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	<title>Naturheilpraxis Lutz Kleefeld &#187; Altern</title>
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	<description>In Zusammenarbeit mit dem Verein Metis e.V.</description>
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		<title>Das Wachstumshormon</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 13:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Orthomolekulare Medizin]]></category>
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		<description><![CDATA[Hier geht es mir um eine Substanz, die als Medikament in den Bereichen Sport und Anti Aging zunehmend Bedeutung bekommt &#8211; das Wachstumshormon, auch bekannt als STH (Somatotropes Hormon) und HGH (Human Growth Hormone). Der Begriff „Hormon“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet &#8220;Antrieb&#8221;. Verschiedene Drüsen und Gewebe unseres Körpers bilden unterschiedliche Hormone, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier geht es mir um eine Substanz, die als Medikament in den Bereichen Sport und Anti Aging zunehmend Bedeutung bekommt &#8211; das Wachstumshormon, auch bekannt als STH (Somatotropes Hormon) und HGH (Human Growth Hormone). Der Begriff „Hormon“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet &#8220;Antrieb&#8221;.</p>
<p>Verschiedene Drüsen und Gewebe unseres Körpers bilden unterschiedliche Hormone, die dann als chemische Botenstoffe die Aktivität lebenswichtiger Organe stimulieren, regulieren und so für Gesundheit, Harmonie, Wachstum, Heilung und Regeneration sorgen. Nehmen die Hormone ab, so werden lebenswichtige Prozesse an ihrer Entfaltung gehindert.<span id="more-962"></span></p>
<p>Das Wachstumshormon (Somatotropin) wird in den α-Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildet. Seine Ausschüttung wird durch den Hypothalamus mit seinem Somatotropin-releasing-Faktor (SRF, auch GHRH Growth-Hormone-Releasing-Hormon, GRF, Somatoliberin) und dem Somatostatin reguliert. Während des Schlafes wird am meisten Somatotropin produziert. Die Pubertät ist das Lebensalter mit einer ausgeprägten Somatotropin-Produktion.<br />
Jeder andere energieverbrauchende Prozess (körperliche Aktivität, psychischer Stress, Hungern) stellt einen Sekretionsstimulus für die Ausschüttung von Somatotropin dar. Negativ reguliert wird Somatotropin durch das Somatostatin, ein Inhibiting-Hormon (Growth-Hormone-Inhibiting-Hormone, GHIH), das im Hypothalamus gebildet wird.</p>
<p>Weil das Hormon unentbehrlich ist für das normale Längenwachstum, ist die Ausschüttung in der Pubertät besonders hoch. Aber auch nach Beendigung des Wachstums ist dieses Hormon ebenso unentbehrlich für das geistige und körperliche Wohlbefinden. Es wirkt dann nicht mehr wachstumsfördernd, sondern u.a. stärkend auf Sehnen, Bindegewebe und Muskulatur – sprich anabol und wird deswegen von Sportlern als Dopingmittel verwendet.<br />
Neben dem Schilddrüsenhormon ist das Wachstumshormon der Motor des Lebens schlechthin und mitverantwortlich für die psychische und physische Gesundheit. Für viele Körperfunktionen müssen andauernd ausreichende Mengen an Wachstumshormon verfügbar sein: Regeneration, Wundheilung, Gehirnfunktion, Knochenfestigkeit, Fettabbau, Muskelaufbau und viele mehr. Ab dem 20. Altersjahr schon nimmt die Wachstumshormonproduktion beständig ab, im Durchschnitt immerhin 14% pro 10 Jahre. Der geistige wie körperliche Zerfall im Alter steht in enger Verbindung zu der langsam versiegenden Bereitstellung an Wachstumshormon, also dem Somatotropin: dieser Zustand wird treffend „Somatopause“ genannt, analog der Menopause bei Frauen (Versiegen der Östrogenproduktion) oder der Andropause beim Mann (Versiegen der Testosteronproduktion).<br />
Zur Therapie der Somatopausebeschwerden wird HGH in niedrigster Dosierung seit Neustem als Mundspray eingesetzt. 3 Hübe beinhalten ca. 0.1 mg (Leistungssportler spritzen bis zu 3 mg täglich&#8230;).<br />
Wachstumshormon wird bei folgenden Indikationen eingesetzt:<br />
<strong> Somatopause</strong><br />
Bei ungenügender Ausschüttung von Wachstumshormon mit der Folge körperlicher und insbesondere muskulärer Schwäche, Müdigkeit, Depression, Abgeschlagenheit und einem erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wachstumshormonbehandlung ist auch eine Fitnesskur für müde, minderdurchblutete Herzen.<br />
<strong> Fettleibigkeit</strong><br />
Bei Zunahme der Fettmenge und Schwinden der Muskelmasse. Fett wird durch HGH in der Muskulatur verbrannt. Ohne ausreichende Muskulatur kann aber kein Fett in größerem Umfang verbrannt werden. Wachstumshormon baut Fett ab und Muskulatur auf. Wenn trotz Diäten keine Gewichtsreduktion erfolgt, kann Wachstumshormon – neben ausreichender Bewegung!! – unterstützend eingesetzt werden.<br />
<strong> Anti Aging</strong><br />
Wenn im Alter die körpereigene Wachstumshormonsekretion nachlässt, wird der Stoffwechsel nicht mehr ausreichend stimuliert. Die Zellalterung ist beschleunigt. Wachstumshormon revitalisiert die inneren Organe, verbessert die Sexualfunktion, festigt die Gelenkknorpel, senkt Cholesterin und verleiht der Haut wieder jugendliches Aussehen. Der Mensch gewinnt seine Vitalität zurück.</p>
<p><strong>Mögliche Symptome eines Mangels an Wachstumshormonen beim Erwachsenen:</strong><br />
<strong> Psyche</strong><br />
Depressive Verstimmung<br />
Angstzustände<br />
Soziophobie – Zurückgezogenheit, Angst vor Menschen<br />
CFS – Chronisches Müdigkeitssyndrom<br />
Sexuelle Funktionsstörung &#8211; Libidoverlust &#8211; Impotenz<br />
<strong> Körper</strong><br />
Physischer Leistungsabfall<br />
Veränderung der „body composition“, der Körperform (Fettzunahme, Muskelabnahme)<br />
Herzmuskelschwäche<br />
Gestörte Thermoregulation (Körpertemperatur)<br />
Veränderte Schweißdrüsenaktivität<br />
Verminderung der Körperflüssigkeit außerhalb der Zellen (extrazellulär)<br />
Frühe Arteriosklerose<br />
Hautalterung<br />
<strong> Faktoren, die die Freisetzung von Wachstumshormonen fördern:</strong><br />
Äußere Faktoren<br />
Sport, körperliche Anstrengung (körpereigene Opiate!)<br />
Fettarme Ernährung<br />
Fasten, besonders abends!<br />
Physischer Stress<br />
Jetlag<br />
Verwundungen<br />
Innere Faktoren<br />
Schilddrüsenhormone<br />
Östradiol<br />
Arginin (eine Aminosäure, sehr gut im Zusammenhang mit Ornithin und Lysin!)<br />
<strong> Faktoren, die die Freisetzung von Wachstumshormonen hemmen:</strong><br />
<strong> Äußere Faktoren</strong><br />
Fettreiche Mahlzeiten, besonders abends&#8230;<br />
Bewegungsmangel&#8230;<br />
Spätes Zubettgehen (nach Mitternacht, besonders nach 01h00)<br />
<strong> Innere Faktoren</strong><br />
Östrogenmangel<br />
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)<br />
Hyperglykämie (nicht beim Diabetiker)<br />
Psyche<br />
Emotionale Störungen (mangelnde Gewichtsabnahme trotz Fasten bei psychischen Problemen)<br />
Depression<br />
<strong> Zu erwartende Verbesserungen unter einer Therapie mit Wachstumshormonen:<br />
Monat 1</strong><br />
Lebhaftigkeit der Träume nimmt zu<br />
Schlaftiefe wird verbessert<br />
Energie und Ausdauer<br />
Optimistische Grundhaltung stellt sich ein<br />
<strong> Monat 2</strong><br />
Tonus und Kraft der Muskulatur verbessert<br />
Tonus der Haut besser<br />
Nagelwachstum größer<br />
Verdauung reguliert sich<br />
Fettverbrennung gesteigert<br />
Sexualfunktion wie früher<br />
<strong> Monat 3</strong><br />
Reduktion der Schmerzempfindung allgemein<br />
PMS – Prämenstruelles Syndrom nimmt ab<br />
Heilung entzündlicher Muskelerkrankungen oder Verletzungen beschleunigt<br />
Wundheilung schneller<br />
Muskelmasse nimmt zu<br />
Haarwachstum größer<br />
Gedächtnis – Geistige Leistungsfähigkeit verbessert<br />
Produktivität im Alltag erhöht<br />
Libido – Sexuelle Leistungsfähigkeit gesteigert<br />
<strong> Monat 4 &#8211; 5</strong><br />
Festigkeit und Elastizität der Haut deutlich positiv verändert<br />
Glättung der Hautfalten<br />
Festigkeit und Dicke der Haare erhöht<br />
Körperfettabnahme deutlich<br />
<strong> Monat 6</strong><br />
Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungen und Grippe Infekten groß<br />
Reduktion übermäßiger Schmerzempfindungen<br />
Reduktion der Entzündungsanfälligkeit<br />
Körperliche Leistungsfähigkeit sehr gut<br />
Psychische, emotionale Stabilität deutlich verbessert<br />
Senkung von Blutdruck und Blutfetten – Cholesterin und Triglyceride<br />
Körperform jugendlicher&#8230;<br />
Cellulite verschwindet&#8230;</p>
<p>Wesentlich ist dabei, dass es nicht zu einer Überdosierung mit dem sonst so erfreulichen HGH kommt &#8211; das kann zu einem Diabetes führen. Oder auch zu einer Akromegalie, bei der manche Strukturen des Körpers ein kosmetisch unerwünschtes Wachstum zeigen&#8230;</p>

