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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Ernährung</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Gedanken zu EHEC</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 10:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) sind krankmachende Stämme des allgegenwärtigen Darmbakteriums Escherichia coli. Der Name sagt an, dass EHEC beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen (so genannte enterohämorrhagische Colitis) auslösen können. Wir finden nicht pathogene (nicht krankheitsauslösende) Coli-Stämme als übliche Darmflora (Bakterien werden dem Pflanzenreich zugeordnet) von Mensch und Tier. Dieser Keim teilt sich unter guten Bedingungen überaus schnell – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) sind krankmachende Stämme des allgegenwärtigen Darmbakteriums Escherichia coli. Der Name sagt an, dass EHEC beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen (so genannte enterohämorrhagische Colitis) auslösen können.</p>
<p>Wir finden nicht pathogene (nicht krankheitsauslösende) Coli-Stämme als übliche Darmflora (Bakterien werden dem Pflanzenreich zugeordnet) von Mensch und Tier. Dieser Keim teilt sich unter guten Bedingungen überaus schnell – alle 20 Minuten, und kann auf diese Weise krank machende andere Bakterien verdrängen. Außerdem stimuliert dieser doch nützliche Kommensale („Mitesser“) die Immunreaktion unseres größten Immunorgans Darm.<span id="more-1108"></span></p>
<p>Doch existieren Stämme, die neue und unerwünschte Eigenschaften besitzen und Darmerkrankungen sowie Erkrankungen des ganzen Systems Mensch auslösen können. Dafür benötigen sie in ihrer Hülle ein Protein namens Adhäsin, mit dem sie sich an die Zellen der Darmwand anheften können. Außerdem haben sie durch eine Virusinfektion (auch Bakterien können sich infizieren!) die Eigenschaft erworben, ein Toxin zu bilden, das dem gewisser Shigella-Bakterien entspricht, die ebenfalls blutige Durchfälle auslösen können (diese Bakterien sind mit unseren Coli-Bakterien nahe verwandt). Dann produzieren diese EHEC-Bakterien noch ein Blutzellen auflösendes Toxin, ein Hämolysin. Übrigens: bereits weniger als 100 Bakterien können für eine Ansteckung genügen.</p>
<p><a name="toc"></a>Das wesentliche Erreger-Reservoir bilden Wiederkäuer, vor allem Rinder, aber auch Schafe und Ziegen (und Wildtiere?), in deren Darm sie häufig vorkommen, ohne aber bei den Tieren Erkrankungen auszulösen.</p>
<p>Die Übertragung erfolgt durch mit Ausscheidungen verunreinigte Nahrung, sowie Mensch-Mensch oder Mensch-Tier-Kontakt, auch über fäkalienhaltiges Trinkwasser, auch durch Baden in verschmutzten Gewässern. Zudem durch Fliegen.</p>
<p>Das sind jetzt Vorgaben der üblichen, der sogenannten Schulmedizin&#8230; Sie geht ein bei der Behandlung auf die anfallende Symptomatik und irgendwie wird der Körper mit der Infektion fertig oder nicht&#8230; Und man versucht Infektionsquellen aufzuspüren und zu minimieren.</p>
<p>Wir fragen uns nun, ob jeder an EHEC erkranken wird oder ob es dafür eine Prädisposition gibt? Viele Menschen haben den Erreger, vermittelt durch Bockshornklee aus Ägypten oder dessen Sprossen, in sich aufgenommen. Beileibe nicht alle sind erkrankt&#8230;</p>
<p>Aus unserer Sicht wird es viele Menschen geben, die entartete Coli-Rassen in sich beherbergen und dabei weitgehend gesund bleiben. Wie schon oben erwähnt, sind es die Toxine, welche das beschriebene Unheil bewirken. Dafür müssen sie in die Darmwand eindringen können oder sie gar passieren dürfen. Eine Vorschädigung ist dabei förderlich – wir haben hier das Problem des durchlässigen Darms, das Leaky-Gut-Syndrom. Ich denke, wenn ein Mensch hohe Zonulinwerte hat (die Substanz Zonulin macht den Darm durchlässig für niedermolekulare Eiweiße), ist er nicht nur prädisponiert für Autoimmunerkrankungen wie Diabetes 1, Morbus Crohn, Rheumatoide Arthritis und Lupus erythematodes, sondern auch für den Eintritt von Bakterientoxinen aus entarteter Darmflora&#8230;</p>
<p>Was können wir für unseren Darm tun? Viel wird über das sogenannte „Darmwohlbefinden“ geredet&#8230;</p>
<p>Probiotische Milchprodukte sind nicht die Lösung&#8230; deren Wirksamkeit und Nutzen darf getrost bezweifelt werden. Wohl aber sollten wir unsere Zivilisationskost überdenken, die einen chronischen Reizzustand unseres Darmes bewirkt und damit erhöhte Zonulinwerte&#8230; All die üblichen Fertiggerichte, angereichert mit Geschmacksverstärkern, Aromastoffen und Gewürzen, die in der Natur nicht vorgesehen sind oder nie in solch unphysiologischer Ballung vorkommen, bewirken nicht nur eine unschöne Verfettung der Bürger mit all den bekannten Folgen, sondern auch den durchlässigen Darm, der ja unser Immunsystem dominiert und dessen Fehlfunktion mannigfaltige Folgen haben wird.</p>
<p>Vergessen wir den alten Spruch nie: Der Tod beginnt im Darm!</p>

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		<title>Gesund alt werden – ein Rezept&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 05:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir alle wollen alt werden an Jahren – und dabei ein gerüttelt Maß an Lebensqualität uns erhalten. Und dies möglichst nicht so, dass wir um die Weisheit bitten müssen, die Gebrechen mit heiterer Gelassenheit zu tragen, um trotzdem lebensfroh bleiben. Alter wird bei uns immer noch mit Krankheit gleichgesetzt, was statistisch gesehen ja auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle wollen alt werden an Jahren – und dabei ein gerüttelt Maß an Lebensqualität uns erhalten. Und dies möglichst nicht so, dass wir um die Weisheit bitten müssen, die Gebrechen mit heiterer Gelassenheit zu tragen, um trotzdem lebensfroh bleiben.</p>
<p>Alter wird bei uns immer noch mit Krankheit gleichgesetzt, was statistisch gesehen ja auch nicht ganz unberechtigt sein mag – setzt doch mit 65 Jahren bei so vielen Menschen Siechtum ein und treibt sie in die Arme der üblichen Medizin.<br />
Immer wieder höre ich jenes Argument, dass früher die Menschen gar nicht erst so alt geworden sind – es wird zitiert, dass die Lebenserwartung ja früher viel geringer gewesen sei. Hier werden unterschiedliche Fakten schlichtweg verwechselt.<br />
Noch um 1900 wurden Männer im Durchschnitt nur 40,6 Jahre alt, Frauen 43,4 Jahre. Heute beträgt die Lebenserwartung in Deutschland für Männer 76 Jahre, für Frauen 82 Jahre.<br />
Alte Menschen hat es aber immer gegeben! Die grundsätzliche Fähigkeit, auch ein höheres oder gar hohes Alter zu erreichen, ist keine Errungenschaft der Neuzeit, sondern genetisch fixiert.<br />
Sterben werden wir irgendwann, wenn uns nicht vorher Unfälle oder böse Mitmenschen terminieren, immer an einer Krankheit oder dem Zusammenwirken mehrerer Störungen physiologischer Abläufe.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Dies ist die Rangfolge der natürlichen Todesursachen:</strong><br />
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) mit fast der Hälfte aller Opfer<br />
Krebsleiden<br />
Lebererkrankungen, insbesondere die Leberzirrhose<br />
Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, Chronische Bronchitis und Lungenemphysem<br />
