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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Magersucht</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Essstörungen und Familie</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 06:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn die Seele schwer im Magen liegt &#8211; bis zu drei Prozent aller Frauen und etwa 0,5 Prozent aller Männer erkranken an einer Bulimie und provozieren nach der Aufnahme größerer Nahrungsmengen das Erbrechen, meist heimlich. Wesentlich offensichtlicher ist die Anorexie, an der 0,5 Prozent aller Frauen und 0,05 Prozent der Männer erkranken. Die Betroffenen hungern sich auf einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Seele schwer im Magen liegt &#8211; bis zu drei Prozent aller Frauen und etwa 0,5 Prozent aller Männer erkranken an einer Bulimie und provozieren nach der Aufnahme größerer Nahrungsmengen das Erbrechen, meist heimlich. Wesentlich offensichtlicher ist die Anorexie, an der 0,5 Prozent aller Frauen und 0,05 Prozent der Männer erkranken.<span id="more-631"></span> Die Betroffenen hungern sich auf einen BMI von weniger als 17,5 kg/m2 herunter und leiden an der Angst, dick zu werden.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Erklärungsversuche gibt es viele</strong></p>
<p>In den westlichen Industriestaaten ist zumindest die Magersucht seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Schon lange bemüht sich die Wissenschaft, eindeutige Erklärungen für diese Sucht zu finden. So gibt es Hinweise auf Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Ein psychodynamischer Erklärungsansatz beschreibt die Angst der Betroffenen vor der sexuellen Reife und dem Erwachsenwerden. Demnach wollen die Hungernden ihre Entwicklung blockieren und ein kindliches, asexuelles Leben führen. Lerntheoretiker verweisen auf eine angebliche Gewichtsphobie der Magersüchtigen und auch sozio-kulturelle Erklärungsmuster werden zur Erklärung herangezogen. Sie sehen die Frau als Opfer eines übertriebenen gesellschaftlichen Schlankheitswahns.<br />
Auch die Familie von Essgestörten zieht das Interesse der Ärzte auf sich. Schließlich liegt bei der Ursachenforschung buchstäblich nichts so nahe wie die Ursprungsfamilie. Vor allem in den 60er und 70er Jahren wurde von einigen Forschern die „psychosomatische Familie“ als Ursache für Essstörungen angenommen. Versuche, für die einzelnen Essstörungen jeweils eine bestimmte pathogenetische Familienstruktur zu beschreiben, sind jedoch gescheitert.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Essstörungen haben vielschichtige Ursachen</strong></p>
<p>Heute geht man davon aus, dass Anorexia und Bulimia nervosa multifaktorielle Ursachen haben. In Bezug auf die Familienstrukturen soll es Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen geben. Während die Familien magersüchtiger Patienten angeblich eher dazu neigen, Konflikte und unangenehme Gefühle zu verdrängen, kann es im Familienverband von Essgestörten mit Bulimie lautstark zugehen. Dort werden die Konflikte offener und aggressiver ausgetragen. Gemeinsam ist beiden eine starke Leistungsorientierung.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Verurteilen ist verboten</strong></p>
<p>Prof. Dr. Günter Reich von der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Göttingen, der seit 2008 an einem Forschungsprojekt zur Psychotherapie bei Bulimie arbeitet, will nicht von Mitschuld reden, wohl aber von der Mitursache familiärer Strukturen bei der Entstehung von Essstörungen. Er weist darauf hin, dass das Körperbild von Kindern und Jugendlichen natürlich unwillkürlich auch durch die Eltern mitgeprägt wird. Dennoch muss man nach seinen Worten in dieser Frage „sehr vorsichtig mit Urteilen“ sein.<br />
Während Familienstrukturen sehr wohl eine wichtige Rolle bei der Entstehung oder Aufrechterhaltung von Essstörungen spielen könnten, müsse man die Vorstellung zurück weisen, dass sie entweder die ausschließliche oder wenigstens die primäre Ursache einer Essstörung seien. Zu verurteilen sind generalisierende Aussagen, welche Eltern die Schuld an der Erkrankung ihres Kindes geben. Vielmehr sind Eltern in die Therapie der Essstörung einzubeziehen, vor allem bei jüngeren Erkrankten. Die „anorektogenen Eltern“ gibt es wohl nicht –  aber sehr häufig Familienangehörige, die so unter der Essstörung eines Familienmitgliedes leiden, dass sie selbst Hilfe benötigen.</p>