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		<title>Warum pflanzliche Östrogene?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 13:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Orthomolekulare Medizin]]></category>
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		<category><![CDATA[Genistein]]></category>
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		<category><![CDATA[pflanzliche Östrogene]]></category>
		<category><![CDATA[Phytoöstrogene]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sind pflanzliche Östrogene empfehlenswert? In der Naturmedizin wird der Verzehr von Flavonoiden bzw. Soja-Präparaten in den Wechseljahren empfohlen, allgemein gegen Altersbeschwerden, und auch zur Vorbeugung von hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs. Phytoöstrogene ähneln in ihrer chemischen Struktur den im Körper gebildeten steroidalen Östrogenen. Es wird unterschieden zwischen Isoflavonoiden und Lignanen. Beide Gruppen gehören jedoch zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum sind pflanzliche Östrogene empfehlenswert?</strong></p>
<p>In der Naturmedizin wird der Verzehr von Flavonoiden bzw. Soja-Präparaten in den Wechseljahren empfohlen, allgemein gegen Altersbeschwerden, und auch zur Vorbeugung von hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs.<span id="more-912"></span></p>
<p>Phytoöstrogene ähneln in ihrer chemischen Struktur den im Körper gebildeten steroidalen Östrogenen. Es wird unterschieden zwischen Isoflavonoiden und Lignanen. Beide Gruppen gehören jedoch zu den Polyphenolen, sind also chemisch verwandt.<br />
Isoflavonoide (z.B. Genistein, Daidzein) finden sich nur in Hülsenfrüchten der Tropen, wie Sojabohnen (128 mg/100 g) und daraus hergestellten Produkten wie Tofu (24 mg/100 g). Die Resorption (Aufnahme) erfolgt nach teilweiser bakterieller Umwandlung im Darm. Die Resorptionsquote liegt bei 15 bis 40 Prozent.<br />
Lignane (z.B. Secoisolariciresinol) bilden die Ausgangssubstanz für die Synthese des Pflanzenzellwandbestandteils Lignin, eines Nicht-Kohlenhydrat-Ballaststoffs (s.o.). Besonders lignanreich sind Leinsamen (370 mg/100 g) und Kürbiskerne (21 mg/100 g). Aber auch Getreidemehle, besonders mit niedrigem Ausmahlungsgrad, und Salat tragen zur Lignanzufuhr bei. Resorbiert werden die Lignane nach struktureller Modifizierung durch die Darmflora.</p>
<p><strong>Phytoöstrogene wirken als schwache Östrogene.</strong></p>
<p>Sie entfalten nur 0,1 Prozent der Wirkung endogener Östrogene, liegen nach   entsprechender Zufuhr mit der Nahrung aber in höheren Konzentrationen im Körper vor. Durch Anheften an die Geschlechtshormon-Rezeptoren hemmen sie die Bindung der stark wirksamen endogenen Östrogene und schwächen hiermit deren Wirkung ab. Außerdem erhöhen sie die Synthese des Sexual-Hormon-Bindenden-Globulins (SHBG), wodurch mehr endogenes Östrogen im Blut gebunden, d.h. Inaktiviert wird. In diesem  Zusammenhang spricht man auch von der Anti-Östrogenwirkung der Phytoöstrogene.<br />
(Wie in einem anderen Blog dargelegt, kann man die Östrogenmenge auch durch Aromatasehemmer im Körper begrenzen)<br />
Wirkungen der Phytoöstrogene:</p>
<p><strong>antikanzerogen</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"><strong> antioxidativ.</strong></span></strong></p>
<p><strong> Zu</strong> : Epidemiologische Studien zeigen, dass Phytoöstrogene vor allem gegen hormonbezogene Krebsarten wie Brust-, Gebärmutterschleimhaut- und Prostata-Krebs wirksam sind, aber auch z.B. gegen Dickdarmkrebs. Der wesentliche Mechanismus<br />
ist die Anti-Östrogenwirkung auf der Stufe der Tumorpromotion (die Tumorpromotion ist die Förderung eines Tumors durch eine nicht selbst karzinogene Substanz, hier die der von östrogenempfindlichen Tumoren der Brustdrüse, die geblockt wird).<br />
<strong> Zu</strong> : Hinsichtlich der antioxidativen Wirkung ist das Isoflavonoid Genistein am besten untersucht. Es hemmt sowohl oxidative Schäden an der Erbsubstanz als auch die Peroxidation von Triglyceriden und LDL-Cholesterin.</p>

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		<title>Gesund alt werden – ein Rezept&#8230;</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/naturheilpraxis/gesund-alt-werden-%e2%80%93-ein-rezept.html</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 05:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir alle wollen alt werden an Jahren – und dabei ein gerüttelt Maß an Lebensqualität uns erhalten. Und dies möglichst nicht so, dass wir um die Weisheit bitten müssen, die Gebrechen mit heiterer Gelassenheit zu tragen, um trotzdem lebensfroh bleiben. Alter wird bei uns immer noch mit Krankheit gleichgesetzt, was statistisch gesehen ja auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle wollen alt werden an Jahren – und dabei ein gerüttelt Maß an Lebensqualität uns erhalten. Und dies möglichst nicht so, dass wir um die Weisheit bitten müssen, die Gebrechen mit heiterer Gelassenheit zu tragen, um trotzdem lebensfroh bleiben.</p>
<p>Alter wird bei uns immer noch mit Krankheit gleichgesetzt, was statistisch gesehen ja auch nicht ganz unberechtigt sein mag – setzt doch mit 65 Jahren bei so vielen Menschen Siechtum ein und treibt sie in die Arme der üblichen Medizin.<br />
Immer wieder höre ich jenes Argument, dass früher die Menschen gar nicht erst so alt geworden sind – es wird zitiert, dass die Lebenserwartung ja früher viel geringer gewesen sei. Hier werden unterschiedliche Fakten schlichtweg verwechselt.<br />
Noch um 1900 wurden Männer im Durchschnitt nur 40,6 Jahre alt, Frauen 43,4 Jahre. Heute beträgt die Lebenserwartung in Deutschland für Männer 76 Jahre, für Frauen 82 Jahre.<br />
Alte Menschen hat es aber immer gegeben! Die grundsätzliche Fähigkeit, auch ein höheres oder gar hohes Alter zu erreichen, ist keine Errungenschaft der Neuzeit, sondern genetisch fixiert.<br />
Sterben werden wir irgendwann, wenn uns nicht vorher Unfälle oder böse Mitmenschen terminieren, immer an einer Krankheit oder dem Zusammenwirken mehrerer Störungen physiologischer Abläufe.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Dies ist die Rangfolge der natürlichen Todesursachen:</strong><br />
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) mit fast der Hälfte aller Opfer<br />
Krebsleiden<br />
Lebererkrankungen, insbesondere die Leberzirrhose<br />
Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, Chronische Bronchitis und Lungenemphysem<br />
Infektionen</p>
<p>Wie können wir diesen Krankheiten erfolgreich begegnen? Die Schulmedizin begibt sich nur halbherzig in die Bereiche von Prävention, der vorbeugenden Maßnahmen. Sie wird aktiv und lebt davon, wenn der Krankheitsfall schon eingetreten ist und bedient sich häufig deshalb auch Maßnahmen, die unerwünschte Effekte zeitigen und Verläufe chronifizieren. Und sekundäre Erkrankungen schaffen (iatrogene Erkrankungen).<span id="more-874"></span><br />
Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität und Sport meist eher beiläufig als Prophylaxe, um den Ausbruch von Krankheiten und Leiden zu vermeiden. Doch seit kurzem kommt im Sinne des Wortes Bewegung in die ganze Medizin. Psychiater und Onkologen, ebenso Orthopäden, Demenzforscher und Kardiologen erkennen mehr und mehr: Den Körper in Gang zu setzen hilft Menschen auch dann, wenn sie schon längst krank sind. Besser aber ist, schon vorher damit intensiv und bewusst zu beginnen!<br />
Den Einfluss von Inaktivität auf gesunde Menschen haben Forscher neu bewertet: Der unter Büroangestellten so verbreitete Minimalgebrauch der Muskeln kann demnach fast so schädlich sein wie das Qualmen von Zigaretten. Die Sterblichkeitsrate träger Menschen liegt bis zu einem Drittel höher als jene reger Vergleichspersonen. Ein Senior, der nicht jeden Tag eine Meile (1,6 Kilometer) stramm spazieren geht wie sein gleichaltriger Nachbar, wandert – bei sonst gleichen Risiken – durchschnittlich sieben Jahre früher ins Grab.<br />
Die Hoffnung, körperliches Nichtstun sei nicht weiter abträglich, sofern man nur das Gewicht halte und sich vernünftig ernähre, halten Evolutionsmediziner wie Frank Booth von der University of Missouri in Columbia für einen Trugschluss. Die modernen Menschen seien genetisch noch immer auf das Leben als Jäger und Sammler programmiert, weil ihre genetische Ausstattung sich in den 10 000 Jahren seit der Steinzeit kaum verändert hat.<br />
Doch Sport allein ist nicht Alles. Wie die Erfahrung lehrt, können wir dem Herzinfarkt nicht mit Sicherheit davonrennen, auch nicht dem Horrorbild Krebsleiden.<br />