Infektionen</p>
<p>Wie können wir diesen Krankheiten erfolgreich begegnen? Die Schulmedizin begibt sich nur halbherzig in die Bereiche von Prävention, der vorbeugenden Maßnahmen. Sie wird aktiv und lebt davon, wenn der Krankheitsfall schon eingetreten ist und bedient sich häufig deshalb auch Maßnahmen, die unerwünschte Effekte zeitigen und Verläufe chronifizieren. Und sekundäre Erkrankungen schaffen (iatrogene Erkrankungen).<span id="more-874"></span><br />
Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität und Sport meist eher beiläufig als Prophylaxe, um den Ausbruch von Krankheiten und Leiden zu vermeiden. Doch seit kurzem kommt im Sinne des Wortes Bewegung in die ganze Medizin. Psychiater und Onkologen, ebenso Orthopäden, Demenzforscher und Kardiologen erkennen mehr und mehr: Den Körper in Gang zu setzen hilft Menschen auch dann, wenn sie schon längst krank sind. Besser aber ist, schon vorher damit intensiv und bewusst zu beginnen!<br />
Den Einfluss von Inaktivität auf gesunde Menschen haben Forscher neu bewertet: Der unter Büroangestellten so verbreitete Minimalgebrauch der Muskeln kann demnach fast so schädlich sein wie das Qualmen von Zigaretten. Die Sterblichkeitsrate träger Menschen liegt bis zu einem Drittel höher als jene reger Vergleichspersonen. Ein Senior, der nicht jeden Tag eine Meile (1,6 Kilometer) stramm spazieren geht wie sein gleichaltriger Nachbar, wandert – bei sonst gleichen Risiken – durchschnittlich sieben Jahre früher ins Grab.<br />
Die Hoffnung, körperliches Nichtstun sei nicht weiter abträglich, sofern man nur das Gewicht halte und sich vernünftig ernähre, halten Evolutionsmediziner wie Frank Booth von der University of Missouri in Columbia für einen Trugschluss. Die modernen Menschen seien genetisch noch immer auf das Leben als Jäger und Sammler programmiert, weil ihre genetische Ausstattung sich in den 10 000 Jahren seit der Steinzeit kaum verändert hat.<br />
Doch Sport allein ist nicht Alles. Wie die Erfahrung lehrt, können wir dem Herzinfarkt nicht mit Sicherheit davonrennen, auch nicht dem Horrorbild Krebsleiden.<br />
Die nötige Psychohygiene mit Autogenem Training, Meditation und vielleicht auch manchen Formen der Psychotherapie (Selbsterfahrung!) ist auch nur die weitere wichtige Säule von Dreien in der Krankheitsvorbeugung.<br />
Hier geht es des Weiteren um die Ernährung und jene Substanzen, die unser Leben durch   Gesunderhaltung verlängern können und eine erfreuliche Lebensqualität auch im Alter ermöglichen.<br />
Schauen wir in der Entwicklungsgeschichte zurück: die Wiege der Menschheit war Afrika.<br />
Von dort aus breiteten sich die verschiedenen Menschentypen jeweils aus, seien dies der Homo erectus oder die modernen Menschen Neandertaler und Cro Magnon. Entstanden ist der Mensch aus Vorfahren, die dem Leben im Regenwald entsagten und zuerst dessen Randgebiete und dann offenere Landschaften besiedelten. Dafür konnten die Armkraft abnehmen, die Beine stärker und länger und der aufrechte Gang übliche Fortbwegung werden. Auch das Gebiss veränderte sich – die Eckzähne wurden immer unbedeutender, bei den Backenzähnen kam es zu einer Verkleinerung des 3. Molaren, den meisten von uns als Weisheitszahn geläufig.(Viele Menschen heute erleben diesen nur noch als anfälliges Rudiment oder gar nicht erst durchgebrochen und im Zahnfleisch liegend).<br />
Es liegt nahe, dass die Nahrung sich verändert haben muss.<br />
Vermutlich waren die Vorfahren der Primaten Insektenfresser ähnlich den Spitzmäusen; die Mehrzahl der Arten ist heute jedoch vorrangig Pflanzenfresser. Früchte stellen für viele Arten den Hauptbestandteil der Nahrung dar, ergänzt werden sie durch Blätter, Blüten, Knollen, Pilze, Samen, Nüsse, Baumsäfte und andere Pflanzenteile. Etliche Spezies sind jedoch Allesfresser, die neben pflanzlicher auch tierische Nahrung zu sich nehmen, insbesondere Insekten, Spinnen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. Zu den Gattungen, die gelegentlich Jagd auf größere Säugetiere (Hasen, kleine andere Primaten, junge Paarhufer) machen, gehören Paviane und Schimpansen, nicht aber der reine Pflanzenesser Gorilla.<br />
Der Werkzeuggebrauch, ermöglicht durch den aufrechten Gang und die fortschreitende Größenentwicklung der Großhirnrinde, verschob zusammen mit der Nutzung des Feuers die Nahrungspräferenz in Richtung der tierischen Nahrung.<br />
Was aß ein Jäger und Sammler? Trennkost! Ihm blieb kaum die Wahl. Es wurde das gegessen, was gerade erreichbar war. Und dies waren reichlich Insekten, Nüsse (diese konnten als Vorrat dienen!), Knollen und natürlich Früchte, ab und zu und immer wenn möglich Fleisch. Wollten wir uns an dem Ergebnis orientieren (mit bewusster relativer Enthaltsamkeit dem Fleisch gegenüber!) und einen solchen Plan auch durchhalten, würde  eine solche Nahrungsumstellung uns gesünder machen. Zusammen eben mit genügend Bewegung, etwas Fasten&#8230; und Stressbewältigung.<br />
Doch unsere Nahrung ist anders geworden, sie enthält besonders viel zu viele verlockende Kohlenhydrate schnell verfügbarer Form. Und geblieben ist in den Köpfen die Lust auf Fleisch, früher Luxus und Privileg der Reichen und Herrschenden, nun erreichbar für jeden, dem Discounter sei Dank. Das schadet uns und wie auch dem Planeten Erde. Milliarden Rinder produzieren Kot und Flatulenzen und ihr Fleisch, immerhin gesünder als das des Allesfressers Schwein, übersäuert unseren Stoffwechsel und lässt uns früher krank werden.<br />
Aus eigener Empfindung weiß ich, dass der Charme eines T-Bone-Steaks möglichst texanischer Größe überaus gewinnend sein kann – doch sollten wir Alle den Fleischkonsum drastisch  drosseln. Hier will ich nicht den Leser zum belächelten durchscheinend schwächelnden Veganer mutieren lassen, obwohl eben gerade dessen Beweggründe triftig sind und ethisch hoch anzusetzen&#8230;<br />
Wie sollen wir die Nahrung sinnvoll ergänzen, damit unsere schlechten Gewohnheiten weniger oder möglichst gar keine Gebresten zeitigen?<br />
<strong> Wie also beugen wir der Arteriosklerose und Herzschwäche mit all deren Folgen vor?</strong><br />
Wir nehmen Antioxidantien wie die Vitamine C und E, Resveratrol und andere Pflanzenstoffe in wirksamer Dosierung. Dazu ACC und Enzyme sowie DHEA oder seinen Verwandten 7-Keto DHEA. L-Carnitin und Q10 für die Herzfunktion&#8230;<br />
<strong> Was ist eine gute Krebs-Prophylaxe?</strong><br />
Da empfehle ich bittere Aprikosenkerne, Liponsäure, L-Carnitin, Enzyme, Resveratrol und Entsäuerung (Kaliumcitrate). Dazu Vitamin D3! Und Kuren mit Aloe-Ganzblattzubereitungen (Inhaltsstoff Emodin etc.) sowie Knoblauch in gewisser Form&#8230;<br />
<strong> Was tun zum Leberschutz?</strong><br />
Silymarin!<br />
<strong> Wie die Lunge entlasten?</strong><br />
ACC und MSM.<br />
<strong> Zum Thema Infektionen:</strong><br />
Wichtig ist ein gut funktionierendes Immunsystem – die Einnahme vorher genannter Substanzen ist auch hier hilfreich.<br />
Wenn zu den Vorschlägen unter den entsprechenden Kategorien noch keine Blogs vorhanden sein sollten, wird dieses bestimmt noch nachgeholt!</p>

