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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Meditation</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Gedanken zum Sinn</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 15:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist der Sinn? Diese Fragen sind so alt wie die in Worten denkende Menschheit. Sind wir in der Beantwortung weiter gekommen? Und warum sind die Menschen so unzufrieden – Brot und Spiele sind zumindest hierzulande doch genug vorhanden? Wir leben oft nur im Außen, dem Materiellen, was auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist der Sinn?</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Diese Fragen sind so alt wie die in Worten denkende Menschheit. Sind wir in der Beantwortung weiter gekommen? Und warum sind die Menschen so unzufrieden – Brot und Spiele sind zumindest hierzulande doch genug vorhanden?</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wir leben oft nur im Außen, dem Materiellen, was auch unsere gute Berechtigung sein mag. Das so genannte Abschalten, wobei uns vielfältige Medien-Angebote unterschiedlichster Themen helfen sollen – es lässt außer Ablenkung wenig echte Ruhe und Frieden aufkommen. Und sollte sich tatsächlich einmal äußerliche Ruhe einfinden, wird die plötzliche Stille nicht selten gar als bedrückend empfunden und wird geflohen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auf jeden Fall sehe ich zunächst eine Kluft zwischen dem Seelenzustand wie er ist und jenem wünschenswerten Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, deren Balance uns Frieden und Gesundheit versprechen kann. Und dieser Friede ließe uns nach Innen schauen, wenn wir durch die zehrenden Kämpfe im und um das Außen nicht mehr völlig absorbiert sind.<span id="more-1039"></span><br />
<!--more--><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Und es gibt viele Möglichkeiten und Verfahren, innere Ruhe zu finden, vorgetragen von der Psychotherapie, den Kirchen oder Weltanschauungen unterschiedlichster Couleur, sei es als Autogenes Training, Meditation oder das Gebet.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Früher, als junger Mensch, ging ich davon aus, dass ich, einem geist – und gestaltlosen Nichts entsprungen, ein Spielball meiner Gene sowie früher narzisstischer Kränkung, mit meinem Ableben wieder bewusstlos in diese Leere hineinstürzen, hineingerissen würde. Um niemals daraus erwachen zu können. Das machte mich verdrossen und ich meinte, nun alle erreichbare Vergnügung und möglichen Genuss in diese doch kurze Spanne Leben packen zu müssen – zufrieden stellte mich dies nicht. Ich blieb unruhig und freudlos und wollte mich mit diesem mich deprimierenden Weltentheater nicht abfinden.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Durch meine folgenden Erfahrungen in meiner Praxis mit Hypnotherapie und dann die spätere Beschäftigung mit Techniken der Astralwanderung ist meine Sicht der Dinge grundsätzlich verändert worden – in uns scheint eine Essenz zu bestehen, die vom Körper unabhängig existieren kann und sich seiner bedient, um hier in der Materie ihre speziellen und selbstgewünschten Erfahrungen zu machen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Nennen wir diese Essenz unsere Seele. Wir sind beseelte Körper – haben wir einen Unfall, so kann sich dieses Bewusstsein aus dem Körper lösen und als Beobachter quasi über dem Geschehen schwebend, alle Vorgänge genau schildern, wenn die Vereinigung mit der Materie, dem Körper, wieder hat vollzogen werden können&#8230; Dies ist häufig verbunden mit einem Nahtoderlebnis; das lockende Licht wird nicht betreten, häufig wird das Weitergehen dorthin von Wesenheiten verwehrt. Interessant ist, dass dieses Erleben universell zu sein scheint – solche Erfahrungen werden gemacht unabhängig von Glaubensrichtung und Weltanschauung, ob wir nun ein Eskimo sind, ein Chinese oder Mitteleuropäer&#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auch kam es bei Hypnosen vor, dass der Proband sich erinnerte, in gleicher Weise über seinem Körper geschwebt zu haben&#8230; Was ihn zumindest verblüffte.