weitergeben können muss, musste eine Lösung des Dosisproblems gefunden werden, die für beide Geschlechter gleichermaßen funktioniert:<br />
Zum einen finden sich in den heutigen Säugetieren viele Gene des ehemaligen gemeinsamen Vorläuferchromosoms auf Autosomen &#8211; so besitzen männliche und weibliche Individuen jeweils die gleiche (diploide) Gendosis. Zum anderen wird in jeder weiblichen Zelle eins der beiden X-Chromosomen inaktiviert (siehe Barr-Körperchen). Allerdings betrifft diese Deaktivierung offenbar nicht alle Gene auf dem betreffenden X-Chromosom, so dass Frauen zum Teil doch eine höhere Genaktivität aufweisen, was gern auch populärwissenschaftlich zur Erklärung einiger geschlechtsspezifischer Unterschiede (wie der höheren Sprachbegabung und dem ausgeprägteren Sozialverhalten von Frauen im Vergleich zu Männern) herangezogen wird.<br />
Schließlich hat die Evolution vom gemeinsamen Vorläuferchromosom hin zum X-Y-System nicht nur Vorteile für die männlichen Individuen einer Spezies. Denn X-chromosomal-rezessive Gendefekte, die bei Frauen meist durch die zufällige Inaktivierung eines X-Chromosoms wenig ins Gewicht fallen, können beim männlichen Genotyp nicht kompensiert werden. Ein Beispiel: Eine Mutation auf dem X-Chromosom führt zur Rot-Grün-Blindheit. Frauen besitzen durch die zufällige Inaktivierung eines X-Chromosoms also rot-grün-empfindliche und -unempfliche Rezeptorzellen in der Netzhaut. Söhne dieser Frauen (Konduktorinnen) haben eine 50%ige Chance, das defekte X-Chromosom der Mutter zu erben und können diesen Defekt dann auch nicht kompensieren. So treten heterozygote Mütter bei X-chromosomal rezessiv vererbten Erkrankungen immer als klinisch nicht oder nur milde betroffene Überträger auf.<br />
Nun ist es möglich, dass hier ein Grund für die längere Lebensdauer der Frauen liegt – sie haben mehr zuzusetzen, nämlich durch ein Mehr an genetischem Material.</p>

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		<title>Hunde sind schlau und lügen&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 08:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde lügen]]></category>
		<category><![CDATA[Hundeintelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kynologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie können bis zu 250 Wörter lernen, rechnen und betrügen: Die Intelligenz von Hunden ist bislang unterschätzt worden, glaubt ein führender Experte. Die Vierbeiner besitzen demnach in etwa die geistigen Fähigkeiten eines zweieinhalbjährigen Kindes &#8211; und hätten ein einfaches Ich-Bewusstsein. Hunde sind dem Menschen in ihrer geistigen Struktur ähnlicher als gedacht. Sie können zählen, betrügen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie können bis zu 250 Wörter lernen, rechnen und betrügen: Die Intelligenz von Hunden ist bislang unterschätzt worden, glaubt ein führender Experte. Die Vierbeiner besitzen demnach in etwa die geistigen Fähigkeiten eines zweieinhalbjährigen Kindes &#8211; und hätten ein einfaches Ich-Bewusstsein.<br />
Hunde sind dem Menschen in ihrer geistigen Struktur ähnlicher als gedacht. Sie können zählen, betrügen und bis zu 250 Wörter unterscheiden.<span id="more-906"></span> Die Vierbeiner stünden somit ungefähr auf der Stufe eines zweieinhalbjährigen Kindes, sagte der Psychologe Stanley Coren von der University of British Columbia in Vancouver auf der Jahrestagung der American Psychological Association in Toronto. Das sei das Ergebnis einer Auswertung zahlreicher Studie zum Thema.<br />
<strong> Wurde die Intelligenz der Vierbeiner bisher unterschätzt?</strong><br />
Das Denkvermögen der Hunde übertreffe bei Weitem das, was den Tieren bisher zugetraut wurde, erklärte Coren, der mehrere Bücher über die Intelligenz von Hunden verfasst hat. Nicht nur Zählen, sondern auch rudimentäres Verstehen von Sprache und eine Vorstellung von anderen Individuen gehörten zu ihrem Repertoire. Hunde könnten außerdem Strategien entwickeln, um ihre Artgenossen und Menschen zu täuschen, damit sie schneller zu einer Belohnung gelangen. Diese Fähigkeit wurde bisher mit dem Verstehen von Sprache in Verbindung gebracht &#8211; was bislang nur Menschen und Menschenaffen zugeschrieben wurde.<br />