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		<title>Acetylcystein (ACC)</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 15:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bisher war dieser Wirkstoff als Schleimlöser bei Husten bekannt. Doch jetzt entdeckt die Wissenschaft immer neue Eigenschaften. Zufälle führten zu auch hier zu wichtigen Entdeckungen in der Medizin. Patienten, die dieses Mittel gegen Husten über einen längeren Zeitraum einnahmen, konnten Wesentliches verbuchen. Beim jährlichen Check-up stellten Ärzte fest: Die Herzleistung hatte sich erheblich verbessert. Dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Bisher war dieser Wirkstoff als Schleimlöser bei Husten bekannt. Doch jetzt entdeckt die Wissenschaft immer neue Eigenschaften.</strong></p>
<p>Zufälle führten zu auch hier zu wichtigen Entdeckungen in der Medizin. Patienten, die dieses Mittel gegen Husten über einen längeren Zeitraum einnahmen, konnten Wesentliches verbuchen. Beim jährlichen Check-up stellten Ärzte fest: <strong>Die Herzleistung hatte sich erheblich verbessert. Dies ist kein Zufall, denn aktuelle Untersuchungen zeigen: Die Aminosäureverbindung ACC bekämpft zellschädigende freie Radikale, hält die Adern frei und verbessert die Durchblutung des Herzmuskels.</strong> Die nun aufmerksam gewordenen Wissenschaftler entdeckten überrascht eine Fülle weiterer Vorteile des simplen Stoffs &#8211; er stoppt Entzündungen und entgiftet.<span id="more-868"></span></p>
<p><strong>Klassisches Einsatzgebiet von ACC sind die Bronchien oder Nasennebenhöhlen</strong>. Hier löst und verflüssigt der Wirkstoff festsitzende Sekrete. Das erleichtert das Abhusten und ermöglicht die körpereigene Reinigung der Atemwege. Jetzt haben Forscher aber entdeckt: die in der Verbindung ACC enthaltene schwefelhaltige Aminosäure Cystein macht auch eingeatmete Schadstoffe wie Ozon und Stickoxide durch Reduktion unschädlich. Das verhindert gefürchtete Folgeerkrankungen wie die Lungenentzündung. Obwohl bisher keine Nebenwirkungen bei Gesunden bekannt sind, sollten Kleinkinder und Schwangere ACC jedoch nur nach Rücksprache mit einem Arzt nehmen.</p>
<p><strong>ACC hilft auch bei chronischer Bronchitis </strong>- eine häufige und typische Krankheit vieler Raucher. Eine weitere Studie zeigte: bei Dauertherapie im Winter benötigten die Patienten <strong>weniger Antibiotika und hatten selten Infekte.</strong></p>
<p><strong>Selbst Krebspatienten profitieren von der Substanz.</strong> Ärzte am Deutschen Krebszentrum in Heidelberg haben beobachtet, dass Tagesdosen von bis zu 4,2 g ACC den Muskelabbau bei Tumorpatienten aufhalten. Außerdem mildert die Substanz unangenehme Nebenwirkungen der Chemotherapie und unterstützt das Immunsystem.</p>
<p><strong>ACC stoppt zudem Alkoholfolgen&#8230;</strong> Britische Forscher haben jetzt entdeckt, dass ACC sich auch als Prophylaxe gegen Alkoholkater eignet. Der Grund dafür ist: Der Körper wird sehr schnell von giftigen Stoffwechselprodukten befreit. Die Wissenschaftler geben den Tipp: Vor dem Schlafengehen einnehmen &#8211; das verhindert den &#8220;Haarspitzenkatarrh&#8221;.</p>

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		</item>
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		<title>Minamata ist überall – Quecksilber in Haifischflossensuppe</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/nicht-kategorisiert/minimata-ist-uberall-%e2%80%93-quecksilber-in-haifischflossensuppe.html</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 05:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Haifischflossensuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Methylquecksilber]]></category>
		<category><![CDATA[Minamata]]></category>
		<category><![CDATA[Organisches Quecksilber]]></category>
		<category><![CDATA[Quecksilbervergiftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Methylquecksilber Methylquecksilber ist eine metallorganische Verbindung von Quecksilber und einer Methylgruppe, also ein Alkylquecksilber. Es liegt als einfach positiv geladenes Ion vor (CH3Hg+) und kann also Salze bilden. Das Chlorid ist fettlöslich und hautgängig und kann so in den Körper gelangen. In Fischen liegt Methylquecksilber – durch die hohe Affinität zu Schwefel – als Cysteinkomplex vor. MeHg bildet sich in der Natur durch Biomethylierung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Methylquecksilber</strong></p>
<p>Methylquecksilber ist eine metallorganische Verbindung von Quecksilber und einer Methylgruppe, also ein Alkylquecksilber. Es liegt als einfach positiv geladenes Ion vor (CH3Hg+) und kann also Salze bilden. Das Chlorid ist fettlöslich und hautgängig und kann so in den Körper gelangen. In Fischen liegt Methylquecksilber – durch die hohe Affinität zu Schwefel – als Cysteinkomplex vor.<br />
MeHg bildet sich in der Natur durch Biomethylierung, wirkt extrem giftig und reichert sich in der Nahrungskette an. Der Ausscheidungsweg gestaltet sich problematisch.</p>
<p><strong>Die Vergiftung mit Methylquecksilber äußert sich beispielsweise in der Minamata-Krankheit.<span id="more-849"></span><br />
</strong></p>
<p>Die Minamata-Krankheit ist eine chronische Vergiftung durch organische Quecksilber-Verbindungen, die erstmals Mitte der 1950er Jahre an der japanischen Küste in der Umgebung der Stadt Minamata auftrat. Symptome sind zunächst nur Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, später Ataxie (Gehstörungen), Lähmungen, Psychosen, in schweren Fällen Koma; die Krankheit endete dann nicht selten tödlich.<br />
Minamata wurde dabei weltweit zum Begriff für Umweltschäden durch unkontrollierte Verklappung von Abfällen, als sich in dem Ort Mitte der 50er Jahre Schädigungen am zentralen Nervensystem von Menschen und Tieren zeigten, die sehr bald auf die Aufnahme von Quecksilberverbindungen aus Lebensmitteln und Trinkwasser zurückgeführt werden konnten. Der Chemiekonzern Chisso, der am Ort eine Acetaldehyd-Anlage unterhielt, stritt zunächst jeden Zusammenhang ab, obwohl er immerhin in eigenen Versuchsreihen bereits festgestellt hatte, dass das Abwasser aus der Acetaldehyd-Produktion genau die beobachteten Symptome an Tieren hervorrief&#8230; Die Quecksilberverbindungen werden übrigens als Katalysator zur Acetaldehyd-Herstellung verwendet.<br />
Erst nach einer staatlichen Untersuchung musste der Konzern gezwungenermaßen zugeben, dass die Einleitung von Methylquecksilberiodid ins Meerwasser zu einer dramatischen Anreicherung von Quecksilberverbindungen in den Meeresalgen und somit in den Fischen, dem Hauptlebensmittel der Einwohner des Küstenortes, geführt hatte. Nach heutigen Schätzungen wurden etwa 17.000 Menschen durch die Quecksilberverbindungen mehr oder weniger schwer geschädigt, jedoch wurden bis 2000 nur 2.265 Personen (&#8230;) offiziell als Opfer der Minamata-Krankheit anerkannt, etwa 3.000 dürften an der Vergiftung gestorben sein. Eine beinahe noch schwerwiegendere Katastrophe ereignete sich 1971 im Irak, wo Saatgut verzehrt wurde, das mit Quecksilberverbindungen gegen Schädlinge gebeizt worden war&#8230; Von diesem Unglücksfall waren ebenfalls Tausende von Menschen betroffen.<br />