Die nötige Psychohygiene mit Autogenem Training, Meditation und vielleicht auch manchen Formen der Psychotherapie (Selbsterfahrung!) ist auch nur die weitere wichtige Säule von Dreien in der Krankheitsvorbeugung.<br />
Hier geht es des Weiteren um die Ernährung und jene Substanzen, die unser Leben durch   Gesunderhaltung verlängern können und eine erfreuliche Lebensqualität auch im Alter ermöglichen.<br />
Schauen wir in der Entwicklungsgeschichte zurück: die Wiege der Menschheit war Afrika.<br />
Von dort aus breiteten sich die verschiedenen Menschentypen jeweils aus, seien dies der Homo erectus oder die modernen Menschen Neandertaler und Cro Magnon. Entstanden ist der Mensch aus Vorfahren, die dem Leben im Regenwald entsagten und zuerst dessen Randgebiete und dann offenere Landschaften besiedelten. Dafür konnten die Armkraft abnehmen, die Beine stärker und länger und der aufrechte Gang übliche Fortbwegung werden. Auch das Gebiss veränderte sich – die Eckzähne wurden immer unbedeutender, bei den Backenzähnen kam es zu einer Verkleinerung des 3. Molaren, den meisten von uns als Weisheitszahn geläufig.(Viele Menschen heute erleben diesen nur noch als anfälliges Rudiment oder gar nicht erst durchgebrochen und im Zahnfleisch liegend).<br />
Es liegt nahe, dass die Nahrung sich verändert haben muss.<br />
Vermutlich waren die Vorfahren der Primaten Insektenfresser ähnlich den Spitzmäusen; die Mehrzahl der Arten ist heute jedoch vorrangig Pflanzenfresser. Früchte stellen für viele Arten den Hauptbestandteil der Nahrung dar, ergänzt werden sie durch Blätter, Blüten, Knollen, Pilze, Samen, Nüsse, Baumsäfte und andere Pflanzenteile. Etliche Spezies sind jedoch Allesfresser, die neben pflanzlicher auch tierische Nahrung zu sich nehmen, insbesondere Insekten, Spinnen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. Zu den Gattungen, die gelegentlich Jagd auf größere Säugetiere (Hasen, kleine andere Primaten, junge Paarhufer) machen, gehören Paviane und Schimpansen, nicht aber der reine Pflanzenesser Gorilla.<br />
Der Werkzeuggebrauch, ermöglicht durch den aufrechten Gang und die fortschreitende Größenentwicklung der Großhirnrinde, verschob zusammen mit der Nutzung des Feuers die Nahrungspräferenz in Richtung der tierischen Nahrung.<br />
Was aß ein Jäger und Sammler? Trennkost! Ihm blieb kaum die Wahl. Es wurde das gegessen, was gerade erreichbar war. Und dies waren reichlich Insekten, Nüsse (diese konnten als Vorrat dienen!), Knollen und natürlich Früchte, ab und zu und immer wenn möglich Fleisch. Wollten wir uns an dem Ergebnis orientieren (mit bewusster relativer Enthaltsamkeit dem Fleisch gegenüber!) und einen solchen Plan auch durchhalten, würde  eine solche Nahrungsumstellung uns gesünder machen. Zusammen eben mit genügend Bewegung, etwas Fasten&#8230; und Stressbewältigung.<br />
Doch unsere Nahrung ist anders geworden, sie enthält besonders viel zu viele verlockende Kohlenhydrate schnell verfügbarer Form. Und geblieben ist in den Köpfen die Lust auf Fleisch, früher Luxus und Privileg der Reichen und Herrschenden, nun erreichbar für jeden, dem Discounter sei Dank. Das schadet uns und wie auch dem Planeten Erde. Milliarden Rinder produzieren Kot und Flatulenzen und ihr Fleisch, immerhin gesünder als das des Allesfressers Schwein, übersäuert unseren Stoffwechsel und lässt uns früher krank werden.<br />
Aus eigener Empfindung weiß ich, dass der Charme eines T-Bone-Steaks möglichst texanischer Größe überaus gewinnend sein kann – doch sollten wir Alle den Fleischkonsum drastisch  drosseln. Hier will ich nicht den Leser zum belächelten durchscheinend schwächelnden Veganer mutieren lassen, obwohl eben gerade dessen Beweggründe triftig sind und ethisch hoch anzusetzen&#8230;<br />
Wie sollen wir die Nahrung sinnvoll ergänzen, damit unsere schlechten Gewohnheiten weniger oder möglichst gar keine Gebresten zeitigen?<br />
<strong> Wie also beugen wir der Arteriosklerose und Herzschwäche mit all deren Folgen vor?</strong><br />
Wir nehmen Antioxidantien wie die Vitamine C und E, Resveratrol und andere Pflanzenstoffe in wirksamer Dosierung. Dazu ACC und Enzyme sowie DHEA oder seinen Verwandten 7-Keto DHEA. L-Carnitin und Q10 für die Herzfunktion&#8230;<br />
<strong> Was ist eine gute Krebs-Prophylaxe?</strong><br />
Da empfehle ich bittere Aprikosenkerne, Liponsäure, L-Carnitin, Enzyme, Resveratrol und Entsäuerung (Kaliumcitrate). Dazu Vitamin D3! Und Kuren mit Aloe-Ganzblattzubereitungen (Inhaltsstoff Emodin etc.) sowie Knoblauch in gewisser Form&#8230;<br />
<strong> Was tun zum Leberschutz?</strong><br />
Silymarin!<br />
<strong> Wie die Lunge entlasten?</strong><br />
ACC und MSM.<br />
<strong> Zum Thema Infektionen:</strong><br />
Wichtig ist ein gut funktionierendes Immunsystem – die Einnahme vorher genannter Substanzen ist auch hier hilfreich.<br />
Wenn zu den Vorschlägen unter den entsprechenden Kategorien noch keine Blogs vorhanden sein sollten, wird dieses bestimmt noch nachgeholt!</p>

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		<title>Verderbliche Verzuckerung&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[AGEs]]></category>
		<category><![CDATA[Altersdiabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Arteriosklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Prozess, als Glykierung oder Glykolisierung bezeichnet, führt zu Versteifung der Arterienwände und fördert die Oxidation der Membranen durch freie Radikale&#8230; Glukose, also der Traubenzucker, ist bekanntlich unsere Hauptenergiequelle. Aber wenn der Zuckerspiegel zu hoch ist, dann bindet sich die Glukose an Eiweißmoleküle. Deren räumliche Struktur wird gestört, so dass diese dann nicht mehr ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Der Prozess, als Glykierung oder Glykolisierung bezeichnet, führt zu Versteifung der Arterienwände und fördert die Oxidation der Membranen durch freie Radikale&#8230;</strong></p>
<p>Glukose, also der Traubenzucker, ist bekanntlich unsere Hauptenergiequelle.<br />
Aber wenn der Zuckerspiegel zu hoch ist, dann bindet sich die Glukose an Eiweißmoleküle. Deren räumliche Struktur wird gestört, so dass diese dann nicht mehr ihre Funktion wahrnehmen können. Sie lagern sich in den verschiedenen Geweben ab. Anfangs ist dieser Prozess noch reversibel, später dann bilden sich nicht mehr rückgängige Endprodukte. So eben die Molekülverbindungen, die für die Spätkomplikationen bei Diabetes verantwortlich sind. Aber auch Nichtdiabetiker leiden darunter, nur verläuft dieser Prozess weniger merklich und langsam.<span id="more-774"></span> Die Endprodukte heißen sinnigerweise AGE (Advanced glycated Endproducts).<br />
Seit den frühen 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts ist bekannt, dass Glukose mit Aminosäuren reagiert und dann mit den Proteinen gelbbraune Aggregate bildet. Man erkannte dann, dass diese sogenannten AGE – Produkte sich in die Gefäßwände von Arterien, in Bindegewebsstrukturen (Kollagen), den Herzmuskel und in das Kristallin der Augenlinse einlagern. Sie führen dann zu Erkrankungen wie Nierenschrumpfung, Arteriosklerose, Katarakt, Koronarsklerose und Herzmuskelvergrößerung, sowie zu Zerstörung von Nervenscheiden und Gehirnstrukturen.<br />
Wenn einmal AGEs entstanden sind, dann bleiben sie gewöhnlich erhalten. Sie sind weder durch enzymatische Spaltungen noch durch andere Prozesse aufzulösen &#8211; ein unabdingbares Schicksal. Bis die Forscher das bisher nicht bekannte ALT 711 (3-phenacyl-4.5 dimethyl-iazol-chlorid) entwickelten, das AGEs wieder auflösen und die Organe wieder in einen jugendlichen Zustand versetzen kann.<br />
Wenn ALT 711 zugelassen wird, dann steht uns damit endlich auch ein Stoff zur Verfügung, der die AGEs wieder entfernen kann. Bisher war es nur möglich, aber außerordentlich wichtig, AGEs präventiv anzugehen. Die Messung glykierter Eiweiße (Fructosamine, HbA1c, das verzuckerte Hämoglobin, und Pyrroline im Urin) erlaubt uns heute das Risiko abzuschätzen.<br />
Präventiv gilt auch heute noch angemessene Ernährung : Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index&#8230;<br />
Ansonsten Prävention mit Chromiumpiccolinat und Vanadium sowie<br />
Carnosin (1000mg /Tag)</p>

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		<title>100 Jahre</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 06:32:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[100 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserwartung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensführung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie werde ich 100 Jahre alt? Bei den Hochbetagten handelt es sich um eine spezielle biologische Kategorie von Individuen, die infolge einer optimalen Kombination von endo- und exogenen Faktoren die meisten ihrer Mitmenschen überleben. Welches sind nun die wichtigsten endogenen (also von innen kommenden, biologisch verankerten) und exogenen (äußerlichen) Aspekte? Als Erstes die Heredität, die Erbfaktoren: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie werde ich 100 Jahre alt?</strong></p>