In Experimenten, bei denen die Tiere so schnell wie möglich zu einer Belohnung gelangen sollten, zeigten Hunde Verhaltensweisen, die eindeutig auf Planungsfähigkeit schließen lassen, so Coren. Hunde könnten einschätzen, was ein anderes Individuum &#8211; ob Hund oder Mensch &#8211; als nächstes tut, und sich dementsprechend verhalten.</p>
<p>Hierzu eine Beobachtung an meiner Huskyhündin Rana. Ich saß abends im Garten und meine Hunde lagen zunächst ruhig neben mir; der alte Rüde Erkki lag auf dem Rasen und bewachte ein großes Stück Knorpel. Rana fing an, sich für den Schatz zu interessieren – Erkki knurrte sie ärgerlich weg und sie zog daraufhin kläffend Kreise um ihn, doch er ließ sich sich von dem interessanten Futter nicht abbringen. Zu bemerken ist, dass er eine Mischung aus Malamut und Sibirian Husky war und einen unbändigen Jagdtrieb besaß. Das war auch Rana wohlbekannt.<br />
Und plötzlich verharrte sie&#8230;, schaute dann in einen Baum, fixierte einen Punkt (ich gewahrte dort nichts, aber auch gar nichts&#8230;), stellte sich tänzelnd mit aufgeregtem Jagdgebell auf die Hinterbeine, weiter in den Baum starrend&#8230; Der Rüde wurde aufmerksam, und als er den Futterbrocken losließ, war die Hündin schon augenblicklich gestartet und ergriff blitzschnell den begehrten Leckerbissen&#8230; und rannte mit ihrer Beute davon&#8230; ihm blieb nur noch übrig, böse hinter ihr her zu bellen&#8230;</p>
<p>Die mathematischen Fähigkeiten der Hunde gingen so weit, dass sie bis fünf zählen können und über ein arithmetisches Grundverständnis verfügen. Der beste Freund des Menschen könne also selbst einfache Rechenoperationen wie eins plus zwei lösen, sagte Coren.<br />
Die Intelligenz von Hunden setze sich aus drei Teilen zusammen: Instinkt (angeborenes Verhalten), adaptive Intelligenz (wie gut der Hund von seiner Umwelt lerne, um Probleme zu lösen) und Gehorsam (eine Art schulischen Lernens).<br />
Nicht alle Hunde jedoch seien gleich intelligent, so Coren. Ein durchschnittlicher Hund könne etwa 150 Wörter unterscheiden, während es die schlauesten auf bis zu 250 Wörter brächten. Laut Coren seien immerhin 20 Prozent der Tiere solche Superhunde. Die intelligenteste Hunderasse scheinen Border Collies zu sein, gefolgt von Pudeln, Deutschen Schäferhunden und Golden Retrievern. Etwas abgeschlagen liegen Dobermänner und Labrador Retriever dahinter.<br />
Was Hundehalter nicht überrasche, nehme die Fachwelt erst allmählich zur Kenntnis, so Coren: Die Tiere scheinen über eine einfache Art Ich-Bewusstsein zu verfügen. Sie können andere Individuen täuschen, was voraussetze, dass sie den Unterschied zwischen sich und der Umwelt wahrnehmen.</p>

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		<title>Wärme statt Fett</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 04:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Braunes fett]]></category>
		<category><![CDATA[Fettzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewichtsregulation]]></category>
		<category><![CDATA[Weißes Fett]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher haben einen Stoffwechselweg aufgeklärt, der die Bildung von Fettzellen reguliert. Durch Eingriffe in den Signalweg kann bei Mäusen die Bildung von weißem Fett unterdrückt werden. Können Fliegen dick werden? Die Antwort ist ja. Fliegen besitzen eine Art Fettgewebe und sind uns auch sonst recht ähnlich, teilen sie doch etwa 70 Prozent ihrer genetischen Ausstattung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher haben einen Stoffwechselweg aufgeklärt, der die Bildung von Fettzellen reguliert. <span id="more-545"></span>Durch Eingriffe in den Signalweg kann bei Mäusen die Bildung von weißem Fett unterdrückt werden.</p>
<p>Können Fliegen dick werden? Die Antwort ist ja. Fliegen besitzen eine Art Fettgewebe und sind uns auch sonst recht ähnlich, teilen sie doch etwa 70 Prozent ihrer genetischen Ausstattung mit dem Menschen. Dies ist einer der Gründe, warum Molekularbiologen das Insekt mit Vorliebe als Modell für Genstudien heranziehen.</p>