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Rückführungen mittels Hypnose in frühe Stadien der Keimesentwicklung im Uterus zeigten, dass unabhängig von der Menge vorhandenen Substrates ein genau protokollierendes Bewusstsein zu existieren scheint, welches präzise Aussagen über Lebensgefühl und Handlungen der Mutter zu jedem Zeitpunkt zu treffen in der Lage ist.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Doch wann erscheint dieses Bewusstsein? Es tritt in dieser Form zum ersten Male in Erscheinung, wenn Ei- und Samenzelle ihre Chromosomen vereinigt haben&#8230; Mit dieser ganz bestimmten, einmaligen  Konstellation nur scheint die Seele ihren Lebensplan realisieren zu können, denn diese Voraussetzung definiert den Körper in all seinen für sie passenden Möglichkeiten&#8230; eine schon als Programm ablesbare vorgegebene Struktur. </span></span><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: small;">Gesundheit und Krankheit, Erscheinungsbild, all das wird die Stellung im materiellen Leben beeinflussen.</span><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif; font-size: small;"> Diese und keine anderen Bedingungen hat die geistige Wesenheit sich ausgesucht, samt diesen Eltern und weiterem Umfeld. Nun kann sie damit arbeiten – und wenn sie den physischen Plan wieder verlässt, wird sie sich fragen: habe ich alle Vorgaben erfüllt, was habe ich mitgebracht?</span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mitgebracht wohin?</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">In der Geistigen Welt existiert (der genaue Weg dorthin ist zwar betrachtenswert, aber hier im Moment nicht relevant) für uns Alle eine individuelle Anlaufstelle, eine Ansammlung von Seelen all unserer gewesenen Ichs&#8230; Jede Existenz ist dabei einmalig und bleibt als Solche weiter  bestehen. Diese Seele ist unzerstörbar, hat aber eine solch große Nähe zu anderen Seelen dieser Gruppe, dass die Grenzen verschwimmen und wir vermeinen, schon einmal oder mehrmals als dieselbe Person gelebt zu haben&#8230; das ist wahr durch gemeinsame Erinnerungen und ein kollektives, untrennbares Gruppen-Bewusstsein &#8211;  wie auch nicht wahr durch die Einzigartigkeit der einzelnen Existenz&#8230; </span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wegen der Nähe der Gruppen-Seelen, deren Summe wie eine Überseele anzusehen ist, haben alle diese Seelen eine gemeinsame Aufgabe. Und wenn eine solche Einzelseele vom physischen Bereich zurückkehrt, fließen ihre mitgebrachten persönlichen Erfahrungen in das Bewusstsein all der versammelten Entitäten ein und motivieren zur Weiterführung von Angefangenem&#8230; Eine neue, noch nicht inkarnierte Einzelseele sucht sich den passenden Körper, in fast allen Fällen vordergründig hier auf der Erde vergessen habend, was die Gemeinschaft der Seelen an Erfahrungssummen erarbeitet hat, sehr wohl aber nicht ohne diese geschaffenen Voraussetzungen unbewusst zu berücksichtigen&#8230; </span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wenn wir hier auf der Erde mit Mitgliedern eines anderen Clusters von Seelen ein Problem aufgebaut haben, so zwingt uns das Gesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ dazu, einen energetischen Ausgleich zu schaffen&#8230; Ein großes Spiel, das Gegenstand so mancher Therapiesitzung ist&#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Übrigens ist es auch möglich, aus der Seelenwolke heraus mehrmals zur gleichen Zeit zu inkarnieren. Wobei das Faktum Zeit ein Eckpfeiler unseres Raum-Zeit-Kontinuums und abhängig von unserem Bewusstsein im Hier ist; unser „Ich Dort“ existiert jedoch in einer zeitlosen Dimension, Raum und Zeit fallen in einem Punkt zusammen und entfalten sich erst immer wieder neu in der Materie&#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Das Wissen um diese Dinge beruhigt&#8230; Wir leben stetig weiter in Anderen. Und was wir erfahren ist unser Gut, welches niemals vergeht.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'Trebuchet MS', sans-serif;"><span style="font-size: small;">Damit ist die Erfahrung Sinn des Lebens.</span></span></p>