Methylquecksilber ist mehr als hundert Mal so giftig wie eine gleich große Menge dieses Elementes in anorganischer Bindungsform. Dieses (MeHg) ist die im Fisch am häufigsten vorkommende Form von Quecksilber. Zugleich ist es die am stärksten toxische Quecksilberform, die vom Menschen über die Nahrung aufgenommen wird. Methylquecksilber entsteht hauptsächlich auf mikrobiellem Weg durch Biosynthese aus dem im Meer vorkommenden anorganischen Quecksilber.<br />
Aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit werden organische Quecksilberverbindungen aus dem Magen-Darm-Trakt zu über 90 Prozent resorbiert. Auch über die Haut und die Lunge werden sie gut aufgenommen. Organisches Quecksilber verteilt sich gleichmäßig im Körper, es kann die Blut-Hirn-Schranke und die Plazentabarriere passieren.</p>
<p><strong>Diese organischen Quecksilberverbindungen wirken hauptsächlich auf das Nervensystem. Während der Schwangerschaft aufgenommenes organisches Quecksilber beeinträchtigt die Kindesentwicklung.</strong></p>
<p>Bislang ist Methylquecksilber nur sehr aufwendig nachzuweisen, jedoch ist unter anderem durch ein neues (2005) Verfahren von Professor Heumann von der Universität Mainz der Gehalt in Fleisch und Fisch schnell, preisgünstig und zudem sehr sicher zu bestimmen. Der Verdacht, Haifleisch enthalte besonders viel dieses Giftes, konnte bestätigt werden:</p>
<p><strong>Dabei wurden in extrem belasteten Haifischen so hohe Methylquecksilbergehalte gefunden, dass durch den Verzehr von nur fünf Gramm dieser Fische bereits die maximal tolerierbare Tageshöchstdosis für den Menschen erreicht wird&#8230;</strong><br />
Der Kotau vor fremden Gebräuchen und Nahrungsgewohnheiten sollte Grenzen haben. Wir müssen darüber nachdenken, ob die in asiatischen Restaurants gern offerierte Haifischflossensuppe Teil unserer Bestellung sein sollte, nicht nur, um eine Kontaminierung zu vermeiden, sondern auch, um krude Fangmethoden und dikussionswürdigen Umgang mit den Fischen zu minimieren.<br />
So wird häufig nicht der ganze Fisch genutzt, sondern es werden dies nur die Flossen – der oft noch lebende Hai wird, nachdem ihm die begehrten Flossen abgetrennt wurden, achtlos wieder ins Wasser geworfen&#8230;<br />
Wir mögen es als Rache der Kreatur werten, wenn die Hochzeitssuppe der Chinesen, deren Basis eben jene Haifischflossen sind, Grundlage für eine nachhaltige Vergiftung eines bereits entstehenden Feten sein mag&#8230;</p>

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		<title>Vitamin D3 und MS (Multiple Sklerose)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 20:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Patienten mit Multipler Sklerose leiden normalerweise unter Vitamin D-Mangel und weisen eine extrem verminderte Knochenmasse auf. Es erstaunt nicht, dass ein solcher Verlust an Knochenmasse direkt mit einem Zuwenig an Vitamin D zusammenzuhängen scheint. Dieses Teilproblem lässt sich sicher und ohne hohe Kosten durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Präparaten beseitigen. Wichtiger ist jedoch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patienten mit Multipler Sklerose leiden normalerweise unter Vitamin D-Mangel und weisen eine extrem verminderte Knochenmasse auf. Es erstaunt nicht, dass ein solcher Verlust an Knochenmasse direkt mit einem Zuwenig an Vitamin D zusammenzuhängen scheint. Dieses Teilproblem lässt sich sicher und ohne hohe Kosten durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Präparaten beseitigen.<br />
Wichtiger ist jedoch die Schlüsselrolle, die Vitamin D beim Fortschreiten der Multiplen Sklerose selbst zu spielen scheint.<span id="more-843"></span><br />
Hayes et al. schreiben: „Exogenes 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3, also die hormonelle Form von Vitamin D3, kann eine experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE), ein allgemein anerkanntes Mausmodell für die Multiple Sklerose (MS) beim Menschen, komplett verhindern… Bei der hormonellen Form von Vitamin D3 handelt es sich um einen selektiven Regulator des Immunsystems, der diese Autoimmunerkrankung hemmt. Bei geringer Sonneneinstrahlung wird nicht genug Vitamin D3 produziert, was die Entstehung von 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 beschränkt, so dass das MS-Risiko steigt… Diese Theorie könnte eine Erklärung für die auffällige geographische Verteilung von MS darstellen, die am Äquator so gut wie gar nicht auftritt und in beiden Hemisphären mit dem Breitengrad erheblich zunimmt… MS könnte bei genetisch prädisponierten Personen vermeidbar sein, wenn frühe Intervention betrieben wird, indem man für ausreichende Spiegel von hormonell aktivem 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 oder seiner Analoga sorgt.“<br />
Hayes fügt noch hinzu, dass „genetisch vererbte Risikofaktoren für die Multiple Sklerose (MS) allein die demyelinisierende Krankheit des zentralen Nervensystems nicht auslösen können; dazu sind zusätzliche Risikofaktoren aus der Umwelt erforderlich.“<br />
Goldberg stellte die Hypothese auf, dass der enge Zusammenhang zwischen geringer Sonneneinstrahlung und MS an der niedrigen Vitamin D-Produktion in der Bevölkerung liegt. Er konnte auch aufzeigen, dass in Gebieten mit wenig Sonnenlicht (z.B. Norwegen) Unterschiede bei der Prävalenz von MS durch Ernährungsaspekte erklärt werden konnten, die die Vitamin D-Produktion beeinflussen. Solche Aspekte umfassen z.B. die verzehrte Menge Fisch (mehr Vitamin D) und die verzehrte Getreidemenge (verringerter Vitamin D-Spiegel aufgrund der Wirkung von Phytaten). Als Erklärung für den Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und MS schlug Goldberg vor, dass genetisch prädisponierte Personen eventuell während der Myelinbildung mehr als die normale Menge Vitamin D benötigen, so dass eine unzureichende Vitamin D-Zufuhr in der Kindheit die Bildung fehlerhaften Myelins zur Folge hat, das später im Leben leichter zugrunde geht. Die medizinische Forschung ignorierte Goldbergs Ideen völlig.<br />
Zumindest zu der Zeit ihrer Veröffentlichung. Letztlich zeigte sich jedoch, dass das Hormon Vitamin D eine tierische Form von MS verhindern oder aufhalten konnte. Und nicht nur das: Eine klinische Studie kam zu dem Ergebnis, dass Vitamin D, zusammen mit Kalzium und Magnesium, die Rezidivrate bei Patienten mit Multipler Sklerose senken konnte. Frederick R. Klenner, M.D. konnte bereits vor mehr als 30 Jahren von Erfolgen bei der Anwendung einer Vitamin- und Mineralstofftherapie bei Multipler Sklerose berichten.</p>

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		<title>Prohormon Vitamin D &#8211; das verkannte Genie</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 05:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vitamin D &#8211; Führungsrolle im Immunsystem? Längst ist seine bekannte Bedeutung für den Knochenstoffwechsel, die es in Verbindung mit Calcium hat, in den Hintergrund des Interesses gerückt. Der historische Begriff Vitamin ist der Definition nach nicht völlig zutreffend. In der Nahrung kommt es im Wesentlichen in Fettfischen vor oder wird den Lebensmitteln als Nahrungsergänzungsmittel zugefügt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vitamin D &#8211; Führungsrolle im Immunsystem?</strong></p>
