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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Esssucht</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Problem Gewichtsreduktion</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 17:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Esssucht]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
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		<category><![CDATA[Reduktionsdiät]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Entzug durch Diät Schokolade, Kuchen, Junk-Food – das Verlangen nach ungesunden Nahrungsmitteln hat System. Denn hinter Jo-Jo-Effekt und Heißhunger nach Süßem und anderem Ungesunden stecken Entzugssymptome mit Angst und Stress. Erfahrungen mit dem Jo-Jo-Effekt nach Diätenund besonders starken Gelüsten nach Ungesundem haben schon etliche Abnehmwillige gemacht. Wider besseres Wissens isst manch einer, dessen wochenlanger Verzicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf Entzug durch Diät</strong></p>
<p>Schokolade, Kuchen, Junk-Food – das Verlangen nach ungesunden Nahrungsmitteln hat System. Denn hinter Jo-Jo-Effekt und Heißhunger nach Süßem und anderem Ungesunden stecken Entzugssymptome mit Angst und Stress.<span id="more-556"></span><br />
Erfahrungen mit dem Jo-Jo-Effekt nach Diätenund besonders starken Gelüsten nach Ungesundem haben schon etliche Abnehmwillige gemacht. Wider besseres Wissens isst manch einer, dessen wochenlanger Verzicht auf alles Schmackhafte sogar mit schwindenen Pfunden honoriert wurde, wieder genau die Nahrungsmittel, die ihn dick machen.<!--more--><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Essen gegen Stress und Angst</strong></p>
<p>Mangelnder Wille oder Unvernunft aber steckt nicht hinter dem Phänomen, das Füllige trotz Abnehmversuchen weiter zunehmen lässt. Vielmehr aktivieren wechselnde Perioden von ungesunder und gesunder Ernährung das Stresssystem des Gehirns. Folge dieser Aktivierung sind vermehrte Fressattacken, die Angst und Entzugssymptome reduzieren.</p>
<p>Zumindest ließ sich dies bei Ratten beobachten, die wechselnde Nahrung erhielten. Während es fünf Tage lang reguläres Fressen gab, wurden sie zwei Tage lang mit einer mit Schokoladen-Aroma versetzten Nahrung gefüttert. Eine zweite Gruppe der Tiere erhielt das gewohnte Futter. Alle Tiere durften soviel essen wie sie wollten.</p>
<p>Ratten mit Schokoladen-Futter wollten sehr bald nicht mehr vom schmackhaften Essen lassen und verweigerten das normale Futter. Zudem vermieden sie angstauslösende Situationen. Bekamen sie wieder die Leckerbissen, normalisierte sich nicht nur ihr Verhalten, sie fraßen auch mehr als eigentlich nötig.<br />
In einem nächsten Schritt maßen Forscher die Menge des Cortikotropin-Releasing-Faktors (CRF) in der Amygdala des Gehirns. Die Amygdala ist für die Verarbeitung von Stress und Angst bedeutend. CRF gilt als Schlüsselneuropeptid des Stresses. Eine Aktivierung des CFS-Systems der Amygdala ließ sich bereits in Studien zur Drogen- und Alkoholabhängigkeit nachweisen. Die mit Süßem verwöhnten Tiere wiesen bei „Entzug“ fünffach höhere Werte des CRF auf als normal Gefütterte.</p>
<p>Dass die Aktivierung des Stresssytems Ursache der Verhaltensveränderungen der Tiere war, belegt der folgende Therapieversuch mit der Substanz R121919 (ein CRF-Rezeptor-Antagonist) minderte Fressanfälle und normales Fressen wurde wieder akzeptiert. Angstverhalten trat nicht mehr auf.</p>
<p>Die CRF-Rezeptor-Blockade ist auch Thema bei der Therapie der Alkoholabhängigkeit.  Man identifizierte eine vielversprechende Substanz, die Ratten vom Alkoholtrinken abhielt.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Ungesundes Essen als Selbsttherapie</strong></p>
<p><strong></strong>Der Mechanismus des Jo-Jo-Effekts erklärt sich durch negative Verstärkung. Demnach essen Menschen nach Diäten nicht der Lust und positiven Verstärkung wegen, sondern aufgrund der Stressreduktion. Das Essen wird auf diese Art zur Selbsttherapie. Die Klärung der neurochemischen Basis von Verhalten nach Diäten macht deutlich, warum  wiederholte Diäten so häufig nicht wirksam sind, um Gewicht zu reduzieren..</p>