<p>Bei den Hochbetagten handelt es sich um eine spezielle biologische Kategorie von Individuen, die infolge einer optimalen Kombination von endo- und exogenen Faktoren die meisten ihrer Mitmenschen überleben. Welches sind nun die wichtigsten endogenen (also von innen kommenden, biologisch verankerten) und exogenen (äußerlichen) Aspekte?<span id="more-648"></span><br />
Als Erstes die Heredität, die Erbfaktoren: Fast zwei Drittel der untersuchten Hundertjährigen stammen aus Familien mit überdurchschnittlicher Lebenserwartung.<br />
Dann das Glück, keinen lebensbedrohlichen Risiken ausgesetzt, also vor allem von lebensgefährlichen Situationen verschont geblieben zu sein.<br />
Wichtig ist auch die Pflege der geistigen Fähigkeiten: Dabei wurde schon früher festgestellt, dass es offenbar weniger der schicksalsmäßige Aufbrauch an Gehirnzellen ist, eher ihre Inaktivität, die einen altersbedingten geistigen und damit auch psychosozialen und schließlich körperlichen Niedergang fördern. Umgekehrt vermag eine rege geistige Tätigkeit den Alterungsprozess der Gehirnfunktionen durchaus zu bremsen.<br />
Zu den spezifischen Aspekten günstiger Lebens-Aussichten gehören beispielsweise:<br />
- &#8211; der äußere Eindruck, was bei einem Großteil der rüstigen Hundertjährigen dazu führt, dass sie viel jünger aussehen als ihrem kalendarischen Alter entspricht.<br />
- &#8211; Der Umstand, dass alters-typische Veränderungen, z. B. eine Arteriosklerose der Gehirn- oder Herzgefäße die gesamte Vitalität der Höchstbetagten offenbar weniger beeinträchtigen, als dies in der Regel hingenommen werden muss. Dass sie gänzlich verschont bleiben, ist kaum zu erwarten.</p>
<p>Wichtig aber ist z. B. der Ort der Gefäßverengung durch Verkalkung der Gefäß-Innenwände. Oder konkret: Es kommt sehr darauf an, wo sich ein Durchblutungs-Engpass auszubilden droht. Am ungünstigsten natürlich im Gehirn und am Herzen und hier an ganz bestimmten Lokalisationen (in Fachbegriffen: im Gehirn die Arteria cerebri interna an einem Ort mit geradezu riskant bis gefährlich verdichteter Raumnot, ein regelrechter Engpass, und am Herzen die Koronar- oder Herzkrankgefäße; und beide meist dort, wo sie eine Krümmung, fast schon einen Winkel bilden und damit die Strömungsverhältnisse besonders belasten).<br />
- &#8211; Schließlich finden sich zwar reichlich Altersgebrechen im Sinne von Mehrfach- bzw. Kombinations-Krankheiten, aber eben keine lebensbedrohlichen Erkrankungen.<br />
Bei den äußeren Faktoren ist es zwar einfacher als beim „genetischen Glücksfall“ (langlebige Eltern oder nicht), aber auch nicht überall gegeben, positiv Einfluss zu nehmen. Beispiele:<br />
Ein höherer sozio-ökonomischer Status schafft günstigere Aussichten. Dabei spielen die Einkommensverhältnisse eine bedeutsame Rolle, und zwar nicht nur als verfügbares Geld, sondern vor allem als sinnvoller Einsatz, z. B. in Lebensstil und Gesundheitsbewusstsein (die Ober- und Mittel-Schicht haben hier gegenüber der Grundschicht offenbar eine bessere Ausgangslage; sie nutzen konsequenter die medizinischen Möglichkeiten). In sozialer Hinsicht hilfreich ist auch eine funktionierende Partnerschaft (in jeder unterstützenden Form) und ein tragbarer Verwandten- und Freundeskreis, eine ruhige und hilfsbereite Nachbarschaft.<br />
Zu den seelischen und psychosozialen Aspekten gehören höhere Intelligenz (und damit vor allem Bildung: besser Gebildete leben eindeutig länger, was nicht nur mit ihrer Grund-Intelligenz, sondern auch mit dem schon mehrfach erwähnten gesundheits-bewussterem Lebensstil zu tun hat); ferner aktives Sozialverhalten (Engagement, Anpassung, Stimmung) und die erwähnten zwischenmenschlichen Aspekte im Sinne von Partnerschaft, Familie, Freundeskreis.<br />
Auch ökologische Aspekte dürfen nicht vernachlässigt werden, auch wenn sie vielleicht „nur“ hinter dem Komma wirksam werden. Dazu gehören Wohnlage bzw. Umwelteinflüsse im weitesten Sinn: Lärm, Luft, Wasser, Grün-Anteil, aber auch Nachbarschaft, man denke nur an den Unterschied zwischen übervölkerten und verkehrs-belasteten Stadtvierteln und grünen Außenbezirken.<br />
Zuletzt einige wichtige psychologisch-medizinisch-biologische Aspekte: geringe Krankheitsanfälligkeit, keine biologischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörungen u. a. Dazu eine bescheidene, der eigenen Grenzen bewusste Lebensweise. Aber durchaus auch die Möglichkeiten eines gesicherten Einkommens und einer gehobenen sozialen Position. Das ermöglicht nämlich nicht nur eine verbesserte medizinische Betreuung, es sichert auch einen wirkungsvolleren Informationsstand und fördert damit ein besseres Gesundheitsbewusstsein. Denn dieser Begriff besteht aus zwei Teilen, nämlich nicht nur Gesundheit, sondern auch „sich seiner gesundheitlichen Verpflichtungen bewusst sein“.<br />
„Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen“ (E. v. Feuchtersleben).<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Was kann man selber steuern?</strong></p>
<p>Welche äußeren Aspekte aber sind nun wenigstens bedingt steuerbar?<br />
- Zum Einen eine harmonische Partnerschaft, was heute formal durchaus anders aussehen kann als früher. In allen Fällen aber ist der Verlust eines Partners eine erhebliche Belastung, vor allem im hohen Alter und hier nicht zuletzt beim männlichen Geschlecht, das mit so einem Schicksalsschlag oft viel schlechter zurechtkommt.<br />
- Auch eine relativ große Nachkommenschaft war früher biologisch positiv, ganz abgesehen von einer mitunter abgesicherten Altersbetreuung und ist heute nicht zuletzt psychologisch wichtig (Enkel: es geht weiter).<br />
- Eine finanzielle Unabhängigkeit ist seit jeher nicht zu unterschätzen, wobei ein Zuviel genau so Probleme bereiten kann („Besitz ist Last“) wie bedrückende Armut.<br />
Und dass die psychologischen Aspekte im Sinne von<br />
- &#8211; geistiger Aktivität (unabhängig von der Ausgangs-Intelligenz),<br />
- &#8211; guter Anpassung an veränderte Lebensbedingungen (trotz aller Widrigkeiten) und &#8211; - einer positiven Stimmungslage (desgleichen)<br />
ein wichtiger Faktor sein können, klang immer wieder an – nicht umsonst.<br />
- Bedeutsam ist aber auch so etwas scheinbar Banales wie die Einhaltung von Ruhepausen, was insbesondere in unserer hektischen Zeit und Gesellschaft offenbar völlig in Vergessenheit geraten ist, wenn nicht gar als unmodern oder lächerlich abqualifiziert wird. Dafür haben dann suspekte Kompensations-Angebote Konjunktur, die vor allem fremde Kassen füllen.<br />
Unverändert empfehlenswert sind dafür seit jeher die von jedermann erlernbaren Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Yoga u. a. Und vor allem ihr konsequenter Einsatz!<br />
Es reichen aber auch zeitlich begrenzte, wenngleich regelmäßige und durchaus unspektakuläre Ruhepausen. Das fängt mit dem erfrischenden Nickerchen an (heute zum Power-Nap hochstilisiert) und geht bis zu echten Erholungs-Ferien, die zumindest eine Zeit lang unterschätzt wurden – bis man merkte, dass der Begriff Reserven vom lateinischen reservare = bewahren kommt.<br />
- Zu den – meist theoretisch strapazierten – Themen Essgewohnheiten, Ernährung und Gewicht sowie Genussmittel, insbesondere Genussgifte soll hier nicht weiter Stellung genommen werden. Jeder weiß, was gemeint ist – und was er eigentlich sollte.<br />
- Zum Schluss aber noch einmal der Hinweis auf die körperliche Aktivität, was in jungen Jahren mitunter zuviel, im mittleren Lebensalter bereits deutlich weniger („keine Zeit“), im Rückbildungsalter aus verschiedenen Gründen nicht mehr und im höheren so gut wie gar nicht mehr praktiziert wird (Herz-Kreislauf, Wirbelsäule und Gelenke). Dabei reicht der „tägliche Gesundmarsch“ von einer halben bis dreiviertel Stunde und dies möglichst bei Tageslicht, da angstlösend, stimmungsstabilisierend und geistig anregend.</p>

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		<title>Überträgersubstanzen, Cholin und DMAE</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/orthomolekulare-medizin/ubertragersbstanzen-wie-neurotransmitter.html</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Orthomolekulare Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Cholin]]></category>
		<category><![CDATA[DMAE]]></category>
		<category><![CDATA[Neuro-Transmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Neuronen]]></category>