<p>Längst ist seine bekannte Bedeutung für den Knochenstoffwechsel, die es in Verbindung mit Calcium hat, in den Hintergrund des Interesses gerückt. Der historische Begriff Vitamin ist der Definition nach nicht völlig zutreffend. In der Nahrung kommt es im Wesentlichen in Fettfischen vor oder wird den Lebensmitteln als Nahrungsergänzungsmittel zugefügt. Es hat im Körper die Funktion eines <strong>Prohormons</strong> und wird über eine Zwischenstufe zu dem <strong>Hormon Calcitriol</strong> umgewandelt.<span id="more-818"></span></p>
<p><strong>Vitamin D dirigiert Gene zur Überwachung des Zellwachstums</strong></p>
<p><strong></strong>Erste Hinweise dazu tauchten bereits 1941 auf, als man eine scheinbar seltsame Korrelation entdeckte: Im Norden Amerikas hatten die Menschen eine höhere Krebsrate als die im Süden lebenden. Obwohl letztere viel häufiger harmlosere Formen von Hautkrebs entwickelten, schienen sie <strong>weitgehend immun zu sein gegenüber Brust-, Darm- und Prostatakrebs. </strong>Diese Beobachtung wurde aber nicht weiter verfolgt. Erst in den 80er Jahren griff man das Thema erneut auf und konnte die Korrelation nicht nur bestätigen, sondern noch auf Ovarial- und Ösophaguskrebs sowie Non-Hodgkin-Lymphome ausdehnen. Die Frage nach dem Schutzfaktor führte bald zu Vitamin D3 und dessen Fähigkeiten. Die Entdeckung war revolutionär: Nahezu jede Körperzelle hat Rezeptoren für Vitamin D3, was für sie lebensnotwendig ist. <strong>Denn über Vitamin D3, das als Botenstoff eigentlich den Hormonen zuzuordnen ist, reguliert die Zelle ihr Wachstum bzw. die Zellreifung. </strong>Dies geschieht über die Beeinflussung der Expression von Genen, welche die Zellvermehrung, die Differenzierung <strong>und auch das Selbstmordprogramm, also die Apoptose steuern.</strong> Hierüber hält Vitamin D3 vermutlich die Zell-Entartung in Schach.</p>
<p><strong>Vitamin D und Calcium </strong>-<strong> in der Krebsprävention?</strong></p>
<p>In einer vor kurzem veröffentlichten placebokontrollierten, randomisierten Doppelblindstudie wurde an fast 1.200 postmenopausalen Frauen nachgewiesen: 1.400 mg Calcium plus 1.000 I.E. Vitamin D3 (0,025 mg) über vier Jahre eingenommen, reduzierten das Risiko für Krebs signifikant. Die Schlussfolgerung war eindeutig: &#8220;Durch Verbesserung des Calcium -und Vitamin D-Status kann das allgemeine Krebsrisiko bedeutend gesenkt werden.&#8221;</p>
<p><strong>Risikofaktor Vitamin D-Mangel &#8211; Von Bluthochdruck bis MS</strong></p>
<p>Eine der weltweit führenden medizinischen Forschungsstätten, die Boston University School of Medicine, widmet sich seit vielen Jahren intensiv dem Thema Vitamin D-Mangel und den damit verbundenen, gesundheitlichen Risiken. Dort beschreibt man, wie Vitamin D über drei Hauptwirkungen in immunassoziierte Erkrankungen eingreift:<br />
<strong> 1. Regulierung des Immunsystems<br />
2. Kontrolle der Proliferation von Krebszellen<br />
3. Regulierung des Blutdruckhormons Renin</strong><br />
Über diesen Zusammenhang führen zu niedrige Blutspiegel an Vitamin D zu einem Anstieg des Risikos für Bluthochdruck, allgemein Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus Typ 1, multiple Sklerose und bestimmte Krebserkrankungen.</p>
<p>Über die vierte, allseits bekannte Wirkung steuert Vitamin D die Einlagerung von Calcium in die formgebende, aus Kollagenfasern aufgebaute elastische Knochenmatrix. Eine Unterversorgung an Vitamin D vor allem im Wachstumsalter kann scheinbar unerklärliche &#8220;Wachstumsschmerzen&#8221; nach sich ziehen.</p>
<p><strong>Auch Deutsche leiden unter Vitamin D-Mangel</strong></p>
<p>Nachdem für europäische Länder wie Belgien, Holland, Irland, England und Finnland ein eklatanter Mangel an Vitamin D in der Bevölkerung nachgewiesen wurde, musste das Robert-Koch-Institut dies kürzlich auch für Deutschland bestätigen. In seiner Veröffentlichung vom Mai 2007 warnte es: &#8220;Vitamin D-Mangel ist ein öffentliches Gesundheitsthema in Deutschland!&#8221;</p>
<p><strong>Täglich mindestens 1.000 I.E. Vitamin D</strong></p>
<p>Diese Mindestmenge fordern inzwischen Wissenschaftler weltweit. Selbst in Ländern wie Ägypten liegt ein deutlicher Mangel durch die religiös bedingten Kleidungsvorschriften vor. Die aktuellen Empfehlungen von 200 I.E. (0,005 mg) reichen bei weitem nicht aus, die für den Erhalt der Gesundheit nötige Menge zu liefern. Dass hier wissenschaftliche Erkenntnis und praktische Umsetzung auseinanderklaffen, zeigt die Tatsache, <strong>dass in Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr als 200 I.E. (0,005 mg) </strong>üblich sind. <strong>Gesundheitsrelevante Dosierungen von 1.000 I.E. (0,025 mg) Vitamin D pro Tablette</strong> gibt es nur in wenigen Präparaten, die als zugelassene Arzneimittel nur in Apotheken erhältlich sind (z.B. <strong>Vitamin D3-Hevert</strong>). Hilfe bietet hier eben auch das Internet.</p>
<p><strong>Ich halte eine Menge von 2.000 I.E., also 0,05 mg, für unabdingbar zur Gesundheitserhaltung!</strong></p>

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		<title>Warum und was ist Kalium?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 06:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist Kalium? Kalium, wie Natrium und Lithium ein Element aus der Gruppe der Alkalimetalle, begegnet uns als ein positiv geladenes Ion (Kation), das für die Funktionsfähigkeit aller Zellen und vor allem von Nerven und Muskeln wichtig ist. Kalium kommt im Zellinneren in sehr hoher Konzentration vor (155 mmol/l), außerhalb der Zellen jedoch nur in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Kalium? </strong></p>
<p>Kalium, wie Natrium und Lithium ein Element aus der Gruppe der Alkalimetalle, begegnet uns als ein positiv geladenes Ion (Kation), das für die Funktionsfähigkeit aller Zellen und vor allem von Nerven und Muskeln wichtig ist.<span id="more-786"></span></p>
<p>Kalium kommt im Zellinneren in sehr hoher Konzentration vor (155 mmol/l), außerhalb der Zellen jedoch nur in sehr niedriger (4 mmol/l) Menge. Wie bei Natrium wird das Konzentrationsgefälle an der Zellwand aktiv mit Hilfe der Natrium-Kalium-Pumpe aufrechterhalten. Daraus entsteht eine elektrische Spannung, welche die Informationsübermittlung zwischen den Zellen ermöglicht.</p>
<p>Kalium ist für den Flüssigkeitsgehalt (Regelung des osmotischen Druckes) in der Zelle verantwortlich. Es spielt eine Rolle beim Eiweißaufbau und der Kohlenhydratverwertung. Kalium steuert die Reizleitung der Nerven und in Verbindung mit Kalzium die Kontraktion der Skelett-, Herz- und Gefäßmuskeln.</p>
<p>Anders als bei Natrium ist der Kaliumbestand des Körpers frei austauschbar. Bei Kaliumverlusten (z.B. bei Durchfall) wird der Kaliumgehalt des Blutserums schnell mit Hilfe der Speicher im Zellinneren ausgeglichen. <strong>Eine Gefahr ist, als ein Kaliummangel in den Zellen auf Grund des über lange Zeit normalen Serumkaliumspiegels nicht erkennbar ist.</strong> Der Kaliumspiegel ist eng mit dem Säure-Basen-Haushalt verbunden, da dieser die Kaliumverteilung zwischen Zellinnen- und Zellaußenraum beeinflusst.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Woraus werden Kaliumwerte bestimmt?</strong></p>