<p>Am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der österreichischen Akademie der Wissenschaften gibt es zu diesem Zweck einen ganz besonderen Schatz. Gemeinsam mit dem Partnerinstitut IMP unterhält das IMBA eine weltweit einzigartige Sammlung von über zwanzigtausend genetisch veränderten Fliegenstämmen der Gattung Drosophila. Eine ausgeklügelte Technik erlaubt es, jedes beliebige Gen in jedem gewünschten Gewebe der Tiere auf seine Funktion hin zu untersuchen.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Die Suche nach den Fettgenen</strong></p>
<p>Andrew Pospisilik und Daniel Schramek aus der Gruppe von IMBA-Direktor Josef Penninger nutzten die Sammlung, um gezielt nach Genen zu suchen, die am Fettstoffwechsel beteiligt sind. Ein Screen über das komplette Genom &#8211; der erste dieser Art &#8211; lieferte 500 Kandidatengene, die in Fettgewebe, Gehirn-, Muskel- oder Leberzellen aktiv sind und in den Fettmetabolismus eingreifen.</p>
<p>Als aussichtsreichsten Treffer identifizierten die Forscher ein Gen mit dem Namen hedgehog, dessen Aktivität sich beim erwachsenen Tier nur im Fettgewebe bemerkbar macht. Eine Überraschung für den Physiologen Andrew Pospisilik, doch für Entwicklungsbiologen ist hedgehog ein alter Bekannter. Das Gen steuert wichtige Entwicklungsprozesse im Embryo.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Vom guten und vom schlechten Fett</strong></p>
<p>Um die Wirkungsweise des hedgehog-Signalwegs im Detail zu untersuchen, mussten die IMBA-Forscher den Modellorganismus wechseln. Fliegen bezitzen zwar Fettgewebe, doch es fehlt ihnen eine für höhrere Tiere wichtige Differenzierung. Der Säugetierkörper weist neben mehr oder weniger reichlich weißem Fett auch eine kleinere Menge an braunem Fett auf, relativ viel davon findet sich beim Neugeborenen. Braune Fettzellen sind durch ihre sehr zahlreichen Mitochondrien imstande, Nahrungsfett zu verbrennen und direkt in Wärme umzuwandeln. Weißes Fettgewebe dient in erster Linie als &#8211; oft unerwünschter &#8211; Fettspeicher.</p>
<p>Um den Verhältnissen beim Menschen möglichst nahe zu kommen, studierte Andrew Pospisilik die Funktion von hedgehog in kultivierten Mauszellen. In enger Zusammenarbeit mit Harald Esterbauer von der Medizinischen Universität Wien gelang ihm der Nachweis, dass die von hedgehog ausgehende Signalkaskade die Bildung von weißen Fettzellen aus Vorläuferzellen unterdrückt.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Hedgehog macht Mäuse schlank</strong></p>
<p>Komplexe Stoffwechselprozesse können jedoch nur in lebenden Organismen vollständig entschlüsselt werden. In Kooperation mit Chi-chung Hui von der Universität Toronto gelang es den Wiener Forschern, Mäuse genetisch so zu verändern, dass die Wirkung von hedgehog im Fettgewebe verstärkt wurde. Der Trick bestand darin, einen Hemmstoff von hedgehog namens Sufu gezielt auszuschalten. Der Effekt der Manipulation war nicht zu übersehen: die heranwachsenden Mäuse blieben auffällig schlank, waren dabei aber völlig gesund. Um die Fettverteilung sichtbar zu machen, schoben die Forscher die Tiere in einen Magnetresonanztomographen an der Wiener Universitätsklinik. Das überraschende Ergebnis der Untersuchung: die schlanken Mäuse besaßen praktisch kein weißes Fettgewebe, das braune Fett war jedoch normal entwickelt.</p>
<p>Weitere Untersuchungen, unter anderem durch Fritz Aberger an der Universität Salzburg, lieferten ein schlüssiges Bild der molekularen Vorgänge: der hedgehog-Signalweg hemmt tatsächlich die Bildung weißer Fettzellen, ohne dabei die Bildung brauner Fettzellen zu beeinflussen. Dieses verbleibende Gewebe ist auch imstande, die hormonaktive Rolle des Fettgewebes ausreichend zu erfüllen. Ganz ohne Fett würde die durch Insulin gesteuerte Regulation des Blutzuckers zusammenbrechen.<br />
Für Andrew Pospisilik, der gemeinsam mit Harald Esterbauer das vom WWTF geförderte Projekt &#8220;Von der Fliege zum Menschen&#8221; leitet, ist die Entdeckung eine Sensation. &#8220;Fast alle bisher gefundenen Fett-Regulatoren beeinflussen weißes und braunes Fett gleichermaßen. Mit hedgehog haben wir eines der ersten Moleküle gefunden, das ganz gezielt nur weißes Fett reduziert.&#8221;<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Fett verbrennen statt Fett speichern?</strong></p>