		<category><![CDATA[Überträgersubstanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar Fakten zu unseren Überträgersubstanzen Die optimale Übertragung von Impulsen zwischen Nervenzellen (Neurotransmission) ist für die Gesundheit von grundlegender Bedeutung und damit zugleich für die gesamte Funktion unserer Persönlichkeit von höchster Wichtigkeit. Heute sind bereits über 60 verschiedene Substanzen bekannt, die für die Aufgaben der Informationsübertragung zwischen einzelnen Neuronen, Gruppen von Neuronen oder anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong> Ein paar Fakten zu unseren Überträgersubstanzen</strong></p>
<p>Die optimale Übertragung von Impulsen zwischen Nervenzellen (Neurotransmission) ist für die Gesundheit von grundlegender Bedeutung und damit zugleich für die gesamte Funktion unserer Persönlichkeit von höchster Wichtigkeit. Heute sind bereits über 60 verschiedene Substanzen bekannt, die für die Aufgaben der Informationsübertragung zwischen einzelnen Neuronen, Gruppen von Neuronen oder anderen Bereichen zur Verfügung stehen, allerdings oft nicht in ausreichender Menge am richtigen Ort.<span id="more-563"></span></p>
<p>Eine der wichtigsten Neurotransmittersubstanzen ist wohl das Acetylcholin (ACh). So ist z. B. eines der wesentlichsten Merkmale bei Alzheimererkrankungen (neben Krebs- und Herzkrankheiten bei zunehmendem Alter eines der größten Krankheitsprobleme) ein deutlich reduziertes ACh-Niveau in bestimmten Hirnbereichen. Die Alzheimerkrankheit ist eine der zwei wichtigsten Formen von Demenz, definiert als zunehmender Gedächtnisverlust, einhergehend mit fortschreitender Beeinträchtigung weiterer mentaler Bereiche im Hinblick auf Verhalten und Funktion. Das langsame unwiderbringliche Dahinschwinden einer einst vielfältigen Persönlichkeit ist eine furchtbare Erfahrung.<br />
Hier gibt es in Richtung der Bemühungen zu verbesserten und erhöhten Neurotransmissionen bei Alzheimeranwärtern- und -patienten drei Ansätze:</p>
<p><strong>1. Stimulation der Acetylcholinproduktion.</strong><br />
Dies ist der direkteste, obwohl nicht unbedingt der gangbarste Weg, um ein erhöhtes ACh-Niveau zu erreichen. So kann das Gehirn nur bei ausreichender Zufuhr der chemischen Vorstufen des ACh &#8211; Substanzen deren Reaktionen mit anderen Molekülen des Körpers zu einer verstärkten ACh-Synthese führen &#8211; in erhöhtem Maße über ACh verfügen.</p>
<p><strong>2. Schutz für und Erhaltung von vorhandenem ACh.</strong><br />
Dies ist die in der medizinischen Praxis am häufigsten angewandte Methode, da sie sich am wirkungsvollsten gezeigt hat. Sämtliche ACh Moleküle sind fortwährend einem natürlichen Regulationsmechanismus unterworfen, indem sie durch das Enzym Acetylcholinesterase (AChE) angegriffen und zerstört (neutralisiert oder abgebaut) werden. Substanzen deren Wirkweise die Aktivität der AChE unterbinden (blockieren) werden als sogenannte Acetylcholinesterase-Hemmer bezeichnet. Sie sind u. a. die primären Substanzen in der Behandlung der Alzheimerkrankheit.</p>
<p><strong>3. Sensibilisierung nikotinischer Rezeptoren.</strong><br />
Die Hirnzellen (Neuronen) sind mit verschiedenen Rezeptorformen für die zwischen den Synapsen überspringenden ACh Moleküle ausgestattet. Am wichtigsten sind hier die sogenannten nikotinischen Rezeptoren. Eine Sensibilisierung dieser Rezeptoren erhöht die Aufnahmefähigkeit für ACh was zu einer effektiveren Neurotransmission führt.</p>
<p>Das sich Wert und Aufgaben z. B. von ACh jedoch nicht nur auf das Gehirn beschränken, sondern für die Mehrzahl aller Körperzellen von größter Wichtigkeit ist, auch dies soll im Verlaufe dieser kleinen Abhandlung deutlich werden.</p>
<p>Es gibt eine ganze Reihe natürlicher Substanzen, die schließlich nach einer Reihe von Stoffwechselprozessen das ACh für die Neuro- und übrigen Transmissionen liefern. So sind hauptsächlich Cholin, aber auch DMAE die wohl wichtigsten Vorstufen für die Acetylcholinsynthese, vorausgesetzt sie können in ausreichender Menge aus der zugeführten Nahrung gewonnen werden (was oft &#8211; besonders bei einer sich mit zunehmendem Alter entwickelnden Demenz und weiteren Altersmangelerscheinungen &#8211; nicht der Fall ist) so dass hier eine ergänzende Zufuhr mit zunehmendem Alter immer wichtiger wird.<br />
Cholin selbst ist unter anderm in den Sojabohnen enthalten. Ein aus Sojabohnen gewonnener Lecithin Extrakt ist reich an Phosphatidylcholin. Cholin wirkt in Hinsicht auf eine optimale Acetylcholingewinnung am besten in Begleitung von Vitamin B5 (Pantothensäure) als Cofaktor.<br />
Cholin spielt neben Methionin im Organismus eine wichtige Rolle als Methyldonator. Es fördert die Bildung der Phosphatide in der Leber als die Transportform der Fette aus der Leber in die Organe. Außerdem hilft es Gifte und Rückstände von Medikamenten aus dem Organismus zu entfernen, aber auch, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Wände der Arterien geschmeidig und frei von Ablagerungen zu halten. Diese Substanz gehört zu den wenigen Stoffen, die direkt in die Gehirnzellen gelangen, wo Cholin zur Erhaltung eines guten Gedächtnisses beiträgt. Cholin wird deshalb auch zur Vorbeugung gegen Gedächtnisschwund im Alter (1000 -5000 mg) und zur Behandlung der Alzheimerkrankheit angewendet. Bei seinem Fehlen kommt es zu Leberverfettung. Der Bedarf des Menschen wird auf 1 &#8211; 3 g je Tag geschätzt. Von vielen wird es als Vitamin betrachtet, da es nicht unter allen Bedingungen ausreichend synthetisiert werden kann. Die Zufuhr von Cholin und Inositol steigern außerdem die Wirkung von Vitamin E. Es ist günstig, Cholin zusammen mit Inositol, Vitamin B5, Vitamin C und Calcium zu nehmen.</p>
<p><strong>DMAE als Vorstufe für ACh</strong></p>
<p><strong>DMAE</strong> (DiMethylAminoEthanol) als eine Vorstufe für ACh ist dem Cholin in seiner molekularen Struktur ähnlich und stimuliert dessen Produktion. Dabei überwindet DMAE die Blut-Hirn-Schranke schneller als Cholin und verhindert gleichzeitig den Aufbau von Lipofuscin (&#8220;Gehirnzellmüll&#8221;). Die Substanz ist wissenschaftlich gut belegt und in diversen Medikamenten verarbeitet.<br />
<strong> DMAE</strong> fördert Gedächtnis- und Lernleistungen, kann die allgemeine Stimmung heben, vermittelt ein mildes stimulierendes Gefühl, vermag die Intelligenz zu steigern &#8211; und verlängert wahrscheinlich die Lebensspanne. Es kann übrigens <strong>bei hyperaktiven Kindern oder solchen mit Konzentrationsstörungen</strong> sehr hilfreich sein. Die Medikamente auf DMAE-Basis werden oft bei Depressionen, chronischer Müdigkeit und Antriebsarmut eingesetzt. Positive Ergebnisse wurden auch bei seniler Dementia, Phobien, Schizophrenien u.a. erzielt.<br />
Obwohl DMAE auch im Dauergebrauch als sehr sicher gilt, wurden in seltenen Fällen (dosisabhängige) Nebenwirkungen beobachtet. So wurde ab 250 mg täglich ein Gewichtsverlust festgestellt (was manche sicherlich als angenehm einstufen). Manchmal sollen auch verkrampfte Nacken oder Schultern, leichte Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit aufgetreten sein. In derartigen Fällen empfiehlt man, das Mittel kurz (1-2 Tage) abzusetzen und mit etwas geringerer Dosis wieder anzufangen.<br />
Überhaupt wird empfohlen sich behutsam an die volle DMAE-Dosierung heranzutasten. Die beste Dosierung ist übrigens genauso unbekannt wie die exakte Wirkungsweise. Dosierungen unter 100 mg gelten als wirkungslos, ab 200 bis 400 mg setzt der Effekt ein. Älteren Menschen konnten problemlos 1.800 mg täglich verabreicht werden. Zusammenfassend rät man, mit einer niedrigen Dosierung anzufangen und allmählich (über mehrere Wochen) zu steigern. Bei selten auftretender Schlaflosigkeit sollte man DMAE nur morgens nehmen. Die Kombination mit Ginkgo biloba gilt als (synergetisch) sinnvoll.</p>
<p>Ein effektiver Acetylcholinesterase-Hemmer mit langer Nutzungsgeschichte (jedoch vorwiegend in China) ist Hyperzin A, eine aus der in China heimischen Pflanze hyperzia serrata gewonnenen Substanz. Sie hat sich im Hinblick auf eine Verbesserung der Wahrnehmungs- und Gedächtnisfunktion, einschließlich Dementia als wirksam erwiesen.</p>
<p>Eine weitere Substanz ist Galantamin, das allen pharmazeutischen Produkten zur Erhöhung der ACh Neurotransmissionen im Hinblick auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen wenigstens gleichwertig sein soll. Die Verwendung von Galantamin hat in der europäischen Medizin eine lange Geschichte. Galantamin wird aus Schneeglöckchen, daffodils, spider lilies und einigen anderen Pflanzen gewonnen, jedoch bedarf es großer Mengen dieser Pflanzen um ein wenig Galantamin gewinnen zu können, so dass diese Substanz kaum kostengünstig herzustellen ist.</p>