<p>Kalium bestimmt man im Blutserum und im Urin. Unnatürlich hohe Kaliumwerte findet man bei der Blutuntersuchung, wenn der Arm zu lange gestaut wird. Außerdem muss innerhalb einer Stunde der Blutkuchen vom Serum getrennt werden. Ursächlich für diese potenziellen Messfehlerquellen ist die Tatsache, dass Kalium in den Erythrozyten ca. 25-mal höher konzentriert ist als im Serum und ein Zerfall der Erythrozyten (Hämolyse) zu den unnatürlich hohen Werten in der Probe führt.<br />
<strong> Referenz-/Normalwerte im Blut<br />
SI-Einheit</strong><br />
Erwachsene<br />
3,6-4,8 mmol/l</p>
<p><strong>Wann sind Kaliumwerte zu niedrig?</strong></p>
<p><strong>Bei Verlusten über die Nieren durch:</strong><br />
Diuretika (Medikamente, die die Urinmenge erhöhen),<br />
Kortikoide,<br />
Hyperaldosteronismus,<br />
Cushing-Syndrom;<br />
<strong> Bei Verlusten über den Magen-Darm-Trakt bei:</strong><br />
Durchfall,<br />
Erbrechen,<br />
Fisteln,<br />
Abführmittel;<br />
<strong> Bei Verteilungsstörungen:</strong><br />
Alkalose;<br />
Perniziöse Anämie;<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Wann sind Kaliumwerte zu hoch?</strong></p>
<p><strong>Bei Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz) bzw. Nebenniereninsuffizienz:</strong><br />
Hypoaldosteronismus;<br />
Mineralkortikoidmangel;<br />
<strong> Bei Einnahme spezieller Medikamente:</strong><br />
Kaliumsparende Diuretika,<br />
ACE- Hemmern (blutdrucksenkendes Medikament),<br />
Succinylcholin,<br />
Heparin,<br />
Digitoxin,<br />
Zytostatika usw.<br />
<strong> Bei Verteilungsstörungen:</strong><br />
Massiver Zellzerfall (Hämolyse) nach Verletzungen, Verbrennungen oder Operation);<br />
Azidose</p>
<p><strong>Ausgewogene Vollwertkost gegen Mangel</strong></p>
<p>Bei einem Mangel an Kalium wird die Entspannung der Muskeln gestört. Magnesium und Kalium wirken als Gegenspieler zum Mineral Kalzium. Während Kalzium dafür sorgt, dass sich die Muskeln spannen – sich z.B. das Herz zusammenzieht, bewirken Magnesium und Kalium die Entspannung der Muskeln. Herz und Blutgefäße weiten sich. Fehlen die wichtigen Mineralien sind Herzschmerzen bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe die Folge.</p>
<p>Da der Körper mit jedem Tropfen Schweiß und auch bei jedem Gang zur Toilette Kalium und Magnesium ausscheidet, muss der Verlust mit der täglichen Nahrung wieder ausgeglichen werden. Eine ausgewogene Vollwertkost mit hohem Getreide- und Gemüseanteil ist ein Weg, genügend Magnesium und Kalium aufzunehmen.</p>
<p>Vor allem Vollkornbrot ist sehr reich an diesen Herzmineralien. Bei Obst ist der Anteil allerdings sehr unterschiedlich. Äpfel und Birnen enthalten sehr wenig Magnesium. Günstiger sind Bananen, Ananas, Kiwi oder auch Erdnüsse. Magnesium ist besonders reichhaltig in grünem Gemüse vorhanden. So ist es Bestandteil des grünen Blattfarbstoffes Chlorophyll.</p>
<p>Um sicherzugehen, dass genügend Kalium aufgenommen wird, empfehle ich die Einnahme von Trikaliumcitrat (2-3 g täglich) bei gleichzeitiger Überwachung des Urin-pH. Dies ist auch eine sichere Vorbeugung gegenüber schleichender Übersäuerung und den daraus resultierenden Erkrankungen wie den unterschiedlichen Nierensteinen und Osteoporose.</p>

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		<item>
		<title>Verderbliche Verzuckerung&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[AGEs]]></category>
		<category><![CDATA[Altersdiabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Prozess, als Glykierung oder Glykolisierung bezeichnet, führt zu Versteifung der Arterienwände und fördert die Oxidation der Membranen durch freie Radikale&#8230; Glukose, also der Traubenzucker, ist bekanntlich unsere Hauptenergiequelle. Aber wenn der Zuckerspiegel zu hoch ist, dann bindet sich die Glukose an Eiweißmoleküle. Deren räumliche Struktur wird gestört, so dass diese dann nicht mehr ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Der Prozess, als Glykierung oder Glykolisierung bezeichnet, führt zu Versteifung der Arterienwände und fördert die Oxidation der Membranen durch freie Radikale&#8230;</strong></p>
<p>Glukose, also der Traubenzucker, ist bekanntlich unsere Hauptenergiequelle.<br />
Aber wenn der Zuckerspiegel zu hoch ist, dann bindet sich die Glukose an Eiweißmoleküle. Deren räumliche Struktur wird gestört, so dass diese dann nicht mehr ihre Funktion wahrnehmen können. Sie lagern sich in den verschiedenen Geweben ab. Anfangs ist dieser Prozess noch reversibel, später dann bilden sich nicht mehr rückgängige Endprodukte. So eben die Molekülverbindungen, die für die Spätkomplikationen bei Diabetes verantwortlich sind. Aber auch Nichtdiabetiker leiden darunter, nur verläuft dieser Prozess weniger merklich und langsam.<span id="more-774"></span> Die Endprodukte heißen sinnigerweise AGE (Advanced glycated Endproducts).<br />
Seit den frühen 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts ist bekannt, dass Glukose mit Aminosäuren reagiert und dann mit den Proteinen gelbbraune Aggregate bildet. Man erkannte dann, dass diese sogenannten AGE – Produkte sich in die Gefäßwände von Arterien, in Bindegewebsstrukturen (Kollagen), den Herzmuskel und in das Kristallin der Augenlinse einlagern. Sie führen dann zu Erkrankungen wie Nierenschrumpfung, Arteriosklerose, Katarakt, Koronarsklerose und Herzmuskelvergrößerung, sowie zu Zerstörung von Nervenscheiden und Gehirnstrukturen.<br />
Wenn einmal AGEs entstanden sind, dann bleiben sie gewöhnlich erhalten. Sie sind weder durch enzymatische Spaltungen noch durch andere Prozesse aufzulösen &#8211; ein unabdingbares Schicksal. Bis die Forscher das bisher nicht bekannte ALT 711 (3-phenacyl-4.5 dimethyl-iazol-chlorid) entwickelten, das AGEs wieder auflösen und die Organe wieder in einen jugendlichen Zustand versetzen kann.<br />
Wenn ALT 711 zugelassen wird, dann steht uns damit endlich auch ein Stoff zur Verfügung, der die AGEs wieder entfernen kann. Bisher war es nur möglich, aber außerordentlich wichtig, AGEs präventiv anzugehen. Die Messung glykierter Eiweiße (Fructosamine, HbA1c, das verzuckerte Hämoglobin, und Pyrroline im Urin) erlaubt uns heute das Risiko abzuschätzen.<br />
Präventiv gilt auch heute noch angemessene Ernährung : Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index&#8230;<br />
Ansonsten Prävention mit Chromiumpiccolinat und Vanadium sowie<br />
Carnosin (1000mg /Tag)</p>

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		<title>Übergewicht – wann gut?</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 08:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Adipositas]]></category>
		<category><![CDATA[Akutmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
		<category><![CDATA[Fettleibigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine hoher Body Mass Index bietet &#8211; nur &#8211;  bei Akutpatienten einen Überlebensvorteil. Bekanntermaßen ist in der Allgemeinbevölkerung Übergewichtigkeit mit einem höheren Risiko verbunden, krank zu werden und zu versterben. Vorwiegend wird dies durch die erhöhte Rate an kardiovaskulären (Herz- und Gefäß-) Erkrankungen bedingt. Eine Adipositas (Fettleibigkeit) begünstigt aber auch das Auftreten von chronischen Organerkrankungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Eine hoher Body Mass Index bietet &#8211; nur &#8211;  bei Akutpatienten einen Überlebensvorteil.</strong></p>