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		<title>Meditation</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 06:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meditation (lateinisch meditatio = „zur Mitte ausrichten“ von lateinisch medius = „die Mitte“; auch in der Bedeutung „das Nachdenken über“) ist eine in vielen Religionen und Kulturen geübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung. Die angestrebten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meditation</strong> (lateinisch meditatio = „zur Mitte ausrichten“ von lateinisch medius = „die Mitte“; auch in der Bedeutung „das Nachdenken über“) ist eine in vielen Religionen und Kulturen geübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, Leere, Panorama-Bewusstsein, Eins-Sein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein beschrieben.<span id="more-469"></span><br />
<strong> Religiöse Wurzeln</strong><br />
Im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus ist das höchste Ziel die Erleuchtung oder das Erreichen des Nirwana. In christlichen, islamischen und jüdischen Traditionen ist das höchste Ziel der meditativen Praxis das unmittelbare Erfahren des Göttlichen. Meditation als spirituelle Praxis ist immer auch in unterschiedliche religiöse, psychologische und ethische Lehrgebäude eingebunden. In westlichen Ländern wird die Meditation auch unabhängig von religiösen Aspekten oder spirituellen Zielen zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens und im Rahmen der Psychotherapie praktiziert. Im älteren deutschen Sprachgebrauch bezeichnet „Meditation“ einfach ein Nachdenken über ein Thema oder die Resultate dieses Denkprozesses. Meditative Praktiken sind ein wesentlicher Bestandteil vieler Religionen.<br />
<strong> Fernöstliche Traditionen</strong><br />
Besonders im Hinduismus, Buddhismus und Taoismus besitzt die Meditation eine ähnliche Bedeutung wie das Gebet im Christentum (vgl. Kontemplation). Als organisierte Überlieferung lässt sich die Meditation am weitesten zu den Upanishaden und in der buddhistischen Tradition in Indien zurückverfolgen. Als Jhana (Sanskrit dhyana) werden verschiedene Zustände der Versenkung beschrieben, worauf sich heute unter anderem das chinesische Chan und das japanische Zen zurückführen lassen. Eine vielfältige und traditionsreiche Form der Meditation entwickelte sich daneben im indischen Yoga (Vorstufe ist die Konzentration). Insbesondere die Sutras im Raja Yoga prägen bis heute viele Techniken wie den Umgang mit dem Atem im Pranayama und die systematische Einteilung der mit der Meditation in Zusammenhang gebrachten Bewusstseinszustände. Innerhalb dieser Traditionen werden mit der Meditation ausnahmslos spirituelle Ziele verfolgt.<br />
<strong> Christliche Traditionen</strong><br />
Im mittelalterlichen Christentum wurden die „geistlichen Übungen“ meditatio (gegenständliche Betrachtung) und contemplatio (gegenstandfreie Anschauung, Kontemplation) zur Sammlung des Geistes überliefert. Besonders in den mystischen Traditionen sollte damit der Verstand und das Denken zur Ruhe kommen, um den „einen Urgrund“ freizulegen. Im Mittelalter wurden auch Anweisungen veröffentlicht, wie Die Wolke des Nichtwissens oder die Schriften der Theresa von Avila. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden diese Schriften von der Inquisition verboten und Mystiker verfolgt und gefangengesetzt und die Mystik geriet im Christentum in Verruf der Häresie. Doch finden sich standardisierte Elemente einer meditativen Praxis bis heute in den Exerzitien von Ignatius von Loyola oder einigen benediktischen und franziskanischen Traditionen sowie in der Ostkirche im Hesychasmus. In den christlichen Traditionen spielt das Gebet als spirituelle Praxis eine sehr viel größere Rolle als Meditation und Kontemplation.<br />
Techniken<br />
Die Vielfalt der Meditationstechniken ist nicht überschaubar. Die Techniken unterscheiden sich nach ihrer traditionellen religiösen Herkunft, nach unterschiedlichen Richtungen oder Schulen innerhalb der Religionen und oft auch noch nach einzelnen Lehrern innerhalb solcher Schulen. In vielen Schulen werden abhängig vom Fortschritt der Meditierenden unterschiedliche Techniken gelehrt. Neben den traditionellen Meditationstechniken werden vor allem seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts im Westen viele von fernöstlichen Lehren inspirierte und an westliche Bedürfnisse angepasste Meditationsformen angeboten.<br />