<p>Auch die Droge Ginkgo biloba zeigt günstige und vorteilhafte Auswirkungen bei Dementia vom Alzheimer Typ wie auch anderer Formen von Dementia, möglicherweise durch eine Reihe verschiedener Wirkungsmechnismen. 2-4 Sie kann eine Verbesserung kognitiver Funktionen durch Intensivierung von Neurotransmissionen sowie Verbesserung der Hirndurchblutung durch Verhinderung der Bildung von arteriellen Ablagerungen (Plaque und Blutverklumpung) bewirken. Beide Wirkungsmechanismen können auf die antioxidativen Eigenschaften der im Ginkgoextrakt enthaltenen Bioflavonoide zurückgeführt werden. Dies ist bedeutsam und sehr wichtig, da man annimmt, dass die mit einer Alzheimerkrankung einhergehenden Begleitumstände (sowie weitere Alterungsaspekte) zu einem großen Teil oxidativen Schädigungen durch freie Radikale zuzuschreiben sind.</p>
<p>Wie oben bereits angedeutet ist Acetylcholin jedoch weit mehr als &#8220;nur&#8221; ein Neurotransmitter. Seine Aufgaben und Funktionen sind bei weitem nicht nur auf das Gehirn beschränkt. Acetylcholin wird in der Mehrzahl aller menschlichen Zellen synthetisiert und ist im ganzen Körper anzutreffen, wo es besonders als Überträgersubstanz zur Muskelkontraktion dient und in verschiedenen inneren Organen vergleichbare Aufgaben zu erfüllen hat.</p>
<p>Des weiteren spielt das ACh auch noch eine Rolle bei verschiedenen fundamental wichtigen Zellfunktionen, einschließlich der zellulären Homöostase, einem Mechanismus der der Zelle die Aufrechterhaltung eines physiologischen Gleichgewichtes ermöglicht. Homöostase ist eines der Schlüsselkonzepte in der Biologie. ACh spielt in so unterschiedlichen Prozessen wie Mitose, Zelldifferenzierung, der Zellstruktur, dem Kontakt der Zellen untereinander, Sekretionsprozessen, Aufnahmevorgängen von Zellnährstoffen wie Cholin und Aminosäuren, Membranentwicklung (speziell cholinhaltiger Phospholipide) sowie Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle.</p>
<p>Weitere wichtige Neurotransmittersubstanzen sind Dopamin, Serotonin, Nor-Adrenalin, &#8230;.</p>
<p>Die Vorstufe für Serotonin ist die Aminosäure Tryptophan (über die Zwischenstufe 5-Hydroxytryptophan, 5HTP).</p>
<p>Ist schließlich durch ausgewogene Vollwerternährung und ausreichende Nahrungsergänzungen für mehr oder weniger optimale Neurotransmissionen gesorgt, dann folgt der nächste Schritt, um möglichst jeder Form von Dementia auch wirklich so weit wie möglich mit Erfolg vorbeugen und begegnen zu können, denn mit Informationsübertragung allein ist es noch lange nicht getan. Um das Mehr an wesentlichen Informationen in den einzelnen Hirnzellen (Neuronen) jetzt wirklich effektiv be- und verarbeiten zu können, bedarf es weiterer Substanzen und physiologischer Voraussetzungen. Ungehinderte optimale Durchblutung allen Hirngewebes (hier kann der Kopfstand sehr gut helfen) sowie optimale Verfügbarkeit der für alle Zellaktivität so wichtigen Glukose zusammen mit dem nötigen Sauerstoff sind unabdingbar.</p>
<p>Nachtrag: <strong>DMAE verlängert Lebensdauer von Körperzellen</strong></p>
<p>Eine aktuelle Untersuchung der Universität Stuttgart ergab, dass man die Lebensdauer von menschlichen Körperzellen mit dem Wirkstoff Dimethylaminoethanol (DMAE)um 50 Prozent verlängern kann. DMAE kommt natürlicherweise im Körper vor. Die Produktion nimmt aber mit dem Alter ab. Ein genügend hoher DMAE-Spiegel im Körper sorgt für die Elastizität und Widerstandskraft der Zellhüllen. Büßt diese Zellhaut ihre Funktion ein, leiden die Zellen. Und das betrifft sowohl die verschiedenen Körpergewebe wie auch das Gedächtnis. An speziellen Hautzellen, den so genannten Fibroblasten, konnten Forscher den natürlichen Alterungsprozess praktisch aufhalten. Denn normalerweise teilen sich die Zellen mit den Jahren immer weniger, die automatische Erneuerung der Haut bleibt aus. Mit DMAE teilen sich Zellen länger, und das wiederum bedeutet eine längere Lebensdauer. Andere erfolgreiche Studien beispielsweise zur Gedächtnisleistung wurden mit apothekenüblichen Kombinationen aus DMAE und Vitaminen durchgeführt.</p>

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		<title>Bedeutung der Telomere</title>
		<link>http://www.metis-ev.de/altern/bedeutung-der-telomere.html</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 07:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Humanbiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Progerie]]></category>
		<category><![CDATA[Telomerase]]></category>
		<category><![CDATA[Telomere]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bedeutung der Telomere und der Telomerase Alles, was lebt, besteht aus Zellen. Damit der Fortbestand des Lebens gewährleistet ist, müssen sich die Zellen teilen. Auf der DNA (Desoxyribonukleinsäure) ist die gesamte Erbinformation gespeichert, die alle Vorgänge des Stoffwechsels, des Wachstums und der Entwicklung steuert. Vor jeder Zellteilung muß die DNA verdoppelt werden, damit jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bedeutung der Telomere und der Telomerase</strong></p>
<p><strong> </strong>Alles, was lebt, besteht aus Zellen. Damit der Fortbestand des Lebens gewährleistet ist, müssen sich die Zellen teilen. Auf der DNA (Desoxyribonukleinsäure) ist die gesamte Erbinformation gespeichert, die alle Vorgänge des Stoffwechsels, des Wachstums und der Entwicklung steuert. Vor jeder Zellteilung muß die DNA verdoppelt werden, damit jede Tochterzelle einen vollständigen Satz Chromosomen erhält.<span id="more-539"></span><br />
Wie alle Nukleinsäuren ist die DNA ein Polynukleotid. Ein Nukleotid besteht aus einer Base, einem Zucker (bei der DNA ist es Desoxyribose) und einem Phosphorsäurerest. Als Basen dienen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin, wobei jeweils Adenin -Thymin und Guanin &#8211; Cytosin komplementär sind. Daraus ergibt sich die Doppelhelix-Struktur der DNA. Sie besteht demnach aus zwei Polynukleotidsträngen, die über die Basen der Nukleotide zu einem Doppelstrang miteinander verknüpft sind. Daher sind auch die beiden zusammengehörigen Stränge nicht identisch sondern komplementär gebaut und verlaufen &#8220;antiparallel&#8221;. Dies sieht man an Phosphatbrücken zwischen den Zuckern, die vom 3. zum 5. C-Atom in unterschiedlicher Richtung verlaufen.<br />
Bei der Replikation der DNA werden zunächst die beiden komplementären Stränge mit Hilfe von Enzymen voneinander getrennt. Jeder Einzelstrang wirkt jetzt als Matrize, an der ein neuer komplementärer Strang gebildet wird. An die nun ungepaarten Basen der DNA lagern sich RNA-Starter an, danach wird das Tochtermolekül mit Hilfe des Enzyms DNA-Polymerase in 5&#8242;-3&#8242;-Richtung verlängert, indem sich anlagernde Nukleotide miteinander verbunden werden.<br />
Da die DNA-Polymerase nur in 5&#8242;-3&#8242;-Richtung arbeiten kann, muß an einem Elternstrang stückchenweise &#8220;rückwärts&#8221; repliziert werden und zwar indem das Enzym zum nächsten RNA-Startermolekül vorausspringt und diesen dann &#8220;rückwärts&#8221; in gewohnter 5&#8242;-3&#8242;-Richtung zu einer DNA-Kette verlängert.</p>
<p>Als nächstes werden die vielen RNA-Starterfragmente entfernt und durch DNA ersetzt.<br />
Dabei steht die Natur vor einem Problem: Am 5&#8242;-Ende der neu synthetisierten DNA entsteht nach Abbau des RNA-Starters eine Lücke, weil die DNA-Polymerase wegen des Richtungszwangs nicht in der Lage ist, diese mit DNA aufzufüllen. Das aber würde bedeuten, daß sich die Chromosomen von Replikation zu Replikation verkürzen und dabei wichtige Erbinformationen verloren gehen, bis schließlich eine Fortpflanzung und damit ein Fortbestand des Lebens nicht mehr möglich wäre.<br />
An dieser Stelle kommt die Bedeutung von Telomeren und der Telomerase zum Tragen. Als Telomere bezeichnet man die Enden der Chromosomen. Sie enthalten keine codierenden Sequenzen, sondern bestehen aus Folgen kurzer repetitiver DNA-Sequenzen mit der Basenfolge 5&#8242;-TTAGGG-3&#8242;, die sich beim Menschen bis zu Tausend mal wiederholen kann. Mit jeder Replikation werden die Telomerenden kürzer. Nicht ohne Grund wird daher die Länge der Telomere in Verbindung mit dem Alterungsprozeß gebracht, denn Zellteilung kann nicht unbegrenzt häufig ablaufen und ist durch die Telomerlänge eingeschränkt. Je kürzer die Telomere sind, desto seltener können sich Zellen teilen und erneuern. Die Begrenzung der Zellteilungen bezeichnet man als <strong>Hayflick-Limit</strong>. Diese ist bei jeder Gewebetypt anders, weil bei der Embryonalentwicklung die Telomeraseaktivität in den verschiedenen Geweben zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgestellt wird.<br />