<p>Bekanntermaßen ist in der Allgemeinbevölkerung Übergewichtigkeit mit einem höheren Risiko verbunden, krank zu werden und zu versterben. Vorwiegend wird dies durch die erhöhte Rate an kardiovaskulären (Herz- und Gefäß-) Erkrankungen bedingt. Eine Adipositas (Fettleibigkeit) begünstigt aber auch das Auftreten von chronischen Organerkrankungen wie Herzinsuffizienz, chronischem Nierenversagen, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und möglicherweise auch von malignen Erkrankungen. <span id="more-767"></span>Die weltweite „epidemische“ Zunahme der Adipositas und des metabolischen Syndroms ist damit eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen überhaupt geworden.<br />
Im Gegensatz zu diesen eindeutigen Bedingungen in der Allgemeinbevölkerung wurde im letzten Jahrzehnt für verschiedene chronische Krankheiten gezeigt, dass eine hohe Körpermasse bzw. Adipositas (aus Praktikabilitätsgründen meist als „body mass index“ – BMI angegeben) mit einer Verlängerung der Lebenserwartung einhergeht. Zunächst bei chronischen Dialysepatienten nachgewiesen, wurde dieses Faktum auch bei Herzinsuffizienz, COPD, Leberzirrhose und auch bei malignen Erkrankungen gefunden. Übereinstimmend zeigten die Ergebnisse in allen Untersuchungen, dass Patienten mit der niedrigsten Körpermasse die schlechteste Prognose hatten. Das widerspiegelt die Volksmeinung, „diese Menschen haben etwas dazuzusetzen“.<!--more--><br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Paradoxe Epidemiologie</strong></p>
<p>Heute ist weitgehend akzeptiert, dass bei (den meisten) chronischen Erkrankungen ein höheres Körpergewicht mit einem Überlebensvorteil verbunden ist. Dieser insgesamt doch überraschende und bemerkenswerte Sachverhalt, der in krassem Gegensatz zur Situation in der Allgemeinbevölkerung zu „Gesunden“ steht, wurde als „reverse“ oder „paradoxe“ Epidemiologie oder auch als Adipositas-Paradox bezeichnet.<br />
Bei Akuterkrankungen war man bisher davon überzeugt, dass Übergewichtigkeit ausschließlich mit ungünstigen Auswirkungen und Problemen behaftet ist: Übergewichtige könnten nur erschwert intubiert werden, bei ihnen sei es schwierig, Interventionen vorzunehmen, intravasale Katheter zu legen, die Wundheilung sei gestört, es finde sich eine erhöhte Rate an Infektionen, die Pharmakotherapie sei erschwert, die respiratorische Situation sei kompromittiert, die Entwöhnung vom Respirator, die Beatmungsdauer verlängert. Der Patient könne auch nur erschwert und mit hohem körperlichen Aufwand für die Pflegenden betreut und rehabilitiert werden. Dies alles würde mit einer verschlechterten Prognose einhergehen. Aber stimmen alle diese Stereotype, mit denen Übergewichtigkeit im Krankenhaus assoziiert wird?<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Auch Untersuchungen bestätigen Vorteil</strong></p>
<p>In den letzten Jahren wurde auch bei verschiedensten Akut-Erkrankungen und unselektionierten Gruppen von Intensivpatienten in zahlreichen Untersuchungen der Zusammenhang zwischen Körpermasse und Prognose analysiert. Wenn das Bild auch nicht so einheitlich ist wie bei chronischen Erkrankungen, so ist doch in den meisten Untersuchungen nachgewiesen worden, dass sich eine hohe Körpermasse auch bei Akuterkrankungen nicht zwangsläufig negativ auf die Prognose auswirkt, sondern eher mit einem Überlebensvorteil einhergehen könnte.<br />
Auch eine wissenschaftliche Arbeit von Dünser, Hasibeder und Mitarbeiter (Wien Klin Wochensch 2010; 122: 8–10, Springer-Verlag 2010) untersuchte erstmals die Beziehung der Körpermasse und Prognose bei Patienten mit Sepsis bzw. septischem Schock, also einer intensivmedizinisch äußerst relevanten Patientengruppe. Übergewichtige und adipöse Patienten mit einem BMI von immerhin bis zu 50 (!) hatten eine geringere Wahrscheinlichkeit zu versterben. Und darüber hinaus wiesen Patienten mit hohem BMI auch eine niedrigere Wiederaufnahmerate an der Intensivstation auf. An negativen Auswirkungen einer Übergewichtigkeit war lediglich eine höhere Rate an Harnwegsinfekten festgestellt worden.<br />
Diese Untersuchung bestätigt eine Metaanalyse zu den bisher durchgeführten Studien zum Zusammenhang von Körpermasse und Krankheitsverlauf und Prognose bei Intensivpatienten. In dieser Analyse hatten Intensivpatienten mit einem BMI von &gt; 30 eine höhere Wahrscheinlichkeit, zwar nicht die Intensivstation selbst, aber das Krankenhaus lebend zu verlassen. Bei Patienten mit einem BMI &gt; 40 konnte dieser Überlebensvorteil nicht mehr nachgewiesen werden. Beatmungsdauer und Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation war bei Übergewichtigen erhöht.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Benefit für Akutpatienten wird noch diskutiert</strong></p>
<p>Auch in der Akutmedizin wird zum Teil sehr heftig und emotional diskutiert, ob dieser Überlebensvorteil von Übergewichtigen einen tatsächlichen Sachverhalt darstellt oder aber durch andere Faktoren erklärt werden kann. Das wichtigste Argument ist wiederum, dass sich unter den Patienten mit geringerem Körpergewicht die schwer Kranken, jene mit chronischen Komorbiditäten wie etwa mit Karzinomen, befinden. Auch könnte ein Selektions-Bias dadurch entstehen, dass dicke chronische Kranke schon früher versterben und somit nur die „Gesündesten“ überhaupt auf die Intensivstation kommen.<br />
Auch wenn in den meisten Studien die Ergebnisse um viele dieser möglichen „Konfounder“ korrigiert wurden, muss man zugeben, dass aus naheliegenden Gründen fast alle Untersuchungen (wie auch in der Allgemeinbevölkerung) retrospektive Kohortenstudien darstellen und dass auch nur wenige gute prospektive Untersuchungen vorliegen. Aber gerade eine der wenigen prospektiven Studien hatte nachgewiesen, dass bei Intensivpatienten Übergewichtigkeit mit nur minimalen negativen Auswirkungen verbunden ist.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Hier soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass Übergewicht bei Akutpatienten nicht mit Nachteilen verbunden sei.</strong></p>
<p>Übergewichtige Patienten entwickeln rascher und schon bei niedrigeren Schweregraden der Erkrankung Organfunktionsstörungen und Komplikationen. Wie auch die Metaanalyse nahe legt, sind respiratorische Probleme häufiger, Beatmungs- und Spitalsaufenthaltsdauer verlängert. Dass die Betreuung dieser Patienten extreme Anforderungen an das Pflegepersonal stellt, ist offensichtlich. Insgesamt bedeutet Übergewicht einen erhöhten Aufwand für diese Patienten und einen erhöhten „Ressourcen-Einsatz“. Auch muss nochmals betont werden, dass ein extrem „krankhaftes“ Übergewicht mit einem BMI von &gt; 40 (in der Studie von Dünser, Hasibeder und Mitarbeitern allerdings erst &gt; 50) wieder mit einem steilen Anstieg der Mortalität verbunden ist.<br />