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		<title>Magersucht</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 05:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Anorexie]]></category>
		<category><![CDATA[Herunterhungern]]></category>
		<category><![CDATA[Hungern]]></category>
		<category><![CDATA[Kalorienzählen]]></category>
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		<description><![CDATA[Magersucht Magersucht ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet. Am häufigsten ist diese Essstörung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen zwischen 11 und 40, sie tritt aber auch bei Männern auf. In letzter Zeit nehmen auch Berichte über die Zunahme von Anorexie-Erkrankungen bei Frauen über 40 zu. Anorexie beginnt meist mit dem Wunsch, schlank [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="4" width="100%" align="center">
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<td></td>
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<tr>
<td colspan="0"><strong>Magersucht</strong></td>
</tr>
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<tr>
<td>Magersucht ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet. Am häufigsten ist diese Essstörung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen zwischen 11 und 40, sie tritt aber auch bei Männern auf. In letzter Zeit nehmen auch Berichte über die Zunahme von Anorexie-Erkrankungen bei Frauen über 40 zu.</p>
<p>Anorexie beginnt meist mit dem Wunsch, schlank zu sein oder zu werden, und einer Diät, um dies zu erreichen. Wird der Schlankheitswunsch zu stark, kann die Diät außer Kontrolle geraten. Das ganze Leben der Betroffenen dreht sich nur mehr um Essen. Sie zählen jede Kalorie und haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie einmal mehr gegessen haben. Bei Patienten zwischen 12 und 20 Jahren sind die Heilungschancen sehr hoch, sie sinken jedoch mit dem Alter. Die Magersucht bleibt bei Freunden und Verwandten lange unbemerkt. Die kranke Person zieht sich vollständig zurück und ist nur noch mit ihren Kalorien beschäftigt&#8230;<span id="more-345"></span></p>
<p>Neben dem Gewichtsverlust sind typische Verhaltensweisen:</p>
<p>Nahrungsverweigerung, freiwilliges Hungern, soziale Isolierung bei der Essensaufnahme, übertriebenes Jugend- und Schlankheitsideal bis Schlankheitswahn, übermäßige körperliche Aktivitäten und exzessives Sporttreiben, Gebrauch von Appetitzüglern, die eigene abgemagerte Figur wird meist durch weite Kleidung kaschiert</p>
<p>Magersüchtige meiden alle Situationen, die zur Entkleidung führen, wie Besuch im Schwimmbad oder gar Sauna.</p>
<p><strong>Gründe</strong></p>
<p>Die genauen Gründe, die zu einer Magersucht führen, sind heute immer noch unklar. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken müssen, damit sich die Krankheit entwickelt (Bio-Psycho-Soziales-Krankheitsmodell). Ausgelöst wird die Anorexia Nervosa häufig durch ein belastendes Ereignis und/oder nach einer Diät.<br />
Einer der Gründe für die Entwicklung einer Magersucht ist sicherlich das aktuell vorherrschende, soziokulturell bedingte Schlankheitsideal und die Einstellung, dass das Aussehen des eigenen Körpers eine fundamentale Bedeutung für den eigenen Selbstwert sowie Erfolg in sozialen Beziehungen und im Beruf hat.<br />
Außerdem stellt die Magersucht ein Kontrollmoment für die jeweilige Person dar. Man kann mit Kalorienzählen seinen Körper beherrschen und bekommt dadurch ein Gefühl der Selbstkontrolle.<br />
In einigen Untersuchungen (Zwillings-Studien) wurde festgestellt, dass sehr häufig beide eineiige Zwillinge unter Essstörungen leiden. Als biologische Grundlage wird ein Mangel des Nervenbotenstoffs Serotonin vermutet.<br />
Die Magersucht kann sich zusätzlich zu einer anderen Erkrankung entwickeln. So neigen z.B. depressive Persönlichkeiten und durch Vergewaltigung in ihrer Persönlichkeit getroffene Menschen dazu, eine Esstörung wie die Magersucht zu entwickeln, weil die Kontrolle über den Körper das einzige zu sein scheint, was noch übrig bleibt.<br />
Bei Magersucht gibt es meist keine Krankheitseinsicht; die Person sieht das Hungern als Sieg über den eigenen Körper, über die Rolle als Frau oder als Mann und über das Erwachsenwerden. Darin wird auch ein starkes Autonomiebedürfnis ausgedrückt.</td>
</tr>
</tbody>
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