Das Altern der Zelle resultiert demnach aus einem schrittweisen Abbau der Telomere und der damit verbundenen, schrittweisen Abnahme von Zellfunktionen; mit zunehmender Telomerverkürzung verändert die Zelle ihr Muster der Genaktivierung, verlangsamt ihre Teilungsrate, stellt die Teilung dann völlig ein und stirbt schließlich ab.<br />
Während in Körperzellen die Verkürzung der Telomere und damit Alterung unvermeidlich zu sein scheint, wäre sie in Keimzellen fatal, denn dadurch wäre eine Weitergabe von Erbinformationen irgendwann nicht mehr möglich, weil die Chromosomen zu kurz geworden sind.<br />
Dieser Gefahr beugt das Enzym Telomerase vor, welches Telomere wieder verlängert. Es enthält neben Eiweißen eine RNA mit einem Sequenzabschnitt, der zu den DNA-Repeats komplementär ist. Die Genorte für diese beiden Bestandteile der Telomerase sind bekannt: Das Gen für den Proteinanteil (TERT &#8211; telomerase reverse transcriptase) liegt auf dem fünften Chromosom im Abschnitt p15.33, das Gen für den RNA-Anteil (TERC &#8211; telomerase RNA component) befindet sich auf dem dritten Chromosom im Bereich q21-q28. Die RNA der Telomerase dient gleichsam als wandernde Matrize für die Synthese von Telomerenden: Zunächst paaren die Basen des überstehenden DNA-Endes mit der Telomerase-RNA. Danach werden Desoxynukleotide an das 3&#8242;-Ende der DNA angeheftet, die komplementär zur Telomerase-RNA sind. Nachdem auf diese Weise eine neue Telomereinheit entstanden ist, löst sich die Telomerase von der DNA. Nun kann der Vorgang am verlängerten DNA-Ende von neuem beginnen.</p>
<p>Ist der DNA-Strang lang genug, können RNA-Starter binden, und der Tochterstrang wird in gewohnter 5&#8242;-3&#8242;-Richtung mit Hilfe der DNA-Polymerase verlängert.</p>
<p>Überstehende Einzelstrangenden werden umgeklappt und verschließen die Chromosomenenden. Damit kommt den Telomeren eine weitere wichtige Eigenschaft zu: Sie bilden eine Art Schutzkapsel, die die Chromosomen vor Enzymschäden und vor &#8220;Verkleben&#8221; schützt. Chromosomen sind nur dann stabil, wenn ihre Enden intakt sind. Wäre dies nicht der Fall, würde sich ein Chromosom aufgrund seiner &#8220;klebrigen&#8221; Enden an ein anderes anlagern oder von Enzymen zerstört werden.<br />
Das Gen für Telomerase ist beim Menschen hauptsächlich in Keimzellen, aber auch in Tumorzellen aktiv. Die Telomeraseaktivität bewirkt, daß sich die Zellen unbegrenzt teilen können. In beiden Fällen altern die Zellen sozusagen nicht.<br />
Diese Erkenntnisse lassen positiv in die Zukunft blicken. Auf der einen Seite hofft man, die Telomeraseaktivität in Tumorzellen (sofern vorhanden) ausschalten zu können und einige Krebsarten somit heilbar zu machen, andererseits aber Telomerase in Körperzellen in dem Maße aktivieren zu können, so daß das Altern verhindert wird, aber auch keine Tumorzellen entstehen. Vielleicht werden diese heute noch unmöglich erscheinenden Aussichten in weiter Zukunft Wirklichkeit.</p>
<p>Progerie &#8211; ein Wettlauf mit der Zeit</p>
<p>Progerie ist eine sehr seltene Erbkrankheit (1 : 10 000 000 Geburten), die Kinder vorzeitig altern lässt. Der Name Progerie kommt von den lateinischen und griechischen Worten &#8220;pro&#8221; und &#8220;geraios&#8221; und bedeutet wörtlich &#8220;frühes Alter&#8221;.<br />
Kinder mit Progerie altern wesentlich schneller als normale Menschen. Das bedeutet, dass diese Kinder bereits im Alter von zehn bis zwölf Jahren Krankheitssymptome entwickeln, die normalerweise nur bei Menschen mit siebzig oder achtzig Jahren auftreten. Im allgemeinen sehen die Kinder während ihres ersten Lebensjahres vollkommen normal aus, aber dann entwickeln sich rasch die typischen Symptome für Progerie. Dazu gehören unter anderem: Haarausfall, Verschwinden von Wangenfett mit Verschärfung der Gesichtszüge und verringertes Wachstum. Wie bei alten Menschen wird die Haut dünn und bräunlich, die Blutgefäße werden sichtbar. Es entwickelt sich eine schwere und schmerzhafte Arthose mit Verdickung der Gelenke, wodurch die Kinder in ihrer Mobilität sehr eingeschränkt sind. Innerlich ist das Fortschreiten des Alterungsprozesses gleichermaßen unnachgiebig; eine vorzeitige Atherosklerose führt dazu, dass viele Kinder mit Progerie ihren ersten Schlaganfall oder Herzinfarkt in einem sehr frühen Alter, ca. zwischen dem zwölften und fünfzehnten Lebensjahr, haben.<br />
Bis jetzt wurde noch keine Behandlungsmethode für Progerie gefunden; dies liegt sicher auch daran, dass die Ursache für Progerie noch weitgehend im Dunkeln liegt. Sicher ist allerdings, dass sich bei Progerie-Kranken die Telomere viel schneller verkürzen als bei gesunden Menschen.<br />
Erstaunlich dabei: Progerie-Kranke kommen mit normal langen Telomeren zur Welt. Diese extrem schnelle Verkürzung der Telomere bei Progerie-Patienten führt dazu, dass schon nach einer relativ geringen Zeit die Informationen, die auf den Genen in der Nähe der Telomere gespeichert sind, nicht mehr abgelesen werden können. Wahrscheinlich kommt es deshalb zu dem frühen Alterungsprozess.<br />
Hätte man die Möglichkeit, das Gen für das Enzym Telomerase in den Zellen von Progerie-Patienten zu aktivieren, so könnte der frühzeitige Alterungsprozess aufgehalten werden, da nun eine weitestgehend unbegrenzte Zellteilung möglich wäre.</p>

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		<title>Alterung &#8211; wodurch altern wir?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 18:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Kleefeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altern]]></category>
		<category><![CDATA[Alterung]]></category>
		<category><![CDATA[Alterungstheorien]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Radikale]]></category>
		<category><![CDATA[Verschleiß]]></category>

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		<description><![CDATA[Prinzipiell werden zwei Arten von Theorien für das Entstehen des Alterns unterschieden:  die Theorien um die genetischen Ursachen und die sogenannten Verschleiß-Theorien des Alterns. Den ersten Theorien werden etwa 70% der Gründe des Alterns zugeschrieben, und den anderen Ursachen etwa 30%. Programmtheorien (Genetische Ursachen und Telomerverlust), auch aktives Altern genannt 1. genetische Ursachen.  Die veränderten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prinzipiell werden zwei Arten von Theorien für das Entstehen des Alterns unterschieden:  die Theorien um die genetischen Ursachen und die sogenannten Verschleiß-Theorien des Alterns. Den ersten Theorien werden etwa 70% der Gründe des Alterns zugeschrieben, und den anderen Ursachen etwa 30%.</p>
<p><strong>Programmtheorien</strong></p>
<p>(Genetische Ursachen und Telomerverlust), auch aktives Altern genannt<br />
<strong> 1. genetische Ursachen</strong>.  Die veränderten Gene von manchen Wurmmutanten (Caenorhabditis elegans) bewirken mehr Resistenz gegenüber oxidativem Stress. Ihre Träger leben etwa 65% länger als die &#8220;Normalen&#8221;.<br />
Das Gen klotho der Maus. Mutationen dieses Gens können das Altern beschleunigen.<span id="more-151"></span></p>
<p><strong>2. Telomerverlust Theorie</strong>.   Bindegewebszellen können sich nur etwa 50 mal teilen. Dies entspricht der sogenannten Hayflick-Zahl, nach Leonard Hayflick, der dies in den sechziger Jahren zum ersten Mal beobachtet hat. Bei in vitro Versuchen mit Telomerase konnte diese Hayflick-Zahl durchbrochen werden. Das Enzym Telomerase beeinflusst die bei jeder Zellteilung ablaufende Verkürzung der Chromosomenenden, der Telomere. Bei Keimzellen und Blutstammzellen trifft dies nicht zu. Zur Geburtszeit sind unsere Telomere etwa 10000 Basenpaare lang, im Lebensalter von 100 Jahren nur noch etwa 5000 Basenpaare. Tumorzellen scheinen dagegen diesen Telomerverlust pro Zellteilung verhindern zu können, in etwa 90% von Ihnen wurde eine Aktivität der Telomerase beobachtet. Zur Zeit glaubt aber niemand, daß eine einzige Substanz alleine die Lebenserwartung positiv beeinflussen kann, und die &#8220;Telomer-Uhr&#8221; läuft erst nach 200 (manche meinen 120) Jahren ab.</p>
<p><strong> Verschleißtheorien &#8211; </strong>Zellschaden durch freie Radikale, auch passives Altern genannt und andere Theorien</p>
<p><strong>A Freie Radikaltheorien </strong></p>
<p><strong> A1. Pinealis &#8211; Theorie</strong>, eine Hormon-Theorie des Alterns<br />
Altern als Folge des Versagens der Zirbeldrüse.  Die Zirbeldrüse als zentrale Altersuhr mit einem &#8220;bio-inorganischen Zeitmechanismus&#8221;: Der Verkalkungsgrad der Zirbeldrüse bestimmt die Fähigkeit der Drüse Melatonin zu produzieren , was einen Einfluss auf die Lebenserwartung haben soll. Die Alterung und Schädigung von nichtteilungsfähigen Zellen (wie den Neuronen) scheint für den menschlichen Organismus ein besonderes Problem zu sein. Melatonin als Sekretionsprodukt der Zirbeldrüse gelangt leichter in das Zytoplasma dieser Zellen als andere Antioxidantien und könnte dort eine Schutzwirkung gegen Radikale entfalten. Möglicherweise sind aber die erforderlichen Dosen zu hoch, und die Einnahme müsste in der Kindheit beginnen und hätte unangenehme Nebenwirkungen. Epithalamin (auch ein Pinealisprodukt) hat offenbar keinen Einfluss.<br />