Alle Meditationstechniken können als Hilfsmittel verstanden werden, einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedenen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht, frei von gewohntem Denken, vor allem von Bewertungen und von der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit (Erinnerungen) und der Zukunft (Pläne, Ängste usw.). Viele Meditationstechniken sollen helfen, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem äußerst klares hellwaches Gewahrsein und tiefste Entspannung gleichzeitig möglich sind.<br />
Man kann die <strong>Meditationstechniken grob in zwei Gruppen einteilen</strong>:<br />
In die passive (kontemplative) Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird und<br />
Die aktive Meditation, bei der körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren zur Meditationspraxis gehören.<br />
Die Einteilung bezieht sich nur auf die äußere Form. Beide Meditationsformen können geistig sowohl aktive Aufmerksamkeitslenkung als auch passives Loslassen und Geschehenlassen beinhalten.<br />
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Meditation oft nur die passive Form verstanden, so wie sie in Abbildungen des meditierenden Buddhas symbolisiert wird.<br />
<strong> Stille- oder Ruhemeditation</strong><br />
In den christlichen Traditionen gibt es unterschiedliche Anleitungen und Schritte zur Meditation und Kontemplation. Der „Weg zu Gott“ beginnt meist mit dem Studium der Schriften (lectio) und dem Gebet in Worten, gesprochen oder gedacht (oratio). Es folgt die gegenständliche Betrachtung, wo man bei Wenigem verweilt und dies wiederholt betrachtet (meditatio) und führt über zum Gebet der Ruhe, wo auch die Gedanken ruhen (contemplatio), bei der der Adept in die Wolke des Nichtwissens steigt. Das Ziel ist schließlich den meditativen Bewusstseinszustand und das normale Tagesbewusstsein gleichzeitig zu erfahren; es gibt keine Trennung mehr zwischen der vita activa und der vita contemplativa.<br />
<strong> Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation</strong><br />
Vipassana und Zazen sind die im Westen bekanntesten passiven Meditationsformen aus den fernöstlichen Traditionen. Die beiden Meditationsformen haben viele Gemeinsamkeiten. Der Meditierende sitzt in einer aufrechten Haltung, die ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung wahrt. Bei den verschiedenen Varianten, auch innerhalb der Meditationsschulen, ist die Grundlage der Übung die vollkommene Achtsamkeit für die geistigen, emotionalen und körperlichen Phänomene im gegenwärtigen Augenblick. Beide Schulen lehren das nicht wertende und absichtslose Gewahrsein im Hier und Jetzt, ohne an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen zu haften. Ziel der Meditation ist die transzendente spirituelle Erfahrung wie sie zum Beispiel im Herz-Sutra als Auflösung jeder Dualität beschrieben wird.<br />
<strong> Konzentrationsmeditation</strong><br />
Bei der Samatha-Meditation, die auch Geistesruhe-Meditation genannt wird, konzentriert sich der Übende auf ein einziges Objekt wie zum Beispiel den spürbaren Atem, ein imaginiertes Bild, einen einzigen Gedanken oder ein Mantra. Die konzentrierte Fokussierung auf einen Gegenstand bewirkt eine Ausschaltung bzw. Ersetzung des alltäglichen Gedankenflusses und führt so zu einer tiefen Beruhigung des Geistes.<br />
Die Samatha-Meditation und die Vipassana-Meditation werden manchmal als unterschiedliche eigenständige Meditationsformen beschrieben. Häufig gilt jedoch die Samatha-Meditation als eine Einleitung oder Vorbereitung für die Vipassana-Meditation.<br />
Eine besondere Form der Konzentrationsmeditation findet sich im Namensgebet. Bei diesem Typus werden göttliche Namen als Mantra oder in mantraähnlicher Form verwendet.<br />
<strong> Transzendentale Meditation</strong><br />