Akuterkrankungen widerspiegeln eine sehr heterogene Gruppe von Patienten. Möglicherweise gilt diese günstige Beziehung zwischen Übergewichtigkeit und Überleben nicht für alle Akuterkrankungen. Beispielsweise gibt es Hinweise dafür, dass bei Patienten mit Trauma ein hohes Körpergewicht den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflusst. Die hier vertretene These besteht darin, dass die Beziehung von Körpermasse und Überlebensrate einer U-Funktion entspricht und diese nicht für alle Bevölkerungsgruppen und Krankheitszustände gleich ist (siehe Grafik). Diese Beziehung wird auch bei Gesunden von verschiedenen Faktoren beeinflusst wie Alter, Geschlecht oder Rauchverhalten. Eine Verschiebung hin zu höherer Körpermasse findet sich im Alter, bei chronischen Erkrankungen und – wie nunmehr überzeugend nachgewiesen – eben auch für akut kranke Patienten.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Protektiver Effekt des Fettgewebes unklar</strong></p>
<p>Was könnte nun diesen Überlebensvorteil von Übergewichtigen auf der Intensivstation vermitteln? Intuitiv gesehen, ist dieser Vorteil der „besser ernährten“ Patienten nahe liegend und plausibel. Während der humanen Evolution haben Personen mit besserem Ernährungszustand einen langen Winter, Akuterkrankungen oder ein Trauma eher überlebt als mangelernährte. Damit entspricht der Zusammenhang von gutem Ernährungszustand bzw. Übergewichtigkeit mit verbesserter Prognose der „normalen“ Epidemiologie, und die heute in der Allgemeinbevölkerung zu beobachtende Beziehung von maßloser Überernährung bei überhöhtem und unlimitiertem Nahrungsangebot und Überleben ist eher als die unnatürliche, die „pathologische“ Epidemiologie anzusehen.<br />
Eine derartige Hypothese ist allerdings rein deskriptiv und erklärt nicht jene Mechanismen, durch die das Fettgewebe bzw. Übergewicht einen protektiven Effekt entfalten könnte. Im letzten Jahrzehnt ist klar geworden, dass Fettgewebe keineswegs nur ein passives Energiereservoir, sondern ein sehr aktives endokrines und metabolisches Organ darstellt. Allerdings war bislang die Forschung ausschließlich auf mögliche negative Effekte des Fettgewebes wie die Steigerung der Insulinresistenz und der Inflammation fokussiert.<br />
Adipositas bzw. Fettgewebe könnte jedoch mit einer Reihe von günstigen Effekten assoziiert sein. Diese möglichen günstigen Effekte gehen jedenfalls über die reine Bereitstellung von Energie hinaus. Sie beinhalten günstige endokrine und metabolische Auswirkungen, eine verbesserte hämodynamische Stabilität, immunologische und infektionshemmende sowie endotoxinneutralisierende Wirkungen. Diese möglichen vorteilhaften Auswirkungen von Fettgewebe bilden ein spannendes und sehr zukunftsträchtiges Thema der Forschung.<br />
Hier geht es also keineswegs um eine Verharmlosung des Problems Adipositas. Anderseits muss man erkennen, dass Übergewichtige in unserer Gesellschaft mit ihrem kachektischen Schönheitsideal einer wesentlichen Stigmatisierung und auch Diskriminierung unterliegen. Die Erkenntnis, dass ein (moderates) Übergewicht bei verschiedenen Personengruppen nicht zwangsläufig als ungünstig aufzufassen ist, könnte zu einer Entdiskriminierung und Entstigmatisierung von Übergewichtigen beitragen.<br />
Zusammenfassend konnten alle Studien einheitlich zeigen – und dies gilt prinzipiell auch für die Allgemeinbevölkerung –, dass Patienten mit akuten oder chronischen Erkrankungen, einem niedrigen BMI und einer Mangelernährung den ungünstigsten Krankheitsverlauf sowie die schlechteste Prognose aufweisen. Dieses Faktum der ungünstigen Auswirkung einer Mangelernährung wurde auch durch die von Wien ausgehende internationale Aktion „nutritionDay“ eindrucksvoll belegt.</p>

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		<title>Übergewicht und Diabetes</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/ernaehrung/ubergewicht-und-diabetes.html</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 06:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Altersdiabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes 2]]></category>
		<category><![CDATA[Fettgewebe]]></category>
		<category><![CDATA[Resveratrol]]></category>
		<category><![CDATA[Übergewicht]]></category>

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		<description><![CDATA[90 Prozent der Erkrankten des Typ 2 Diabetes (dem &#8220;Altersdiabetes&#8221;) haben Übergewicht. Zwischen Adipositas (&#8220;Fettleibigkeit&#8221;)  und der Erkrankung an (Typ 2) Diabetes besteht ein klarer statistischer Zusammenhang; die Mechanismen dahinter sind jedoch nur unzureichend erforscht. Aber es ist bekannt: Bei Adipositas entsteht eine schwache aber chronische Entzündungsreaktion, die die Wirkung von Insulin beeinträchtigt und wesentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>90 Prozent der Erkrankten des Typ 2 Diabetes (dem &#8220;Altersdiabetes&#8221;) haben Übergewicht.</strong></p>
<p>Zwischen Adipositas (&#8220;Fettleibigkeit&#8221;)  und der Erkrankung an (Typ 2) Diabetes besteht ein klarer statistischer Zusammenhang; die Mechanismen dahinter sind jedoch nur unzureichend erforscht. Aber es ist bekannt: <strong>Bei Adipositas entsteht eine schwache aber chronische Entzündungsreaktion</strong>, die die Wirkung von Insulin beeinträchtigt und wesentlich zur Entwicklung eines Typ 2 Diabetes beiträgt.<span id="more-745"></span><br />
Die Entzündung bei Adipositas ist durch eine Erhöhung zirkulierender Entzündungsmarker charakterisiert. Ursprung dieser Reaktion ist das Fettgewebe, in das Entzündungszellen einwandern und dort Botenstoffe produzieren, wodurch sich die Entzündungsreaktion auch auf andere Organe auswirkt.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Das Protein Osteopontin</strong></p>
<p>Das inflammatorische (entzündungsfördernde)  Protein Osteopontin ist bei Adipositas im Fettgewebe dramatisch hoch konzentriert  und wird dort fast ausschließlich von entzündlichen Makrophagen (Fresszellen), die der Beseitigung von Fremdmaterial dienen, produziert.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Insulinwirkung eindeutig verbessert</strong></p>
<p>Es gelang den Forschern, die Wirkung von Osteopontin mittels eines Antikörpers in adipösen (fetten) Mäusen zu neutralisieren. Dadurch wurde nicht nur die Entzündung des Fettgewebes dramatisch vermindert, sondern auch die Insulinwirkung signifikant verbessert.<br />
Bei Diabetes-Patienten ist die gestörte Wirkung von Insulin in der Leber maßgeblich für die erhöhten Nüchternblutzuckerwerte verantwortlich. Durch die Neutralisation von Osteopontin konnte bei adipösen Mäusen der Glukosestoffwechsel weitgehend normalisiert werden. Die Hemmung von Osteopontin könnte demnach eine neue Strategie zur Behandlung von Komplikationen der Adipositas wie eben Typ 2 Diabetes darstellen.</p>
<p>Hier sei auf folgende Fakten verwiesen: Die Pflanzenwirkstoffe <strong>Resveratrol, Olivenpolyphenole (Oleuropein, Hydroxytyrosol) und Lycopin</strong> wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Fett- und Cholesterinstoffwechsel, die Vorbeugung von Krebs, <strong>entzündliche Prozesse</strong> sowie auf die Lebensverlängerung von Zellen aus. <strong>Prävention ist Alles&#8230;</strong></p>

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