<p>Neben der Begeisterung über die grundlegenden Erkenntnisse schwingt auch die Hoffnung auf einen therapeutischen Nutzen der Entdeckung mit. Denkbar wäre, durch Aktivierung von hedgehog auch beim Menschen die Fettverteilung in Richtung braunes Fett zu verschieben. Das Potenzial einer möglichen medizinischen Anwendung ist jedenfalls enorm. Immerhin sind rund eine Milliarde Menschen übergewichtig, ein Drittel davon krankhaft adipös. Die Nahrungsenergie in Körperwärme zu verwandeln anstatt in Fettpolster ist gerade zu dieser Jahreszeit eine attraktive Vorstellung&#8230;</p>

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		<title>Handystrahlung gegen Alzheimer?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 06:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Amyloid-Plaques]]></category>
		<category><![CDATA[Handy-Strahlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Handystrahlen haben in einem US-Labor bei Mäusen Alzheimer verhindert &#8211; und bei bereits erkrankten Tieren das Hirnleiden gelindert. Über dieses überraschende Ergebnis berichten Mediziner der University of South Florida in Tampa. Die Wissenschaftler vom Alzheimer-Forschungszentrum der Universität hatten knapp 100 Mäuse in ihre Tests einbezogen. Die meisten davon waren «Modell-Mäuse» für Alzheimer, also genetisch veränderte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Handystrahlen haben in einem US-Labor bei Mäusen Alzheimer verhindert</strong> &#8211; und bei bereits erkrankten Tieren das Hirnleiden gelindert. Über dieses überraschende Ergebnis berichten Mediziner der University of South Florida in Tampa.</p>
<p><span id="more-535"></span></p>
<p>Die Wissenschaftler vom Alzheimer-Forschungszentrum der Universität hatten knapp 100 Mäuse in ihre Tests einbezogen. Die meisten davon waren «Modell-Mäuse» für Alzheimer, also genetisch veränderte Tiere, in deren Gehirn sich die typischen Ablagerungen des Peptids Beta-Amyloid bilden. Die Mäuse saßen in Käfigen, die um eine Antenne gruppiert waren. Sie sandte eine für Mobiltelefone übliche elektromagnetische Strahlung mit einer Frequenz von 918 Megahertz aus &#8211; jeweils für zweimal eine Stunde täglich, sieben bis neun Monate lang. Die Dosis von 0,25 Watt pro Kilogramm habe jener entsprochen, die bei ans Ohr gehaltenem Handy auf das menschliche Gehirn einwirke, berichten die Mediziner.<!--more--></p>
<p><strong>Keine Beta-Amyloid-Plaques</strong></p>
<p>Bei jungen, noch nicht erkrankten Tieren bildeten sich &#8211; anders als normalerweise &#8211; während des Versuchs keine Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn, zeigten Analysen. Verhaltenstests machten deutlich, dass ihre kognitiven Fähigkeiten vollständig erhalten blieben. Bei älteren Tieren mit Alzheimer stellten die Mediziner fest, dass sie bei Leistungstests nach der mehrmonatigen Bestrahlung ebenso gut abschnitten wie völlig gesunde Mäuse. Im Hirn fanden sich weniger Ablagerungen. Und das war noch nicht alles: Setzten die Mediziner gesunde, genetisch nicht veränderte Mäuse den elektromagnetischen Wellen aus, schnitten diese anschließend besser bei den Gedächtnis- Tests ab als zuvor.<br />
Es sei anzunehmen, dass die Ergebnisse auch für den Menschen relevant seien, betonen die Forscher. Möglicherweise ergebe sich eine neue, effektive Alzheimer-Therapie. Die Ursache der Effekte müsse allerdings noch weiter erforscht werden. Nachgewiesen sei bisher nur, dass sich die Temperatur des Gehirns von Alzheimer-Mäusen im Versuchsverlauf leicht erhöhte. Der Temperaturanstieg unterstütze möglicherweise die Ablösung der schädlichen Ablagerungen, nehmen die Forscher an.<br />
Die gestiegenen Hirnleistungen gesunder Tiere erklären die Mediziner damit, dass durch die Strahlung die Aktivität der Hirnzellen angeregt werde, der Blutfluss und der gesamte Energieumsatz seien höher. Die exakten Mechanismen seien aber noch unklar, geben die Forscher zu bedenken. Dass die möglichen positiven Effekte der Handystrahlung auf das Gedächtnis bislang verborgen blieben, könnte ihnen zufolge daran liegen, dass es noch keine Langzeitstudien dazu gegeben habe, heißt es in der Mitteilung der Universität.</p>

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