Transzendentale Meditation (TM) ist eine von dem indischen Lehrer Maharishi Mahesh Yogi (1917-2008) und seinen Organisationen vermittelte Meditationstechnik: aus ihrer Sicht die authentische Meditationstechnik der vedischen Tradition, wiederbelebt von Maharishis Lehrer Brahmananda Saraswati und vereinbar mit allen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen. Weltweit verbreitet wird sie seit Ende der 1950er Jahre. Hilfsmittel der Technik ist ein Wort, ein Mantra, das auf einfache, natürliche und anstrengungslose Weise zu benutzen sei, ohne Zuhilfenahme von Konzentration oder Kontemplation. Bei richtiger Anwendung erfahre der TM-Meditierende tiefe Stille bei gleichzeitig erhöhter Wachheit.[1] Dieser „vierte Hauptbewusstseinszustand“ (neben Wachen, Traum und Tiefschlaf) stabilisiere sich während der Tagesaktivität mit fortschreitender Praxis, eine Entwicklung, die schließlich einmünde in die sinnliche Erfahrung der Einheit von Selbst und Welt („Einheitsbewusstsein“).[2] TM wird zweimal täglich jeweils 15 bis 20 Minuten bequem und aufrecht sitzend mit geschlossenen Augen geübt. Ein halbes Dutzend Fortgeschrittenen-Techniken sowie das „TM-Sidhi-Programm“, das sich auf die alten Yoga-Sutras Patanjalis beruft, ergänzen die Basis-Technik.<br />
<strong> Aktive Meditation</strong><br />
Innere Kampfkünste: Xingyiquan<br />
Neben dem Kinhin (Gehmeditation), welches zwischen passiven Zazen-Zeiten praktiziert wird, wird im Zen-Buddhismus auch in ganz unterschiedlichen Tätigkeiten eine achtsame meditative Haltung geübt, wie z. B. Sadō (oder Chadō) – der Weg der Teezeremonie (Teeweg), Shodo – der Weg der Schreibkunst, Kado – der Weg des Blumenarrangements (auch: Ikebana), Suizen – das kunstvolle Spiel der Shakuhachi-Bambusflöte, Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung, Kyudo – die Kunst des Bogenschießens oder Budo – der Weg des Krieges. Während eines Sesshin, dem gemeinsamen Meditieren in einem Zen-Kloster oder Trainings-Zentrum über längere Perioden, werden auch die alltäglichen Verrichtungen Samu (Abwasch, Reinigung, Garten etc.) in großer Geistesgegenwart, bestimmter Form und Achtsamkeit verrichtet.<br />
<strong> Tantra</strong><br />
Tantra hat seine Wurzeln in hinduistischen und buddhistischen Traditionen, es ist die Lehre des Flusses der Shakti oder auch des Chi, wie es später der Daoismus bezeichnet. Tantra ist ein mystischer Einweihungspfad, in dessen Meditationen mit der Visualisierung verschiedener Gottheiten und der Rezitation von Mantren gearbeitet wird. Das hinduistische Tantra in Verbindung mit Kundalini und der Chakrenlehre wurde im Westen durch die Arbeiten von John Woodroffe bekannt, die buddhistische Variante durch den Vajrayana-Buddhismus, der auch tantrischer oder tibetischer Buddhismus genannt wird. In den höheren Tantras können Rituale unter Einbeziehung der Sexualkraft mit einem Partner praktiziert werden, wo Sexualität als Weg zur Urquelle der Lebenskraft (Shakti) dienen kann. Spezielle innere Haltung sowie Atem- und Energietechniken könnten über ekstatische Erfahrungen während der sexuellen Vereinigung zu spirituellen Erfahrungen führen. Dieses vage Wissen über solche Praktiken führte zu dem heute vor allem bekannten Neo-Tantra, welches eher als sexualtherapeutische Arbeit bezeichnet werden kann.<br />
<strong> Yoga</strong><br />
In der Tradition des Yoga unterstützen verschiedene Körperhaltungen und -übungen, Atemtechniken, sowie Fasten und andere Arten der Askese die Meditation. Im Raja Yoga gelten Pratyahara (Zurückziehen der Sinne) und Dharana (Konzentration) als Vorstufen der Meditation (Dhyana). Hier bezeichnet Dhyana die notwendige Entwicklungsvorstufe zum Ishvara-Samadhi.<br />
<strong> Kampfkunst</strong><br />
Auch Kampfkünste können Gegenstand und Vehikel der Meditation sein: Besonders in den daoistischen Traditionen der inneren Kampfkünste (z. B. Taijiquan) spielt der meditative Aspekt eine große Rolle. In manchen Stilen tritt dabei der kämpferische Ursprung fast völlig zurück. Auch in vielen der äußeren Kampfkünsten (z.B. Karate, Judo) werden meditative Praktiken geübt.<br />
<strong> Neuere fernöstlich inspirierte Meditationsformen</strong><br />
Zu den bekanntesten neueren aktiven Meditationsformen gehören die von Bhagwan Shree Rajneesh (Osho) in seinem Ashram in Pune (1970) für Menschen aus dem Westen entwickelten Meditationstechniken. Vor der eigentlichen Meditationsphase werden durch aktive Bewegung und verstärkte Atmung seelische und körperliche Spannungen abgebaut und das Gefühl für den eigenen Körper intensiviert. Bekannt sind die <strong>Dynamische Meditation</strong>, die <strong>Kundalini-Meditation</strong>, die <strong>Nataraj-Meditation</strong> und die <strong>Nadabrahma-Meditation</strong>.<br />