<strong> A2. Mitochondrien &#8211; Theorie</strong>: Mitochondrien haben ihre eigene ringförmige DNA, die 37 Gene enthält. Eine Mutation der mitochondrialen DNA (die nur über die Eizelle der Mutter vererbt wird) kann zu einer Störung des Elektronentransports innerhalb der mitochondrialen Atmungskette führen, was zu übermäßiger Bildung von freien Radikalen führt, die die Mitochondrien selbst und die ganze Zelle schädigen. Das zentrale Nervensystem ist am meisten von der stetigen Energieproduktion der Mitochondrien abhängig.</p>
<p>Es gibt nun die Vermutung , dass eine altersabhängige abnehmende Energieproduktion durch die Mitochondrien erheblich an der Entstehung altersbedingter degenerativer Erkrankungen beteiligt ist ( Alzheimer, Diabetes II, Demenz&#8230; ). Außerdem sind Mitochondrien besonders empfindlich für Schadstoffe, die lebenslang auf uns einwirken. In den Mitochondrien fehlen die schützenden Histone, die ansonsten DNA-Schäden unwahrscheinlicher machen.<br />
A3. DNA-Schaden Theorie (oxidativer Stress &#8211; freie Radikale) Hochreaktive Radikale wirken als starke Oxidantien und können die DNA, Zellmembranen und Proteine schädigen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Zellschaden der Substantia nigra bei der Parkinsonkrankheit. Im höheren Alter nimmt unsere Fähigkeit ab, oxidative Schäden zu reparieren, und gleichzeitig nimmt der oxidative Stress zu.</p>
<p><strong> B Energietheorien</strong></p>
<p><strong></strong><strong>B1. Energieverbrauch/Gewichtseinheit-Theorie</strong>. Möglicherweise ist der gesamte Lebens-Energieumsatz pro Gewichtsanteil vieler unterschiedlicher Spezies auf einen bestimmten Maximalwert begrenzt. Die langsam kriechende Schildkröte verbraucht pro Gramm Körpergewicht relativ wenig Energie (aufsummiert über ihre Lebenszeit) und lebt relativ lange, während die unruhigere und flinkere Maus nur kurze Zeit lebt. Vereinfacht gesagt: je mehr ein Tier gemessen an seinem Körpergewicht isst, desto kürzer lebt es.<br />
Dazu passt auch, dass das Fasten oder Hungern einen Einfluss hat auf die Lebenserwartung. Eine lebenslange hypokalorischen Ernährung (CR) erhöht die Lebenserwartung bei Tieren, aber auch bei Einzellern, und war bis jetzt bei Mäusen, Ratten, Fischen, Fliegen und Spinnen nachgewiesen. Sehr alt gewordene Menschen waren in ihrem Leben meist schlank. Die CR hält diese Tiere länger jung und verzögert das Erscheinen von typischen Alterskrankheiten. Aber auch das Einführen einer CR im Erwachsenenalter hat noch einen Effekt, und kann bei Tieren zum Beispiel die Krebsentwicklung im höheren Alter hinauszögern. Diese Theorie ist wahrscheinlich ein Aspekt der oben genannten Theorie, dass Zellschäden durch reaktive Stoffwechselprodukte die Lebenserwartung eines Organismus beeinflussen. Es liefen Beobachtungen an Affen, die eine um 30% verminderte Kalorienzufuhr erhielten. Nach 20 Jahren stellte sich dann heraus, das sie länger gelebt haben als Affen, die freien Zugang zu Nahrung hatten. Eine Abnahme des gesammten Stoffwechsels durch CR scheint nicht die Ursache für die Verlängerung der Lebenserwartung zu sein, da eine Zunahme des Stoffwechsels nach Abkühlung sogar die Lebenserwartung etwas erhöht.<br />
<strong> B2. Glukose und AGE-Theorie.</strong> Diabetes als beschleunigtes Altern. Glukose (Traubenzucker) ist ein relativ stabiles Molekül. Unter gewissen Bedingungen (hohe Temperatur, Anwesenheit von Sauerstoff, saure Umgebung) wird allerdings Glukose reaktionsfreudiger. Glukose und andere Zucker bilden aufgrund eines nichtenzymatischen Weges mit Proteinen (zum Beispiel Kollagen) Vernetzungen, die Zellfunktionen beeinträchtigen und das Altern fördern. Dieser Vorgang wird auf englisch &#8220;nonenzymatic glycosylation (glycation)&#8221; genannt und ist auch der Prozess, der das Hämoglobin bei hohen Zuckerspiegeln so verändert, dass sich an der Konzentration des gykosilierten Hämoglobins der Glukosespiegel der Vergangenheit ablesen läßt. Karbonylgruppen des Zuckers binden dabei an Amingruppen der Proteine. Die Bildungsprodukte werden &#8220;advanced-glycation end-products&#8221;, kurz AGE genannt. Diese AGEs  tragen zu den altersbedingten Schäden bei, wie sie zum Beispiel beim Diabetes bekannt sind. AGEs können auch zelluläre Rezeptoren (zum Beispiel des Fettstoffwechsels) beeinflussen. AGEs scheinen ein Grund für die Abnahme von Muskelgewebe im Alter zu sein. Auch bei der Alzheimer-Erkrankung scheinen sie eine Rolle zu spielen, und AGE-Inhibitoren wurden bereits erfolgreich bei Alzheimer erprobt. Auch die Entstehung des grauen Stars wird mit AGE in Zusammenhang gebracht.  Neben der Glykosilierung durch Glukose gibt es auch eine Fruktosilierung und daher auch eine &#8220;AFE-Bildung&#8221;. Es gibt jedoch auch Stimmen, die der AGE-Bildung keine wichtige Rolle beim Altern beimessen.</p>
<p><strong> B3. Immun &#8211; Hypothese (inkl. Thymustheorie)</strong>: Im Alter läßt die Immunantwort bei Infektionen nach. Zugleich nehmen die Autoimmunkrankheiten beim älteren Menschen zu. Zeichen des Alterns ist auch die Thymusverkleinerung. Im hohen Alter soll es dann zu einem &#8220;globalen Versagen&#8221; des Immunsystems kommen.</p>
<p><strong>C Andere Theorien &#8211; </strong>Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen:</p>
<p>Hypokalorische Ernährung (CR = calorie reduction). Seit etwa 1932 ist bekannt daß die CR die LE eines Organismus beeinflußen kann.<br />
Die CR ist die einzige zur Zeit sicher erkannte Methode zur Erhöhung der Lebenserwartung. Eine hypokalorische Ernährung senkt den Nüchtern-Glukosespiegel, die offenbar entscheidend für die Lebenserwartung und AGE-Bildung ist. Hungernde Versuchstiere produzieren weniger freie Sauerstoffradikale.<br />
In ihren Mitochondrien ließen sich weniger Mutationen nachweisen. Die Kalorienreduktion senkt die Körpertemperatur bei Primaten, was ein Hinweis auf die Herabsetzung des Energieumsatzes ist. Außerdem steigert eine hypokalorische Ernährung das HDL, und senkt den altersbedingten DHEA-Verlust. Die Glukosetoleranz wird verbessert. Etwa 30% mehr Lebenserwartung ist bei der Maus zu erwarten.<br />
Melatonin.  An Mäuse verfüttertes Melatonin erhöhte die Lebenserwartung der Mäuse. Beim Menschen gibt es zur Zeit noch keinen eindeutigen Bericht über eine Wirkung des Melatonins auf die Lebenserwartung beim Menschen, auch wenn dies von vielen Seiten behauptet wird. Eine Untersuchung aus dem Jahre 1995 zeigt jedoch eine Erhöhung der LE bei mit Melatonin gefütterten Mäusen.<br />
Coenzym Q (Ubichinon), Vitamin E (Tokopherol). Vitamin E schützt die Zellmembran, und könnte auch die Entstehung von Krebs unwahrscheinlicher machen. Allerdings müssen solche Radikalfänger auch in der Lage sein, in die Zelle und in die Zellorganellen zu gelangen. Und dies ist bei einigen lipophilen (fettlöslichen) Substanzen offenbar das Problem.<br />
Vitamin B5. Pantothensäure.<br />
Das Alter des Vaters zum Zeitpunkt der Zeugung. Töchter von alten Vätern leben kürzer. Dies ist ein Hinweis für die Programmtheorien.<br />
Die Lebenserwartung des eineiigen Geschwisters.<br />
Das Geschlecht. Frauen leben durchschnittlich deutlich länger als Männer.<br />
Acetyl-L-Carnitin. ALC scheint eine Schutzfunktion gegen Mitochondrienschäden zu haben.<br />
Ionisierende Strahlen sollen das Altern beschleunigen (Radikalbildung)<br />
Der Glukosespiegel im Blut: Substanzen, die die Insulinwirkung erhöhen, könnten eine Wirkung haben.<br />
Knoblauch<br />
Harnsäure (starkes Antioxidant)<br />
Lycopin als ein Carotinoid und Antioxidant.<br />
Das Gewicht des Gehirns. Lebewesen mit einem großen Hirngewicht leben länger.  Kleinere Hirne können möglicherweise den Untergang von Nervenzellen (beim Menschen etwa 100.000 pro Tag) nicht so gut wettmachen.<br />
KH3 bzw Gerovital-H3:  das Prokain.<br />
DMAE Dimethylaminoethanol<br />
Das Wachstumshormon. Die Freisetzung dieses Hormons nimmt im Alter ab. Hormongaben haben in der Vergangenheit die Lebenserwartung bei Mäusen erhöht.<br />
Die Temperatur. Unterkühlte Fliegen leben länger.<br />
Die tägliche Schlafdauer. Kurzschläfer scheinen eine geringere LE zu haben.<br />
Kalium.<br />
Tryptophanmangel soll LE erhöhen. Tryptophan ist allerdings Ausgangspunkt der Melatoninsynthese.</p>

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