<p>Die Aktivierung des Stresssystems ist nicht nur mit seelischen Erkrankungen sondern auch mit anderen körperlichen Erkrankungen wie Herzerkrankungenverbunden. Bedeutung könnte die Arbeit auch für Patienten mit Essstörungen wie der Bulimie haben. Ob hier der bei den Tieren eingesetzte Wirkstoff therapeutisch eingesetzt werden könnte, sollte Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.</p>

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		<title>Esssucht</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 05:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Esssucht]]></category>
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		<description><![CDATA[Esssucht Die Binge Eating Disorder (Störung) ist eine durch Essattacken gekennzeichnete Essstörung. Während eines Anfalls werden sehr große Mengen Lebensmittel gegessen. Die Betroffenen erleben dabei häufig einen Kontrollverlust (das Gefühl, nicht mehr mit dem Essen aufhören zu können oder nicht im Griff zu haben, welche Mengen verspeist werden). Die Essattacken finden typischerweise unter Ausschluss von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Esssucht</strong><br />
Die Binge Eating Disorder (Störung) ist eine durch Essattacken gekennzeichnete Essstörung. Während eines Anfalls werden sehr große Mengen Lebensmittel gegessen. Die Betroffenen erleben dabei häufig einen Kontrollverlust (das Gefühl, nicht mehr mit dem Essen aufhören zu können oder nicht im Griff zu haben, welche Mengen verspeist werden). Die Essattacken finden typischerweise unter Ausschluss von Zeugen statt&#8230;<span id="more-338"></span> Es wird meist schnell, ohne Hungergefühl und wahllos gegessen und dabei in kurzer Zeit eine weitaus größere Menge an Nahrungsmitteln verzehrt als Gesunde unter ähnlichen Bedingungen zu sich nehmen würden. Anschließend treten oft Schuld- und Schamgefühle sowie niedergeschlagene Stimmungen auf. Binge Eating unterscheidet sich von der Bulimie durch das Fehlen des für jene typischen Kompensationsverhaltens (Erbrechen usw.) nach dem Essanfall.<br />
Etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind von Binge Eating betroffen. Die meisten Menschen mit dieser Essstörung sind übergewichtig. Binge Eating kann aber auch bei Normalgewichtigen auftreten. Zirka zwanzig bis vierzig Prozent der mäßig bis stark fettleibigen Personen, die wegen Übergewicht einen Therapeuten aufsuchen, leiden an einer Binge Eating Störung.<br />
Binge Eating tritt etwas häufiger bei Frauen als bei Männern auf (im Verhältnis ungefähr 3:2). Übergewichtige mit einer Binge Eating Störung sind oft früher (bereits im Kindesalter) übergewichtig als «normale» Adipöse. Sie durchleben zudem meist mehr Phasen der Gewichtszu- und -abnahme (Jo-Jo-Effekt).<br />
Viele Betroffene berichten, dass Gefühle von Angst, Traurigkeit, Wut, Langeweile oder andere negative Empfindungen einen Essanfall auslösen.<br />
Viele Menschen überessen sich manchmal. Das alleinige Essen großer Mengen an Nahrungsmitteln heißt aber noch nicht, dass jemand auch unter einer Binge Eating Störung leidet.</p>
<p><strong>Folgende Merkmale gehören zur Binge Eating Störung</strong></p>
<p>Regelmäßige Episoden von Essanfällen, bei denen in kurzer Zeit eine weitaus größere Menge an Nahrungsmitteln verzehrt wird als andere Menschen unter ähnlichen Bedingungen essen würden.<br />
Während den Essanfällen häufig das Gefühl des Kontrollverlusts (unfähig zu kontrollieren, was oder wie viel gegessen wird).<br />
Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl. Einnahme von großen Mengen an Nahrungsmitteln, obwohl kein physiologischer Hunger vorliegt. Allein Essen, aus Scham über die zu sich genommenen Mengen. Nach dem übermäßigen Essen Ekel gegen sich selbst, Niedergeschlagenheit und/oder Schuldgefühle.</p>

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