In der Folge wurden im Rahmen der New Age-Bewegung zahlreiche aktive Meditationsformen entwickelt, die oft als Musik-CD mit Bewegungsanleitungen oder Begleitbuch angeboten werden.<br />
<strong> Geh-Meditation</strong><br />
Häufig dient auch eine körperliche Tätigkeit als ein Fokus einer Meditation. Die einfachste Tätigkeit, die so benutzt wird, ist wohl das Gehen, das sowohl in der christlichen Kultur (bei verschiedenen Mönchsorden etc.) als auch in der fernöstlichen, z. B. im Zen (dort bekannt als Kinhin), Anwendung findet. Bekanntester Vertreter dieser Meditationsform im Westen ist der aus Vietnam stammende, seit 1971 in Frankreich lebende buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh.<br />
<strong> Tanz</strong><br />
Tanzen kann wie bei einigen neueren fernöstlich inspirierten Meditationsformen Teil der Vorbereitung zur eigentlichen Meditation in Stille sein. In der orientalischen Tradition ist der Derwisch-Tanz im Sufismus, in der islamischen Mystik eine solche Vorbereitung zur meditativen Versenkung. Der Derwisch-Tanz führt zu einem Bewusstseinszustand mit Freiheit von Gedanken und körperlicher Zentriertheit, der günstige Voraussetzung für Meditation und hier für das Dhikr, das ununterbrochene Bewusstsein der Gegenwart Gottes, ist.<br />
<strong> Musik und Rezitation</strong><br />
Viele Schulen verwenden rhythmische Klänge und Musik, um die Meditation zu erleichtern. In der christlichen Tradition sind das insbesondere Choräle wie sie vor allem aus der Gregorianik bekannt sind. Das Rosenkranzgebet im Christentum und das Mantra im Buddhismus und im Hinduismus haben ähnliche meditative Aspekte. Im Hinduismus und Buddhismus werden die Mantren entweder lautlos, leise gesprochen oder als Gesänge (Chanting) rezitiert.<br />
<strong> Abgrenzungen</strong><br />
Ähnliche spirituell bedeutsame Bewusstseinszustände oder mystische Erfahrungen, wie sie in der Meditation angestrebt oder erfahren werden, sind auch durch <strong>Trance- und Ekstase-Techniken (Trancetanz)</strong>, <strong>Holotropes Atmen </strong>oder <strong>Psychotrope Substanzen</strong> möglich. Die Meditation unterscheidet sich von solchen Praktiken zur Bewusstseinserweiterung wesentlich durch eine fast immer vorausgesetzte und unterstützte klare und wache Bewusstheit. In manchen Traditionen wie zum Beispiel in der christlichen Mystik oder im Vajrayana-Buddhismus gibt es auch fließende Übergänge zwischen Meditation und Tranceinduktion. Auch bei Formen des Gebets, wie sie im Judentum und Christentum praktiziert werden, sind transzendentale Erfahrungen möglich. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Gebet und Meditation ist die kommunikative Komponente in der Ansprache eines Höheren Wesens im Gebet.<br />
Im Buddhismus, vor allem in seiner tantrischen Variante, und im Hinduismus gibt es spirituelle Praktiken der Anrufung, die dem Gebet sehr ähnlich sind, dort aber Meditation genannt werden.<br />
<strong> Wirkungen</strong><br />
Regelmäßige Meditation wirkt beruhigend und wird in der westlichen Medizin als Entspannungstechnik empfohlen. Die Wirkung, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert. Richard Davidson belegt bei tibetischen Mönchen eine größere Aktivität im linken Stirnhirnlappen und verstärkte Gamma-Wellen im EEG. Die Psychologin Sara Lazar konstatierte bei erfahrenen Meditierenden deutliche Verdickungen in Bereichen der Großhirnrinde, die „für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind“.<br />
2007 analysierten Ospina (University of Alberta, USA) und Bond (Capital Health Evidence based Practice Center, Edmonton, Kanada) 813 medizinische und psychologische wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Wirkung von Meditation auf Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Drogen- und Arzneimittelmissbrauch befasst hatten. Bei Gesunden habe sich gezeigt, dass Praktiken wie Yoga die verbale Ausdruckskraft erhöhen und Herzfrequenz, Blutdruck und Cholesterin-Spiegel senken könne.</p>

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